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Welche Gefahren können von elektrischen Feldern ausgehen? |
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05.04.2002 „Wir stehen erst am Anfang der Arbeit“, erklärt der Leiter des Arbeitskreises, Dieter Fricke. Es gehe aber darum, in den Betrieben mögliche Gefahrenquellen festzustellen und die Arbeitgeber dazu zu bewegen, hier entsprechend zum Schutz ihrer Arbeitnehmer zu investieren. Je nach Betrieb sei dies auch schon geschehen. Dennoch müsste gerade auf diesem neuen Feld Aufklärungsarbeit geleistet werden. Fricke informierte zusammen mit seinem Stellvertreter Siegfried Füller, dem Referenten der IG Metall Bildungsstätte Sprockhövel, Jürgen Biermann, und dem künftigen zweiten Geschäftsführer der IG Metall Mittelhessen, Holger Timmer, über das Thema. Aktueller Aufhänger sei die seit dem 1. Juni 2001 geltende Unfallverhütungsvorschrift für Elektromagnetische Felder, kurz EMF, so Fricke. Zwar existiere seit dem 1. August 1996 durch das Arbeitsstättengesetz die Verpflichtung zur Messung und Dokumentation von Strahlenwerten. Darüber hinaus gehende Regelungen habe es allerdings nicht gegeben. Mit der neuen spezifischen Unfallverhütungsvorschrift EMF könnte dies anders werden. Allerdings, betonte Fricke, sei das Echo unter den 170 von der IG Metall Mittelhessen betreuten Betrieben unterschiedlich. Nicht zuletzt seien es Kostengründe, die dann genannt würden oder der Hinweis auf bereits bestehende Ummantelungen, Abdämmungen oder andere Maßnahmen. Biermann nennt als möglicherweise betroffene Berufe alle diejenigen, die in irgendeiner Art und Weise etwa mit Induktionsöfen zu tun haben, Schweißnähte glühen müssen oder sich an ihrem Arbeitsplatz in der Nähe so genannter Energietrassen aufhalten. Energietrassen, das können mehr oder weniger stark gebündelte Stromkabel sein, die in der Nähe des Arbeitsplatzes verlegt sind. Es seien die Spannungen vom Niederfrequenzbereich unter 30 Kilohertz bis hin zu 300 Gigahertz, wie sie etwa im Bereich der Radioastronomie benutzt werden. „Wir sprechen nicht von Elektrosmog, es geht uns auch nicht um das Aufstellen oder nicht Aufstellen von Mobilfunksendemasten“, tritt Biermann etwaigen anderen Vermutungen entgegen. Es gehe schlichtweg darum herauszufinden, wie gefährlich tatsächlich Belastungen am Arbeitsplatz sind, wenn elektromagnetische Felder eine Rolle spielten. „Wir wissen bisher nur, dass in epidemiologischen Studien Zusammenhänge zwischen Krebserkrankungen bei Kindern und dem Wohnen in der Nähe von Hochspannungsleitungen festgestellt wurden, dass es einen Zusammenhang zwischen der Arbeit in elektrischen Berufen und Krebs geben soll und eine Verbindung zwischen der Alzheimererkrankung und dem Auftreten von Magnetfeldern. Bei alledem handelt es sich aber um keine Langzeitstudien“, erklärt Biermann. Holger Timmer nannte es in dem Zusammenhang auffallend, dass einige Arbeitgeber erst über die betriebswirtschaftliche Kostenargumentation dazu gebracht werden könnten, etwas für ihre Arbeitnehmer zu tun und nicht von vornherein den Menschen im Vordergrund sehen.
„Die Arbeitsplätze sind in vielen Fällen tatsächlich
unmenschlich, denn ihre Bedingungen entsprechen nicht den natürlichen Bedürfnissen des Menschen. Also sollte wenigstens etwas zum Schutz unternommen werden“, sagte Fricke mit Blick auf die Tatsache,
dass der Mensch nicht für den regelmäßigen Aufenthalt in der Nähe elektromagnetischer Felder geschaffen sei.
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| Quelle: Kreis-Anzeiger vom 5. 4. 2002 | |
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