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  Zusammenfasssung wichtiger Studien 

Beim Menschen sind nachteilige organische Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder, wie sie beim Mobilfunk verwendet werden, für Leistungsflussdichten von 0,2 W/m² nachgewiesen worden (z.B. schädigende Wirkungen auf das Immunsystem, die die Entstehung von Krankheiten begünstigen können).

Einige Ergebnisse von Studien, die den Wissenschaftlern des nova-Instituts wichtig erschienen, sind nachstehend aufgeführt:

> Augentumore

Eine epidemiologische Studie von Andreas Stang und Karl-Heinz Jöckel
von der Universität Essen sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen
der Entstehung von Augentumoren und der Benutzung von Handys
und Funkgeräten (3). 

Die Studie ergab ein 4-fach erhöhtes Risiko für Handy-Nutzer.



> Tumorförderung

Eine australische Forschergruppe um Michael Repacholi untersuchte die
tumorfördernde (im Gegensatz zu einer tumorauslösenden) Wirkung von
GSM-Mobiltelefonstrahlung auf Mäuse, bei denen auf gentechnische
Weise ein Tumor induziert worden war. Dies ist ein übliches Verfahren,
um mögliche tumorfördernde Effekte von Umwelteinflüssen zu testen.

Die Forschergruppe fand heraus, dass die der Mobilfunkstrahlung aus-
gesetzten Mäuse etwa doppelt so häufig Tumore entwickelten wie die
nicht bestrahlten (4).


> Blut-Hirn-Schranke

Verschiedene Forschergruppen beschäftigen sich mit der Veränderung
der Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke unter dem Einfluss von M
bilfunkstrahlung. Schon 1994 fanden Salford und Mitarbeiter im Tier
periment bei 915 MHz (gepulst und ungepulst) und SAR-Werten von
0,016 bis 5 W/kg eine signifikant erhöhte Durchlässigkeit für bestimmte Eiweißstoffe (5). 

Diese Erkenntnisse wurden in einer neueren Studie der Universität Münster in einem Zellkultur-Experiment bestätigt, bei der eine Strahlung von 1,8 GHz mit 217 Hz gepulst (E-Netz) verwendet wurde.

Obwohl die Bestrahlungsintensität mit ca. 0,3 W/kg im nichtthermischen Bereich deutlich unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte lag, zeigte sich eine nach zwei Tagen um 50 Prozent und nach 4 Tagen um nahezu 10 Prozent erhöhte Durchlässigkeit für Sucrose (6).


> Krebssterblichkeit

Eine polnische Studie fand bei Militärpersonal, das elektromagnetischer Strahlung im Bereich von 150 MHz bis 3,5 GHz bei Intensitäten von 0,1 bis 6 W/m² ausgesetzt war, eine signifikante Erhöhung der Krebssterblichkeit um das Doppelte. 

Die Studie untersuchte über einen Zeitraum von 15 Jahren die Krebshäufigkeit des polnischen Militärpersonals (ca. 128 000 Personen) im Alter von 20 bis 59 Jahren, von denen ca. 3 Prozent der oben beschriebenen Strahlung ausgesetzt waren (7).


> Hirnströme

Eine Schweizer Arbeitsgruppe untersuchte in einem Laborexperiment mit 16 gesunden Männern die EEG-Veränderungen unter dem Einfluss von GSM-Mobilfunkstrahlung von 1 W/kg. 

Hierbei zeigte sich, dass eine MF-Exposition während des Wachzustandes zu Veränderungen der Hirnströme führte, die einige Stunden später während des Schlafs gemessen wurden (8).


> Zusammenfassung


Die hier dargestellten Studien sind nur eine Auswahl einer Vielzahl von Untersuchungen, die seit den 70er Jahren zum Thema „Wirkungen hochfrequenter Felder auf biologische Systeme“ veröffentlicht wurden.

Sie stützen die Vermutung, dass es unterhalb der thermischen Schwellen
und der darauf basierenden gesetzlichen Grenzwerte Effekte hochfrequenter
elektromagnetische Strahlung auf biologische Systeme gibt
und entsprechende Vorsorge notwendig ist.

Empfehlungen der britischen Stuart-Kommission deuten in die gleiche Richtung. Es wird dort bestätigt, dass innerhalb bestehender Expositions-Richtlinien Mobilfunkstrahlung biologische Effekte ausübt, die in ihrer Stärke ausreichen, um das Verhalten zu beeinflussen (9). 

Auch die Bundesärztekammer warnt vor Mobilfunkstrahlung: „...Es gibt gewichtige Hinweise aus Tierversuchen, dass die Strahlen auch unterhalb der gültigen Grenzwerte schädigen können. Wir fordern das Bundesamt für Strahlenschutz auf, sich mit den seriösen wissenschaftlichen Ergebnissen auseinander zu setzen....“ (10).

(nova Juli 2001)

nova-Institut für Ökologie und Innovation
EMF-Abteilung
Goldenbergstr. 2

50354 Hürth, 

0221 / 9415977, EMF@nova-Institut.de

Literatur:

3 Stang, A., Anastassiou, G., Ahrens, W., Bromen, K., Bornfeld, N., Jöckel, K.-H.: The possible role of radio-frequency radiation in the development of uveal melanoma. 
Epidemiology 2001, Vol. 12, 7-12.

4 Repacholi, M.H., Basten, A., Gebski, V., Noonan, D., Finnie, J., Harris, A. W.: Lymphomas in Eµ-pim 1transgenic mice exposed topulsed 900 MHz electromagnetic fields:
Radiation Research 1997, Vol. 147, 637-640.

5 Salford, L.G., Brun, A., Sturesson, K., Eberhardt, J.L., Persson, B.R.R.: Permeability of the Blood-Brain Barrier Induced by 915 MHz Electromagnetic Radiation, Continuous Wave and Modulated at 8, 16, 50 and 200 Hz: 
Microscopy Research and Technique, 1994, Vol. 27, 535-542.

6 Schirmacher, A., Winters, S., Fischer S., Goeke, J., Galla, HJ., Kullnick, U., Ringelstein, EB., Stogbauer, F.: 
Electromagnetic fields (1,8 GHz) increase the permeability to sucrose of the blood-brain barrier in vitro: 
Bioelectromagnetics 2000, Vol. 21, 338-345.

7 Szmigielski, St.: 
Cancer morbidity in subjects occupationally exposed to high frequency
(radiofrequency and microwave) electromagnetic radiation: 
The Science of the Total Environment, 1996, Vol. 180, 9-17.

8 Borbély, A.A., Huber, R., Graf, T., Fuchs, B., Gallmann, E., Achermann, P.: Pulsed high-frequency electromagnetic field affects human sleep and sleep electroencephalogramm:
Neuroscience Letters, 1999, Vol. 275, 207-210.

Huber, R., Graf, T., Cote, K.A., Wittmann, L. Gallmann, E., Matter, D., Schuderer, J., Kuster, N. Borbely, A.A., Achermann, P.: 
Exposure to pulsed high-frequency electromagnetic field during waking affects human sleep EEG: 
Neuro Report, 2000, Vol. 11, 3321-3325

9 Independent Expert Group on Mobile Phones: 
Mobile Phones and Health. 2000:
http://www.iegmp.org.uk/iegmptxt.htm.

10 Eckel, H.: Deutsches Ärzteblatt, September 2000.


Quelle:  http://www.dmn.tzi.org/wlan/wlan-emvu-gutachten-bremen.pdf 
           Seite 26 - 28
  

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