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| Salzburger Vorsorge-Richtwerte | |
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Diskussion zum Problem der "Salzburger Werte" |
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| Diese Diskussion bezieht sich auf die so genannte 'Kasseler Petition", in der die Einführung der "Salzburger Werte" gefordert wird. | |
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Stellungnahme von Wulf-Dietrich Rose |
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Aufgrund meiner mehrjährigen praktischen Erfahrung mit der in Österreich
verbreiteten politischen Forderung, den "Salzburger Vorsorge-Richtwert" bundesweit gesetzlich zu verankern,
kann ich nur dringend davor warnen, diese Forderung ohne eine präzise Definition zu übernehmen.
dann setzt sich zwangsläufig (und das ist ständige Praxis in Österreich) bei
den Bürgern, Bürgerinitiativen, Behörden und Mobilfunk-Unternehmen fest,
dass damit die Einhaltung eines Höchstwertes von 1 mW/m2 also 1000 µW/m2
gefordert wird.
ist meines Erachtens nicht ausreichend, um diese nicht erwünschte Auswirkung
der Forderung nach Einhaltung eines nicht präzise definierten "Salzburger
Vorsorge-Richtwertes" von 1000 µW/m2 zu verhindern. Das zeigen die Erfahrungen in Österreich ständig!
E-Mail: info@elektrosmog.com
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| > | Herr Claessens aus den Niederlanden |
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Hierzu möchte ich noch auf folgendes aufmerksam machen: "Die deutschen Grenzwerte sind europaweit die höchsten" stimmt nicht. Die Grenzwerte in die Niederlande sind noch (viel) höher. ( http://www.ohne-elektrosmog-wohnen.de/html/grenzwerte.php ) In meiner Sammlung von Messgeräte ist das beste (und treueste) Messgerät meine elektrosensible Ehefrau. Bei Abschirmungsmassnahmen habe ich feststellen können,
dass sie nur unter Diesen Wert kann man auch entnehmen aus den Standard der baubiologische Messtechnik SBM 2000. Meine Frau ist natürlich nicht Tüv geprüft, aber verschiedene Studien in letzter Zeit deuten auch auf Krankheiten schon bei 200 - 400 µW/m2. Mit freundlichen Grüssen Charles Claessens http://members.rott.chello.nl/cclaessens
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| > | Antwort Herr Priggen |
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Absolute Messwerte sind für die Gesundheit und das Wohlbefinden
von betroffenen Menschen völlig unerheblich. Wichtig in Bezug auf die HF- Situation ist: Vielleicht können wir mal solche Erfahrungswerte zusammentragen.
Wir müssen ja nicht immer alles Herrn Maes überlassen.
Das ist eine Peilung mit einer Dipol- Antenne. Man bekommt dann Positionen, wo die Signale besonders stark oder besonders schwach sind.
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Begründung Herr Christian Breindl |
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28. 6. 2002
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, vor zwei Wochen ging Ihnen die „Kasseler Petition" zu. Sie hat seitdem Lob und Unterstützung erhalten; bald sind die ersten 1000 Unterschriften beisammen. Vielen von Ihnen haben an ihrer Verbreitung mitgewirkt; dafür danken wir Ihnen. Sie hat allerdings auch Kritik und sogar Zurückweisung erfahren: Die in der 1. Forderung genannten „Salzburger Werte" seien viel zu hoch. Das sehen wir genauso. Wir haben diesen Punkt so diskutiert: Grundsätzlich sehen wir bei der jetzigen HF-Technologie keinen Grundwert als gesundheitlich unbedenklich an. Eine verantwortliche Vorsorge müsste die Werte so niedrig ansetzen, dass damit der jetzige GSM-Standard keinen flächendeckenden Empfang mehr bieten könnte und eine andere Technologie geboten wäre. Dieses Fernziel haben wir in dem vorausgehenden Einleitungssatz benannt: „Unsere erste, grundlegende Forderung ist die nach raschestmöglicher Umstellung des Mobilfunks auf eine andere, für Gesundheit und Umwelt verträglichere Technologie." Politisch durchsetzbar ist dies darin stimmen wir wohl alle überein in näherer Zukunft nicht. Also muss man sich bei der Formulierung einer Petition, die im politischen Raum als seriös wahrgenommen werden will, auf umsetzbare Zwischenschritte und mittelfristige Ziele einlassen. Den Bezug auf die „Salzburger Werte" haben wir als ein solches taktisches Provisorium verstanden. So ist es im Text auch benannt. Es geht dort nach dem zitierten Einleitungssatz so weiter: „Bis dahin fordern wir im Einzelnen: 1. Sofortige Herabsetzung der Vorsorge- und Sicherheitsgrenzwerte für den Frequenzbereich des GSM- und des UMTS-Mobilfunks ... zumindest auf 0,6 V/m für die elektrische Feldstärke und 0,001 W/m2 für die Leistungsflussdichte (= „Salzburger Werte")." Und in den Erläuterungen auf S. 5 wird dazu ausgeführt: „Auch die ‚Salzburger Werte' sind politische Zumutungsgrenzen und keine Grenzen der Gesundheit. Gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden weit unterhalb dieser Feldstärken beobachtet. Baubiologen und Umweltverbände fordern weit niedrigere Werte - bei denen die mobile Telefonie noch immer problemlos möglich wäre. Wir beschränken uns hier auf die in der ‚Salzburger Resolution' von anerkannten Experten aus aller Welt vereinbarten Werte als Zwischenschritt, um politische Bewegung in die Diskussion um Grenzwerte zu bringen." Es hat uns geschmerzt, in einigen der kritischen Rückmeldungen zu lesen, dass sich die Kasseler Petition „auf die Salzburger Werte stützt" oder sie gar „empfiehlt". Wer den Text aufmerksam liest, kann u.E. zu diesem Ergebnis nicht kommen. Inhaltlich stimmen wir überein: Die Salzburger Werte sind völlig unzureichend als gesundheitlicher Vorsorge-Wert. Es geht also um einen Dissens über die politische Vorgehensweise. Wir haben nach bestem Dafürhalten diesen Minimal-Schritt an den Anfang gestellt, um überhaupt politisch Gehör zu finden und Bewegung in die Debatte zu bringen; auch um grundsätzlich aufgeschlossene Politiker zu unterstützen und ihnen die Chance zu geben, sich für diese Petition als seriöse Diskussionsgrundlage einzusetzen. Dahinter steht auch unsere Überzeugung, dass die Diskussion um niedrige Grenzwerte insgesamt nicht an den Kern der Dinge rührt und daher nicht die wichtigste „Kampflinie" sein sollte. Wir erkennen an, dass man mit ebenso guten Gründen zu dem Ergebnis kommen kann, die „Salzburger Werte" gar nicht mehr zu erwähnen und eine wesentlich weitergehende Senkung der Grenzwerte zu fordern. Kann sein, dass wir uns dieser Sicht angeschlossen hätten, wenn wir Gelegenheit gehabt hätten, den Entwurf der Petition über den Kasseler Rahmen hinaus mit Ihnen zu diskutieren. Sollten unsere Überlegungen in diesem Punkt unzulänglich geblieben sein, bedauern wir das. Nobody is perfect, auch keine Petition wird je allen Wünschen entsprechen. Dieser Text hat einen anderen Ansatz und darin so sehen wir das auch seine Stärke: Er macht deutlich, warum die Einwirkungen von HF-Strahlen auf lebende Organismen mit den gängigen Vorstellungen einer veralteten Schulmedizin nicht zu verstehen und daher in einem mechanisch-kausalen Sinne auch nicht zu „beweisen" sind. Damit nimmt es den Mobilfunk-Befürwortern ihre bislang stärkste Waffe aus der Hand: Nämlich die Forderung nach eindeutigen „Beweisen". Wenn es nicht gelingt, im öffentlichen Bewusstsein diese Forderung als verlogene Schutz-Behauptung zu kennzeichnen, die irreführend die grobstoffliche Mechanik des 19. Jahrhunderts zum Maßstab für die hochfeinen Interferenzen im HF-Bereich heranzieht, werden wir mit keiner unserer Forderungen durchdringen! Wir hätten dann auch keine Aussicht auf eine Senkung der Grenzwerte über die „Salzburger Werte" hinaus. Wir messen diese Petition also nicht in erster Linie an ihren zwölf Forderungen, die vorrangig das Instrument einer Petition „bedienen" und so oder anders gefasst sein könnten. Wir sehen diesen Text mehr als eine erklärende Stellungnahme gegenüber der Öffentlichkeit, die Bewusstsein wecken und den Widerstand stärken will. Damit soll sie auch gutwilligen Politikern eine Verstehenshilfe geben, die es ihnen ermöglicht, sich von der bisherigen „Beweis"logik der Betreiber zu lösen. Wenn die Petition diese Aufgabe erfüllt, lohnt es sich u.E., sie weiter zu verbreiten und zu unterstützen, auch wenn nicht jede Formulierung und jede Forderung Ihren ungeteilten Beifall findet. Bitte helfen Sie mit, auch diesen unseren Diskussionsbeitrag wiederum mit zu verbreiten. Mit freundlichen Grüßen für die „Kasseler Bürgerinitiativen gegen Mobilfunk-Sendeanlagen in Wohngebieten" gez. Christian Breindl
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| > | Erwiderung Herr Rose |
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1. 7. 2002 Es wird übersehen, dass es sich eben nicht nur um eine politische Forderung handelt, die ohnehin in den nächsten Jahren keine Chance auf Realisierung hat, sondern auch um eine Unterschriftensammlung, bei der sich die Unterschreibenden nicht darüber im Klaren sind, dass sie mit der Forderung nach Einhaltung eines "Salzburger Vorsorge-Richtwertes" von 1000 µW/m2 in sehr vielen Fällen der Zulassung einer höheren Strahlenbelastung zustimmen, als der sie bisher ausgesetzt sind! Mit freundlichen Grüßen Wulf-Dietrich Rose Sachverständiger für Elektromagnetische Umweltverträglichkeit IGEF
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| Quelle der Diskussion: Elektrosmog-Liste bei yahoogroups | |
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