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Mobilfunk: Expositionen, Risiken, Vorsorge |
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Das Ecolog-Institut (www.ecolog-instutut.de) hat aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Mobilfunk auf seiner Internetseite zusammengefasst und dokumentiert: Mobilfunk: Expositionen, Risiken, Vorsorge H.-Peter Neitzke November 2001 (Stand: 02. Januar 2002) Einige Auszüge: [...] "Das ECOLOG-Institut hat im Rahmen mehrerer Gutachten den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder ausgewertet. Dabei wurden nur wissenschaftliche Arbeiten berücksichtigt, die in begutachteten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden und die bestimmte wissenschaftliche Mindeststandards hinsichtlich der angewandten Methodik und der Dokumentation erfüllen." [...] Es gibt einige Anhaltspunkte aus experimentellen Untersuchungen, die Erklärungen für die in epidemiologischen Studien aufgezeigten Risiken bieten. Die folgenden Effekte wurden alle bei Versuchsbedingungen festgestellt, bei denen ein thermischer Effekt ausgeschlossen werden kann. In Experimenten an verschiedenen Tieren und am Menschen wurden Auswirkungen niederfrequent modulierter Hochfrequenzfelder auf das Nervensystem nachgewiesen, diese reichen von Einflüssen auf die Wirksamkeit bestimmter Neurotransmitter (Tier) über Veränderungen der Gehirnpotentiale (EEG, Mensch und Tier) und Beeinflussungen kognitiver Funktionen (Mensch und Tier) bis zu Beeinflussungen des Lernvermögens und des Verhaltens (Tier). Die vorliegenden Ergebnisse sind als konsistente Hinweise auf Einflüsse hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf das Zentrale Nervensystem zu werten. Eine Vergrößerung der Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Fremdstoffe unter dem Einfluss hochfrequenter Felder wurde in mehreren Tier-Experimenten beobachtet. In Untersuchungen an Probanden wurde eine erhöhte Ausschüttung bestimmter Stresshormone unter der Einwirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder festgestellt. Ähnliche Ergebnisse liegen auch aus Experimenten an Ratten vor. In letzteren Untersuchungen ergaben sich auch Hinweise auf Beeinträchtigungen des Immunsystem. Diese Ergebnisse sind insgesamt als konsistente Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Hormonsystems zu werten. Die Ergebnisse von epidemiologische Untersuchungen an beruflich exponierten Männern und von experimentellen Untersuchungen an Tieren ergaben Hinweise, dass hochfrequente Felder nicht erst bei thermisch wirksamen Intensitäten zu einer Abnahme der Fertilität führen können. In Untersuchungen an Zellkulturen wurden Veränderungen am Erbgut, wie Einzel- und Doppelstrangbrüche sowie Schäden an den Chromosomen (Chromosomen-Aberrationen, Auftreten von Mikrokernen), festgestellt. Hierbei kann es sich um Folgen der direkten Einwirkung der Felder auf der molekularen Ebene handeln, es kann aber auch sein, dass die Schäden am Erbgut durch andere Noxen entstanden sind, und dass die hochfrequente Strahlung 'nur' zu einer Hemmung der natürlichen zelleigenen Reparaturmechanismen führt. Die vorliegenden Untersuchungen werden in ihrer Gesamtheit als konsistente Hinweise auf Veränderungen des Erbmaterials unter der Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder unterhalb der Schwellen für makro-thermische Effekte gewertet. Ebenfalls in in vitro-Experimenten wurden Einflüsse niederfrequent gepulster Felder auf die Zellkommunikation, insbesondere auf den Calcium-Efflux, beobachtet, wie sie auch bei niederfrequenten Magnetfeldern auftreten. Die vorliegenden Befunde, wie auch die Ergebnisse von Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Gen-Expression, die Gen-Transkription und die Gen-Translation stellen konsistente Hinweise auf entsprechende Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder dar. Starke Hinweise auf eine fördernde Wirkung solcher Felder auf die Zell-Proliferation und Beeinflussungen der Zell-Transformation liegen aus verschiedenen in vitro-Untersuchungen vor. Die Aktivität des Enzyms Ornithindecarboxylase, das die Geschwindigkeit der Biosynthese von Polyaminen und damit des Zellwachstums bestimmt, kann einigen Experimenten zufolge nicht nur durch bekannte chemische Tumorpromotoren gesteigert werden. Es wurde gezeigt, dass diese Wirkung auch durch niederfrequent amplitudenmodulierte Hochfrequenzfelder hervorgerufen werden kann.
Die Zahl der epidemiologischen Untersuchungen, die im Hochfrequenzbereich durchgeführt wurden, ist gering. Da sehr unterschiedliche Expositionssituationen mit verschiedenen Trägerfrequenzen und Modulationsarten untersucht wurden, ist eine unmittelbare Vergleichbarkeit der Studien nicht gegeben. Dennoch sind die Ergebnisse insgesamt als ernstzunehmende Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko (insbesondere Leukämie und Gehirntumoren) als Folge hochfrequenter elektromagnetischer Expositionen zu werten. Eine verlässliche Aussage über das Gesundheitsrisiko von Mobilfunk-Nutzern lässt sich derzeit noch nicht machen, allerdings deuten die ersten Untersuchungen auf einen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Handys und der Ausbildung von Gehirntumoren. Auf der experimentellen Seite gibt es etliche Untersuchungen, bei denen Effekte auf der zellulären Ebene oder patho-physiologische Wirkungen nachgewiesen wurden, die u.a. im Hinblick auf die Entstehung von Krebs bedeutsam sein könnten. Viele dieser Effekte wurden bereits für Intensitäten nachgewiesen, die deutlich unter der Schwelle für thermische Effekte und den derzeit geltenden Grenzwerten lagen."
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| Quelle: http://www.ecolog-institut.de/grenzwer.htm | |
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