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Sender beeinträchtigen Kühe |
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Studie weist Auswirkung von Mobilfunk auf Rinder nach Von Detlef Sundermann Nach einer Studie der Universität München beeinträchtigen offenbar Mobilfunkstrahlen das Wohlbefinden bei Milchkühen. Das dreiköpfige Forscherteam spricht von einer "chronischen Stressbelastung". Das Untersuchungsumfeld umfasste 30 Höfe in Bayern und Hessen. MÜNCHEN, 22. April. Das Ergebnis der Expertise könnte Wasser auf die Mühlen der Mobilfunkgegner sein. In einer zweijährigen Studie haben Veterinäre der Universität München und Gießen das Verhalten von Milchrindern beobachtet, deren Stall oder Weidefläche in unmittelbarer Lage von Mobilfunksendern liegt. Die Tiere wurden über mehrere Wochen zu verschiedenen Tageszeiten über eine Videokamera beobachtet, um äußere Einflüsse auszuschließen. Auffällige Befunde konnten Anna-Caroline Wöhr, Jürgen Unshelm (beide München) und Christoph Wenzel (Gießen) beim Liegen, in der Ruhephase und beim Wiederkäuen der Probanden ausmachen. Wie Wöhr der FR erklärte, blieb die Milchproduktion als Indikator außen vor. "Turbomilchkühe", die Leistungsfutter bekommen, produzierten weitgehend konstante Milchmengen. Kühe, die einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt sind, legen sich auffällig häufig auf die linke Seite. Frühere Untersuchungen zum Liegeverhalten belegen, dass Rinder gewöhnlich die linke und rechte Körperseite nahezu gleichmäßig belasten. In diesem Zusammenhang ergab sich für das Wissenschaftler-Trio noch eine andere Auffälligkeit. Die Milchlieferanten legen sich in der Ruhephase entweder überdurchschnittlich lange oder gar nicht hin, weil "die Kühe das Aufstehen und Niederlegen scheuten", heißt es in dem Bericht, der in der Fachzeitschrift Der praktische Tierarzt erstmals veröffentlicht wurde. Außerdem litten die Mobilfunk-exponierten Rindviecher der Untersuchung zufolge offensichtlich an Fressstörungen. Die Häufigkeit und die Dauer des Wiederkauens lagen klar unter dem Durchschnitt. Das Wiederkäuen ist Teil der Verdauung und ein Zeichen des Wohlbefindens. Parallel zu den Verhaltensbeobachtungen konnten die Forscher abweichende Hormonspiegel beim Cortison und Melatonin messen, letzteres regelt die Schlaf-/Wachphase. Damit wirken die gepulsten Mobilfunkstrahlen auf die Hirnanhangdrüse und Nebennierenrinden, lautet die Hypothese der Studie. Die gesamte Untersuchung ist im Internet unter nachzulesen.
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| Quelle: Frankfurter Rundschau vom 23. 04. 2002 | |
| Rätsel um tote Kälber | |
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Gemeinderat fordert Expertise zu Mobilfunk-Belastung Von Hanne Fassmann Bernried - Ein ganzes Dorf ist beunruhigt: Als Anfang des Jahres in Bernried (Landkreis Starnberg) ein missgebildetes Kälbchen mit einem außen liegenden Herzen geboren wurde und eingeschläfert werden musste, fragten skeptische Bürger: Ist es Zufall, dass ausgerechnet die Rinder des betroffenen Bauern den Sommer über auf der Weide unmittelbar vor dem Wasserturm gegrast hatten, auf dem mehrere Mobilfunkantennen installiert sind? Demselben Bauern sind nun schon wieder zwei Kälber verendet - Anlass für neuerliche Spekulationen in der Gemeinde. Doch es sei denkbar, dass sich gesundheitliche Auswirkungen erst bei Tieren
- mit ihrer kurzen Lebenserwartung - zeigen würden und dann beim
Menschen. |
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| Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 3. 3. 2002 | |
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