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Erklärung zum Freiburger Appell |
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Sehr geehrte Mobilfunkkritiker, nun haben wir die Fassung der Freiburger Erklärung, quasi als Folgeerklärung zum Freiburger Appell vom Oktober 2002, vorliegen. Auf der Tagung in St.Märgen vom 24. und 25. Oktober 2003 wurden die Grundlagen dafür geschaffen und der Text beruht auf Formulierungen von 10 aktiven Mitstreitern. Wir hoffen, dass die wichtigsten Aspekte für jeden klar, sachlich und fordernd genug herausgearbeitet wurden und dass wir hiermit die Aufmerksamkeit auf die möglichen und schweren Folgen der Belastungen durch Mobilfunk auf hohem Niveau halten können. In der Praxis scheinen in den letzten Monaten noch mehr junge Menschen (bis 40 Jahre) an schweren Erkrankungen neu zu erkranken, wobei die fortgeschrittenen Krebserkrankungen und schnellen Tode auffallen. Dies ist nicht die Konsequenz eines aufmerksamen Auges, sondern spontane Berichte von Patienten und Angehörigen. Solange wir nicht wissen, woher dieser scheinbare Anstieg herrührt, sollten wir auch von oben bestrittene Fakten weiter unter Beobachtung halten und sammeln!
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Peter Germann Vorstand IGUMED
Erklärung der Initiatoren des Freiburger Appells
Die Initiatoren des Freiburger Appells vom 09.10.2002 verabschiedeten auf der IGUMED-Tagung vom 24./25.Oktober 2003 folgende Erklärung:
Viele weitere Berufsgruppen wie Psychologen, Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Therapeuten aus dem Gesundheitswesen sowie Naturwissenschaftler haben ihre Unterstützung bekundet.
Die Beweise für die Risiken dieser Technik für eine wachsende Zahl von Betroffenen nehmen in erdrückendem Maße zu (siehe Leukämiefälle in Spanien 2002, schwedische Studie von 2002 über Hirntumoren, aktuell REFLEX-Studie zu Zellschäden, TNO-Studie über kognitive Effekte insbesondere durch UMTS Frequenzen!). In einschlägigen Studien zeigte sich eine bisher nicht bekannte beunruhigende Verkürzung der sogenannten Latenzzeit bis zum Auftreten eines Tumors nach Expositionsbeginn.
Der Ausbau der Mobilfunktechnologie wird ungebremst fortgesetzt, letzte Sendelücken in der GSM-Technik werden geschlossen, UMTS-Sender werden überall in den Städten und Gemeinden bereits installiert. In Schulen, Universitäten, Flughäfen u.a. wird mit W-LAN ein kabelloser Internetzugang ermöglicht. Die enge Verflechtung von Politik und wirtschaftlichen Interessen führt dazu, dass der Schutz der Gesundheit, die das höchste Gut eines Volkes darstellt, missachtet wird. Besonders verwerflich ist, dass Kindern und Jugendlichen über die Werbung zum Kauf regelrecht verführt werden, obgleich gesundheitlichen Gefahren drohen.
Wir erneuern nachdrücklich unsere Forderungen vom Oktober 2002: - Neue gesundheitsverträgliche Kommunikationstechniken mit interessenunabhängiger Abwägung der Risiken speziell vor deren Einführung und als Sofortmassnahmen und Übergangsregelung. - Massive Reduzierung der Grenzwerte, Sendeleistungen und Funkbelastungen auf ein biologisch vertretbares Maß speziell in Schlaf- und Regenerationsbereichen. - Kein weiterer Ausbau der Mobilfunktechnologie (Moratorium !), damit die Strahlungsbelastung nicht noch um ein Vielfaches zunimmt. - Mitspracherecht der Bevölkerung und der Gemeinden bei der Standortplanung der Sendeanlagen, was für eine Demokratie selbstverständlich sein sollte. - Aufklärung der Bevölkerung und speziell der Handynutzer über die Gesundheitsrisiken elektromagnetischer Felder. - Förderung eines bewussten Umgangs mit Mobilfunk. Handyverbot für Kinder und Nutzungseinschränkung für Jugendliche. - Verbot der Handy-Benutzung und DECT - Telefone in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen, Veranstaltungsstätten, öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln. - Handy- und mobilfunkfreie Zonen analog autofreien Bereichen. - Überarbeitung des DECT - Standards für Schnurlos-Telefone mit dem Ziel, die Strahlungsintensität zu reduzieren und auf die tatsächliche Nutzungszeit zu begrenzen sowie die biologisch kritische Pulsung zu vermeiden. - Industrie-unabhängige Forschung mit Einbeziehung der reichlich vorhandenen kritischen Forschungsergebnisse und unserer ärztlichen Beobachtungen.
IGUMED e.V. Tel. 0421/4984251 igumed@gmx.de
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