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Elektrosmog in Autos

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 E-Smog: Volvo überstrahlt alle   



Gleich drei Volvo-Modelle weisen elektromagnetische Felder auf, die 80 mal stärker sind als in schwedischen Gesundheits-Richtlinien vorgesehen. Dies geht aus einem jetzt veröffentlichten Test des schwedischen Auto-Magazins "Vi bilägare" hervor. 

Nur die BMW 5er-Reihe wies ähnlich hohe Werte auf


Demnach kommen die Modelle S60 (15 Mikrotesla), V70 (18 Mikrotesla) und S80 (12 Mikrotesla) auf deutlich überhöhte Werte. Zum Vergleich: Der Saab 9-3 erreichte 1,3, der Ford Mondeo 0,5 Mikrotesla. Lediglich die BMW 5er-Reihe erreicht ähnlich hohe Werte wie die Volvo-Modelle. In Mikrotesla wird die Stärke eines elektromagnetischen Feldes gemessen, in einer durchschnittlichen Wohnung gilt ein Wert von 0,1 als normal. In Büros werden unter anderem aufgrund von Computerabstrahlungen ungefähr 0,2 Mikrotesla gemessen. Höhere Werte gelten in Schweden bereits als gesundheitsgefährdend.


Volvo spart an Erdungskabel


Bei der Studie erreichte Volvo die schlechtesten Werte aller getesteten 14 Fahrzeuge. Geprüft wurden dabei die elektromagnetischen Felder in allen Bereichen rund um die Wagensitze, die höchste Belastung trat dabei im Bereich des linken Fahrer-Fußes und auf den Rücksitzen auf. Dies könnte daran liegen, dass bei Volvo die Batterien wegen der besseren Gewichtsverteilung im Kofferraum installiert sind und deren Energie nur mit einem Kabel zum Motorraum weitergeleitet wird. Bei BMW und Mercedes gebe es, so die Zeitung "Aftonbladet", zwei Kabel, ein stromführendes und eines zur Erdung. Der schwedische Magnetfeldexperte Bengt Skyman erklärte gegenüber der Zeitung, dass Volvo "mit nur einem Kabel sicher ein paar Kronen bei der Produktion einspart".

Volvo erklärte gegenüber "Vi bilägare", dass die gemessenen Werte deutlich unterhalb der geltenden EU-Richtlinien lägen. Zudem gebe es keinerlei wissenschaftliche Beweise, dass elektromagnetische Felder, wie im Volksmund immer wieder behauptet, tatsächlich schwere Krankheiten wie Krebs verursachten.

E-Felder können Krebs verursachen


Allerdings macht sich der schwedische Automobilhersteller schon Gedanken über die Auswirkungen der Studie, die im hohen Norden neben der Winterolympiade gegenwärtig die Titelseiten der Zeitungen beherrscht. Denn tatsächlich ergaben einige Studien, dass elektromagnetische Felder bei schwangeren Frauen Fehlgeburten verursachen könnten, zudem konnte ein Zusammenhang mit Leukämie-Erkrankungen nicht augeschlossen werden. 


Volvo will nicht nachrüsten


Trotz aller Kritik will Volvo keine Konsequenzen wegen der angeblichen Gefahren elektromagnetischer Strahlung in mehreren Modellen ziehen. Wie Unternehmenssprecher Bo Larsson am Freitag (15.2.) in Göteborg mitteilte, will Volvo weder eine Rückrufaktion starten noch eventuelle Umbaukosten tragen. Der zusätzlichen Einbau eines Erdungskabels zwischen Batterie und Motor, durch den die Werte erheblich sinken würden, würde nach schwedischen Zeitungsberichten umgerechnet etwa 650 Euro je Fahrzeug kosten. 


15.02. 11:37 Elke Wittich 


Quelle:  http://www.auto.t-online.de/AU/DE/de/homepage3.jhtml
  

 

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 Elektrosmog in Volvo-Autos 


Der schwedische Arbeitsmediziner Kjell Hansson Mild von der Universität Umeå hat dem Unternehmen Volvo vorgeworfen, die Insassen der Modelle V70, S60 und S80 seit Jahren wissentlich hohen elektromagnetischen Strahlungswerten auszusetzen. 

Er berief sich dabei auf eine gemeinsame Untersuchung von Volvo und der Universität Chalmer aus dem Jahr 1997, wonach ein Kabel von der im Kofferraum hinten platzierten Batterie zum vorn eingebauten Motor sieben Mal so viel Strahlung für Insassen erzeugt wie Batterien, die direkt am Motor sitzen.


Hier ist der Artikel im Manager-Magazin vom 15. 2. 2002 >>>



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 Strahlenrisiko im Auto - Hersteller wiegelt ab 

Volvo übernimmt die Kosten für die Umrüstung nicht

Der Mann ist ein Phantast", wettert Michael Kohn. "Wer so etwas sagt, hat keine Ahnung", kritisiert der Sachverständige für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) den Pressesprecher von Volvo Car Deutschland. Der behauptet: "Ein Staubsauger strahlt mit 6000 Mikrotesla und ein Föhn mit 3000."

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Einen Spitzenwert von 18 Mikrotesla ergaben Messungen beim Volvo V 70 im Fußbereich des Fahrers. Zum Vergleich: der Saab 9-3 kam dort nur auf 0,7 Mikrotesla, der Ford Mondeo auf 0,4. Normalerweise treten im Auto hauptsächlich Gleichspannung auf. Gemessen wurden aber niederfrequente Wechselspannungen. Die können zum Beispiel vom Schiebedach herrühren, vom Stellmotor des Sitzes oder vom Motor eines Scheibenwischers, erklärt der Volvo-Sprecher. Die Messergebnisse aber bewertet Volvo als unbedenklich.

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Für Aufregung hatte Professor Kjeil Hansson Mild vom schwedischen Institut für Arbeitsmedizin gesorgt. "Besonders Taxifahrer und andere, die täglich stundenlang das Auto beruflich nutzen, könnten ein höheres Risiko haben, an Krebs zu erkranken oder ein Herzleiden zu bekommen", sagt Mild gegenüber der Frankfurter Rundschau.

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Das Institut für medizinische Statistik und Dokumentation der Universität Mainz fand 2001, dass Kinder ein höheres Risiko hatten, an Blutkrebs zu erkranken, wenn sie in Räumen schliefen, in denen das Magnetfeld stärker als 0,2 Mikrotesla war. Mitautor Joachim Schüz weist daraufhin, dass Studien Gesundheitsschäden nur bei einer kontinuierlichen Belastung des Körpers mit geringen Magnetfeldstärken für möglich halten.

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(Ein sehr interessanter und langer Bericht!)

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 27. 2. 2002

http://www.fr-aktuell.de/fr/262/t262001.htm 

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 Teurer Stillstand - Elektrosmog 

WDR Service-Zeit,  Sendung vom 31. Oktober 2000
Von Susanne Härpfer


Autos, die bei voller Fahrt stehen bleiben, Autos, die mitten auf der Kreuzung liegen bleiben - der Horror eines jeden Autofahrers. Schuld kann eine elektromagnetische Unverträglichkeit sein. Das meint zumindest der Sachverständige Peter Michael Kohn. Er kümmert sich seit 20 Jahren um das Phänomen.

„Es kann gefährlich werden, wenn die Bordelektronik ins Motormanagement eingreift“, so der Experte. Schuld können Elemente sein, die erst nachträglich eingebaut werden, wie Lautsprecherboxen. Was sich so harmlos anhört, kann ernste Folgen haben. Jedes elektronische Gerät sendet Strahlung aus, die andere Geräte stören kann. Oder es kann selbst gestört werden. Bekannt ist das Phänomen beim Flugzeug. Damit ein Handy nicht die Bordelektronik stört, muss es im Flieger ausgeschaltet werden. Ein Absturz durch elektromagnetische Unverträglichkeit soll so verhindert werden.

Geräte oder ihre Einzelteile auf ihre Verträglichkeit (EMV) zu testen - das ist teuer. Eine Prüfhalle für Autos allein kostet über 10 Millionen Mark. Doch dann kommen noch die Kosten hinzu, um die Erkenntnisse auch umzusetzen. Störsichere Kabel gibt es. Ein Stück kostet nur einige Pfennige. Doch in einem Auto sind bis zu drei Kilometer Kabel und Leitungen, 60 Mikroprozessoren, unzählige kleine Motoren und Sender verbaut. Und damit würden sich die Ausgaben summieren. Deshalb greifen die Autohersteller schon mal zu den billigen Lösungen, weiß Gutachter Peter Michael Kohn.

Ein Beispiel sind Fernbedienung und Wegfahrsperre. Bei manchen Autos sind Fernbedienung und Wegfahrsperre verkoppelt. Und das kann bei elektromagnetischer Unverträglichkeit ein Auto lahm legen. Fernbedienung und Wegfahrsperre senden auf der Frequenz 433 Megahertz. Diese Frequenz ist öffentlich und kostenlos. Deshalb tummeln sich auf dieser Frequenz besonders viele Geräte. Die Gefahr einer Störung ist also besonders groß. „Unverantwortlich“, findet Peter Michael Kohn. 

Er hält es für einen Produktmangel, der seiner Meinung nach berechtigen würde, das Fahrzeug zurückzugeben. Aber in Deutschland sei man leider noch nicht so weit wie in Amerika. Autohersteller sollten auf jeden Fall Fernbedienung und Wegfahrsperre von einander trennen. Außerdem könnten sie einen eigenen Frequenzbereich erwerben. Einige Hersteller haben die günstigere Möglichkeit gewählt. Sie haben den elektronischen Schlüssel so kodiert, dass er nicht auf andere Quellen reagiert.

Anderenfalls kann passieren, was vor Apotheken in ganz Deutschland geschah. Wann immer Apotheker einen Inventurscanner einsetzten, also Ware als verkauft elektronisch registrierten, kamen ihre Kunden nicht mehr weg. Ihre Autos ließen sich nicht öffnen beziehungsweise auch nicht starten. Einige Hundert Meter von der Apotheke entfernt, war der Bann wie von Geisterhand gebrochen, die Autos funktionierten wieder einwandfrei.

Was sich so kurios anhört, hat eine ungeheure Dimension. Der Kunde hat im Zweifel nur das Geld für den Pannendienst gezahlt. Ärgerlich genug. Doch die Firma, die den praktischen Inventurscanner entwickelte, musste teures Lehrgeld bezahlen. Ihr Gerät sendete erlaubter weise auf der öffentlichen Frequenz 433 Megahertz, eben auf der gleichen wie die Wegfahrsperre. 

Ihr Gerät sendete stärker, es drückte quasi die Wellen der Wegfahrsperre an die Wand, überlagerte einfach das Signal und schaltete es somit aus. Freiwillig änderten sie ihr Gerät, damit das Phänomen nicht mehr auftreten kann. So konnten sie die Arbeitsplätze in ihrer Firma erhalten, doch das Lehrgeld war hoch: eine halbe Million Mark.

Und dies ist nur ein Beispiel. Immer mehr Elektronik ist im Einsatz. Immer mehr Geräte können sich gegenseitig stören: CD-Player und die Satellitennavigationsanlage zum Beispiel. Autohersteller wie Audi, die erst dieses Jahr eine neue EMV-Prüfhalle eingeweiht haben, geben zu: „Die Prüfung von elektromagnetischer Verträglichkeit kommt immer mehr unter Druck, insofern, als in immer kürzeren Zeitabständen ein Produkt, eine Komponente, ein ganzes Fahrzeug geprüft werden muss.“ 

Und manchmal machen die Autohersteller ihre Hausaufgaben nicht, so der Eindruck von Peter Michael Kohn. Dann bleiben mal wieder Autos liegen. Der Schweizer Automobilclub TCS fordert die Autoindustrie auf, mehr zu tun, ihre Fahrzeuge und deren Einzelteile besser abzuschirmen. „Besonders, wenn die neuen Bremssysteme eingeführt werden, kann elektromagnetische Unverträglichkeit lebensgefährlich werden.


Tipps des Schweizer Automobilclubs TCS:

  • Oftmals reicht es, das Auto einige Meter von der Störquelle wegzuschleppen oder zu schieben.
  • Gehen Sie mit dem Handsender (Schlüssel) so nah wie möglich an die Antenne der Funkanlage des Autos. Wenn Sie nicht wissen, wo diese sich befindet, gehen Sie so nah wie möglich um das Auto herum, damit der Sender ansprechen kann.
  • Wenn Fernbedienung und Wegfahrsperre miteinander verkoppelt sind, schließen Sie manuell auf und betätigen Sie drinnen die Fernbedienung. Diese wird so zur „Nahbedienung“, das Auto lässt sich wieder starten.


Bei anderen Problemen mit elektromagnetischer Unverträglichkeit gilt: Der Schweizer Automobilclub TCS geht jedem einzelnen Fall von elektromagnetischer Unverträglichkeit nach und wertet diesen aus. 

Bislang ist der TCS damit dem ADAC und anderen deutschen Automobilclubs weit voraus. Denen ist zwar generell das Phänomen bekannt, aber sie listen Vorkommnisse durch elektromagnetische Unverträglichkeit nicht gesondert auf, registrieren ihn noch nicht einmal.

Wer selbst betroffen ist und wegen seines Falls mit dem TCS Kontakt aufnehmen möchte, kann dies tun unter:

  • Touring Club Schweiz (TCS)
    „EMV“
    Postfach
    6032 Emmen
    Schweiz
    Internet: www.tcs.ch
    (Je nach Aufwand wird der TCS eine Schutzgebühr erheben.)


In Deutschland beschäftigt sich auch die DEKRA mit elektromagnetischer Unverträglichkeit:


Oftmals ergeben erst Messungen, was eine mögliche Störquelle sein kann. Ein Unternehmen, das der TÜV Hannover empfiehlt, ist die

  • EMV Services GmbH
    Dr. Ernst Sauer
    Harburger Schloßstr. 6-12
    21079 Hamburg
    Tel. (0 40) 7 66 29-34 22
    Fax (0 40) 7 66 29-506
    Internet: www.emv-services.de
    E-Mail: emv@maz-hh.de

Dieser Text gibt den Inhalt des Beitrags der ServiceZeit Verkehr vom 31. Oktober 2000 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

 

Quelle: http://www.wdr.de/tv/service/verkehr/archiv/001031_6.html

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 Elektro-Smog kein Sicherheitsrisiko im Auto 
 
Im Cockpit sorgt die Strahlung leicht für ein Fiasko. Schon ein Handy- kann die empfindliche Bordelektronik durcheinander bringen. Autofahrer können diese Gefahr weitgehend ignorieren. 

Die Funktion sicherheitsrelevanter Teile im Auto wie die Elektronik von Airbags und ABS wird durch Handys oder ihre Sendemasten nicht beeinflusst, stellte der ADAC in einer mehrmonatigen Untersuchung fest. Bei knapp einer Million Pannen im Zeitraum zwischen November 2000 und April 2001 bestand nur in 54 Fällen der Verdacht auf Ursache durch Elektrosmog. 

In etwa der Hälfte dieser Fällen war der Verdacht dann auch begründet. Das heißt: Unter mehr als 40.000 Pannen ist ein Fall, in dem Elektrosmog eine Rolle spielt. Und dann ist laut ADAC immer noch nicht die Sicherheit berührt. 

Allerdings spielt in strahlungsintensivem Umfeld schon mal die Wegfahrsperre verrückt oder auch die Zentralverriegelung, die per Funk bedient wird. Der ADAC rät in diesem Fall, den Wagen aus dem Störfeld zu schleppen - oft reichten dabei schon wenige Meter, meinen die Experten.

Quelle: http://www.autocert.de/AutoportalSite/content/aktuell/marke/23082001.asp
 

 

  

 Elektrosmog kann den Bordcomputer lähmen 

Unter dem Titel "Elektromagnetische Verträglichkeit in der Kraftfahrzeugtechnik" stand ein zweitägiger Erfahrungsaustausch von Fachleuten, der heute zu Ende ging. Behandelt wurden Fragen der Fahrzeugsicherheit und der Abschirmung von elektronischen Bauteilen gegen elektromagnetische Felder.

Quelle:  

Bild der Wissenschaft

 

  >     Cars 

Modern cars are filled with electric equipment. This is above all true of late model cars. The electric systems used in cars are direct current systems. The direct voltage in cars is affected by strong disturbances from accumulated alternate voltage, mainly generating from the generator and the ignition system.

Persons who are hypersensitive to electricity usually experience great differences between different car models. Older models are often to be preferred. Diesels do not employ an ignition system, but there may be an electric injection pump, which can cause disturbances. There are no certain answers - you will have to find out for yourself which cars will give you the least problems.

As far as it is possible, you should avoid using the fan or windscreen wiper. Electronic equipment, such as car stereos and car phones, will usually generate strong electromagnetic fields. It is possible to disconnect the heating conduits for the rear window and for the seats (switch is underneath the seat).

 

Quelle:  http://www.feb.se/FEB/feb_techman.html


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 Wie stark strahlt Ihr Auto? 


Grosse Unterschiede bei den gemessenen Magnetfeldern in Fahrzeugen

Im Citroën Berlingo gibts nur einen Sechstel so viel Elektrosmog wie im VW Lupo. Das freut Astrid Bühlmann aus Kaufdorf BE: Seit sie mit einem Berlingo herumkurvt, sind ihre Schmerzen weg. 

Monatelang plagte Astrid Bühlmann ein dumpfer Schmerz im Bein - immer dann, wenn sie sich hinters Steuer ihres Autos geklemmt hatte. "Selber schuld, ich sitze wohl zu krumm", dachte Bühlmann und setzte sich aufrechter hin, machte Gymnastik während des Fahrens, zog andere Schuhe an. 

Alles nützte nichts. Der Schmerz vom linken Knie abwärts wollte nicht vergehen. Auch ein Bewegungs-Therapeut konnte nicht helfen, stelle aber fest, dass Astrid Bühlmann elektrosensibel ist.

Dass ihre Beschwerden mit dem Elektrosmog in ihrem neuen Toyota Avensis 1999 zu tun haben könnten - darauf kam Bühlmann jedoch nicht. So vermass sie Haus und Umgebung, ohne auf nennenswerte magnetische Felder zu stossen. Erst, als sie das ausgeliehene Messgerät zurückbringen wollte und es gedankenverloren im Auto nochmals einschaltete, stiess sie darauf: "Das Magnetfeld war so stark, dass das Gerät gar nicht mehr messen konnte."

Mit Messgerät und Block von Garage zu Garage

Astrid Bühlmann fährt täglich bis vier Stunden Auto und ihr war klar: Ein weniger belastetes Auto musste her. So machte sie sich mit Messgerät und Block auf die Suche und war gefasst, als Spinnerin abgetan zu werden. Doch das Gegenteil traf ein: "Ein Garagist testete eigenhändig alle Autos und kam zum Schluss, er könne mir keines anbieten. Ein anderer bat mich sogar, seinen Arbeitsplatz zu vermessen."

Nach zwölf Garagen wählte sie schliesslich den strahlungsärmsten Citroën Berlingo Diesel 1997 mit 97'000 Kilometern. Seit November fährt Bühlmann nun dieses Auto - und bis heute tauchten die Schmerzen nie mehr auf. "Zudem fahre ich weniger nervös. Vorher war ich immer auf der Überholspur."

Der K-Tipp liess Josef Peter nachmessen. Der diplomierte Elektro-Installateur prüfte bei Standgas die Magnetfelder im Fuss- und Sitzbereich der Lenkerin. Resultat: Der Citroën Diesel gibt tatsächlich nur ein Drittel so viel Elektrosmog ab wie der Toyota 1999 mit Benzinmotor. T

oyota-Vizedirektor Eduard Tschanz schliesst einen Zusammenhang zwischen Bühlmanns Beschwerden und ihrem Toyota nicht aus. "Denn ähnlich wie bei Allergien können Menschen unterschiedlich stark auf magnetische Felder reagieren." Allerdings höre er zum ersten Mal von Problemen wegen Elektrosmog in einem Toyota und sagt: "Das ist kein markenspezifisches Problem."

Bei einer Stichprobe fand der K-Tipp Autos, die noch stärkere Magnetfelder aufweisen als der Toyota 1999. Am meisten belastet ist der neue VW Lupo Diesel mit 1679 Nanotesla. Warum das so ist, konnte VW bis Redaktionsschluss nicht erklären. Mirjana Moser, Physikerin im Bundesamt für Gesundheit, vergleicht diesen Wert mit dem Magnetfeld einer Kochplatte - eine der stärksten Belastungen im Haushalt. "In der Summe der täglichen Belastungen kann dieser Beitrag durchaus ins Gewicht fallen", sagt Moser.

Der getestete BMW hingegen, ein vierjähriger Benziner, kommt nur auf 342 Nanotesla. Hat das Ergebnis damit zu tun, dass in älteren Autos weniger Elektronik steckt? BMW-Sprecher Philipp Odermatt widerspricht: "Beim neuen Modell wurde die Elektronik optimiert." BMW platziere Teile mit grossen Strömen möglichst weit weg von der Fahrgastzelle. So befinde sich das Steuerungsgerät in einer abgeschirmten Box im Motorenraum.

Den besten Wert aber erzielte Bühlmanns heutiger Citroën Diesel: 248 Nanotesla entsprechen in etwa dem Feld eines strahlungsarmen Computers mit Gütesiegel der schwedischen Gewerkschaft TCO. Die Grenze liegt bei 200 Nanotesla und hat sich auf dem Computer-Markt etabliert. Für Autos aber fehlt eine solche Norm, ebenso gesetzliche Grenzwerte.

Elektronik erhöht Komfort - aber auch die Strahlung

Bei Fachleuten gelten Diesel tatsächlich als weniger belastet, da sie ohne Zündanlage auskommen. Doch ausgerechnet ein moderner Diesel hat in der Stichprobe das stärkste Magnetfeld. Das überrascht Karl Meier nicht. "Der Trend läuft auch bei Diesel zu mehr Elektronik", sagt der Dozent an der Hochschule für Technik in Biel. Erstens soll der Abgaswert verbessert, zweitens der Energieverbrauch gedrosselt werden. Drittens wolle der Fahrer möglichst viel Komfort. "Das kann man nur mit mehr Elektronik erreichen." 

Und je mehr Elektronik die Hersteller in ein Auto packen, desto mehr Felder treten auf. Diese können Lenker und Beifahrer belasten, weil der Fussbereich in den Motorenraum hineinreicht. Deshalb müssten Autobauer die Elektronik abschirmen und möglichst weit weg vom Fahrer platzieren. "Mir bleibt als nicht anderes übrig, als beim nächsten Autokauf wieder mein Gerät zu zücken und auf verständnisvolle Verkäufer zu hoffen", sagt Astrid Bühlmann.

Quelle:   http://www.ibes.ch/Pressetexte.htm

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