home > Forschung > historisches
Historische Experimente

 

 Erforschung von Gesundheitsgefährdungen durch Mikrowellen 


(S.50f) Die Schwere der möglichen Auswirkungen von Radiofrequenzenergie auf lebende Tiere hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer ist die Größe des Tieres: Damit eine deutliche Wirkung eintritt, muß das Tier oder ein Körperteil des Tieres mindestens eine Größe von einem Zehntel der Wellenlänge haben. (...)

Bei Frequenzen unterhalb von 1,5 MHz hört der menschliche Körper auf, eine bedeutende Länge im Vergleich zur Wellenlänge zu haben. (...)

Unterhalb 1000 MHz wird der größte Teil der auf den menschlichen Körper gestrahlten Energie tief innerhalb des Körpers in Wärme umgewandelt (Bei 300 MHz beispielsweise würde die meiste Wärme drei oder vier Zoll innerhalb des Körpers entstehen). Oberhalb von 3000 MHz wird vor allem die Oberfläche erwärmt. Gefährliche Temperaturanstiege sind deshalb bei niedrigeren Frequenzen als 1000 MHz wahrscheinlicher. (...)

(S.52) Weil der Körper und seine Teile leitend sind kommt es bei kritischen Frequenzen zu Resonanzen so dass sich stehende Wellen bilden. Einige der von Forschern in den Hohlräumen des Körpers und im Knochenmark entdeckten Auswirkungen scheinen durch verstärkte Erwärmung, die durch Resonanz entstehen könnte, hervorgerufen zu werden.

In mehr als einem Fall wurden innere Verletzungen durch Mikrowellenstrahlung zweifellos durch Reflektionen an den Fett-Muskel oder Muskel-Knochen Übergängen hervorgerufen, die stehende Wellen in ihrer Nähe verursachten.

Eine Reihe von Versuchen mit kleinen Tieren haben teilweisen oder vollständigen Verlust der Kontrolle der Bewegungssteuerung bei vergleichsweise geringer Bestrahlungsstärke hervorgerufen. Sofort nach dem Ende der Bestrahlung ließ die Wirkung nach.

Diese Wirkung könnte eine Folge von Resonanz innerhalb des Schädelhohlraumes oder entlang des Rückenmarkes sein, wodurch dort ein Feld entstehen könnte dass stark genug ist um mit den normalen Signalen der Nerven der Bewegungssteuerung zu konkurrieren und diese auszulöschen. Das Übertragungssystem der Nerven könnte dadurch zeitweilig ausgeschaltet werden.          

Researching Microwaves Health Hazards,
Frank Leary.

In: Electronics, Februar 1959, S. 49-53

 

^ top  

 

 

 

 Die Wirkung von modulierten Hochfrequenzfeldern auf bestimmte Gehirnwellen bei Katzen 


Einleitung

Das Elektroenzephalogramm zeigt die an der Kopfhaut gemessene Spannung, die durch die elektrische Aktivität des Gehirns verursacht wird. Diese elektrische Aktivität findet in Wellen statt, die je nach Wachzustand des Gehirns unterschiedliche Frequenzen haben.

Delta Wellen ( 0,5 Hz - 3,5 Hz ) zeigen die niedrigste Frequenz und sind charakteristisch für     den traumlosen Schlafzustand.

Theta Wellen ( 3,5 Hz - 7 Hz ) sind während schöpferischer Stimmungslage und in der Zeit kurz vor dem Einschlafen wahrnehmbar.

Alpha Wellen ( 7 Hz - !3 Hz ) zeigen sich im entspannten Ruhezustand bzw. bei fehlender Aufmerksamkeit und Konzentration.

Beta Wellen ( 13 Hz - 25 Hz ) zeigen die höchste messbare Frequenz und stehen meist im Zusammenhang mit konzentrierter Aufmerksamkeit, wie z. B. beim Lesen oder beim Lösen einer Rechenaufgabe.

Wie man sieht, zeigt also das Elektroenzephalogramm über die Frequenz der Gehirnwellen den Wachheitszustand des Gehirns an. Es drängt sich eine interessante Analogie zu der Computertechnik auf. Je höher die Taktfrequenz eines Rechners ist, desto leistungsfähiger und schneller ist er.

Bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert wurde in der Zeitschrift Brain Research veröffentlicht, wie man mit Hilfe von entsprechend modulierten elektromagnetischen Wellen selbst bei einer Frequenz von nur 147 MHz die weit unterhalb der für den Kopf einer Katze optimalen Frequenz liegt, die Gehirnaktivität und damit den Wachzustand von Katzen beeinflussen kann. 

Bei einer Frequenz im Bereich um 1,2 Ghz wäre das Ergebnis wohl noch deutlicher ausgefallen, denn in diesem Frequenzbereich nimmt der Körper einen viel größeren Teil der Energie auf, mit der er bestrahlt wird. 

Außerdem läge dieser Frequenzbereich im Bereich der Resonanz, das heißt, der Kopf einer Katze würde wie eine abgestimmte Antenne  wirken, was eine weitere Steigerung der Wirkung hervorrufen würde. Der entsprechende Frequenzbereich des menschlichen Kopfes liegt bei vielleicht 400 MHz, da der menschliche Kopf ja größer ist als der einer Katze. 

Der Frequenzbereich von 147 MHz wurde wohl gewählt, weil es sich dabei um eine Frequenz für Funkamateure handelt, für die es also käufliche Sender gibt und bei der keine Störungen des normalen Funkverkehrs zu erwarten ist.

 

 

(S.366f)

Bei der Durchsicht der erhältlichen Literatur erscheint es, daß die Pulswiederholrate ( oder die Frequenz der Modulation der Trägerwelle ) von Hochfrequenzstrahlung ein sehr wichtiger Parameter des elektromagnetischen Feldes ist wenn man die Wirkung auf das Verhalten und auf das zentrale Nervensystem betrachtet. Die Resultate von Gavalas´ Experiment zeigten sich am stärksten nach einigen Stunden Einwirkung. 

Um die Zeit bis zum sicheren Eintreten einer meßbaren Veränderung zu verkürzen, entschieden wir uns VHF Felder niedriger Intensität zu verwenden ( 147 MHz, Intensität weniger als 1 mW / Quadratzentimeter ) die über einen weiten Bereich mit einer niedrigen Frequenz ( 0-30 Hz ) Amplitudenmoduliert wurden.      

 (S.373) ( Anmerkung: Katzen wurde nach einer Folge von Lichtblitzen durch elektrische Reizung Schmerz zugefügt. Sie erwarteten nun nach dem Erscheinen der Lichtblitze den Schmerz, was man an der Veränderung des EEGs erkennen konnte. Nach 10 Tagen wurde nur noch die Lichtblitze ohne elektrische Reizung verwendet. Die Zeit, die die Katzen brauchten, um nicht mehr auf die Lichtblitze mit der Erwartung des Schmerzes zu reagieren, ist das Maß für die Wirksamkeit der Bestrahlung bei der Verhinderung des Lernens.(...) 

Bei einer Bestrahlung mit einem mit 4,5 Hz Amplitudenmodulierten elektromagnetischen Feld von 147 MHz dauert es 23 Tage, an denen jeweils der Versuch wiederholt wurde, bis die Katze die antrainierte Reaktion ( das Erwarten des Schmerzes, erkennbar in der Veränderung des EEG ) verlernt hatte. Ohne Bestrahlung verlernte die Katze die antrainierte Reaktion innerhalb von 2 Tagen. )

Spektralanalysen ( des EEG ) zeigten subtile aber sehr interessante Veränderungen in den verstärkten Mustern bei den dem Feld ausgesetzten Katzen mit einer Konzentration in der Nähe der Modulationsfrequenz. (...) Ohne den Konditionierungsversuch wurden keine Veränderungen in dem aufgezeichneten EEG festgestellt, die alleine durch das elektromagnetische Feld verursacht wurden. ( Anmerkung des Übersetzers: Jedenfalls nicht bei einer Frequenz von 147 MHz und nur 1 mW/cm2 ) (...)

Ein amplitudenmoduliertes 147 MHz elektromagnetisches Feld könnte alleine durch seine Existenz außerhalb der Zellen die Rolle eines oder mehrerer Wellengeneratoren übernehmen und dadurch zu der gesamten elektrischen Aktivität, die von der Spitze einer Elektrode aufgenommen wird, beitragen. Neu hervorgerufene elektrische Aktivitäten wurden noch in keiner Struktur des Hirns, die darauf hin untersucht wurde, gefunden. Aber vorher existierende Rhythmen wurden, wiederholt und ausschließlich, durch die Einwirkung von mit der dominanten Frequenz des vorübergehenden Rhythmus amplitudenmodulierten elektromagnetischen Feldern verstärkt. (...) 

Es ist möglich, daß die Stärke des Feldes zu gering ist um die dominierende Komponente zu werden, aber daß sie groß genug ist um zu einem bereits existierenden Energieband ( Anmerkung: bei einer bestimmten Frequenz des EEG ) beizutragen. (...)

Quelle:

Effects of modulated very high frequency fields on specific brain rhythms in cats
S.M. Bawin, R.J. Gavalas-Medici, W.R. Adey

In: Brain Research 58, 365-384 ( 1973 )

 

 

[ home ]  [ Fenster verkleinern ]   [ Diese Seite drucken ]   [ Fenster schliessen ]