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Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf Schlaf und Schlaf-EEG |
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Eine Studie der Universität Zürich, die zeigt, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen das Gehirn beeinflussen kann.
Zusammenfasssung: Neuroscience Letters, 275, 207-210 (1999) --------------------------------------------------------------- Es gab bisher keine eindeutigen Befunde, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen das Gehirn beeinflussen kann. Um diese Frage weiter abzuklären wurden in der Abteilung Psychopharmakologie und Schlafforschung des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich experimentelle Schlafuntersuchungen durchgeführt. 1. Studie: Exposition während des Schlafs In einer ersten Studie wurden Versuchspersonen nachts, d.h. während dem Schlafen, intermittierend (15 Min. ein / 15 Min. aus) elektromagnetischen Feldern bei Mobilfunkfrequenzen exponiert. Es wurden Feldstärken verwendet, welche in ihrer Wirkung dem halben Grenzwert für lokale Exposition entsprachen. Im Vergleich zu einer Kontrollnacht ohne Exposition wurden die folgenden Effekte beobachtet: 1. Die Hirnstromwellen (Schlaf-EEG) waren in einem bestimmten Frequenzbereich verändert. Diese EEG-Veränderungen traten rasch in Erscheinung und bildeten sich im Laufe der Nacht vollständig zurück. 2. Die Dauer der kurzen nächtlichen Wachepisoden nach dem Einschlafen war reduziert.
2. Studie: Exposition vor dem Schlaf Diese Befunde veranlassten uns, eine weitere Studie durchzuführen. Dabei wurden Versuchspersonen nun vor dem Schlafengehen während 30 Minuten elektromagnetischen Feldern bei Mobilfunkfrequenzen ausgesetzt. Das Schlaf-EEG war wiederum im gleichen Frequenzbereich verändert und bildete sich im Verlauf des Schlafes zurück. Die Schlafdauer war nicht verändert. Fazit Die Resultate zeigen, dass Hirnfunktionen durch elektromagnetische Hochfrequenzfelder beeinflusst werden können. Die physiologischen Mechanismen dieser Veränderungen sind unbekannt und müssen weiter erforscht werden. Die hier erhobenen Befunde erlauben keinerlei Aussagen über ein mögliches Gesundheitsrisiko von Mobilfunktelefonen.
University of Zürich - Institute of Pharmacology and Toxicology Sleep Research - Zürich - Effects of pulsed high-frequency electromagnetic fields on sleep
Häufig gestellte Fragen zu dieser Studie werden hier beantwortet: http://www.unizh.ch/phar/sleep/handy/faq.htm
Über eine neuere Studie der Autoren wird in deutscher Sprache hier berichtet: http://www.unizh.ch/phar/sleep/handy/pressrelease.htm Die englische Zusammenfassung: Exposure to pulsed high-frequency electromagnetic field during waking affects human sleep EEG. Huber, R.; Graf, T.; Cote, K.A.; Wittmann, L.; Gallmann, E.; Matter, D.; Schuderer, J.; Kuster, N.; Borbély, A.A.; Achermann, P. The aim of the study was to investigate whether the electromagnetic field (EMF) emitted by digital radiotelephone handsets affects brain physiology. Healthy, young male subjects were exposed for 30 min to EMF (900 MHz; spatial peak specific absorption rate 1 W/kg) during the waking period preceding sleep. Compared to the control condition with sham exposure, spectral power of the electroencephalogram (EEG) in non-rapid-eye-movement sleep was increased. The maximum rise occurred in the 9.75-11.25 Hz and 12.5-13.25 Hz band during the initial part of sleep. These changes correspond to those obtained in a previous study where EMF was intermittently applied during sleep. Unilateral exposure induced no hemispheric asymmetry of EEG power. The present results demonstrate that exposure during waking modifies the EEG during subsequent sleep. Thus the changes of brain function induced by pulsed high-frequency EMF outlast the exposure period. Neuroreport, 11, 3321-3325 (2000).
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| Quelle: http://www.unizh.ch/phar/sleep/handy/ | |
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