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Informationszentrum Mobilfunk

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 Kritik an der Informationskampagne des IZMF 
 

Im Tagesspiegel vom 1. 11. 2001 stand zu lesen:

"Neue Milliardenrisiken für Mobilfunker

Umstrittene Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung / Branche droht der Regierung mit Regressforderungen

...

Inzwischen haben die sechs Netzbetreiber, die hart um jeden neuen Kunden kämpfen, einen gemeinsamen Verein gegründet. Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF)  soll alle Fragen aus der Bevölkerung rund um das Thema Mobilfunk beantworten.

Etwa fünf Millionen Mark, so heißt es aus Branchenkreisen, investieren die sechs Netzbereiber allein in diesem Jahr ins IZMF. Gerade läuft eine Informationskampagne, mit der die Mobilkfunkbetreiber mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen wollen.

... "

Quelle: http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2001/11/01/ak-wi-558606.html

In ganzseitigen Anzeigen der Tageszeitungen ist die Informationskampagne unübersehbar gestartet. Doch wie informiert das Informationszentrum Mobilfunk (www.izmf.de) in Wirklichkeit die Bevölkerung?

 

Hier einige Kommentare zur F.A.Q.-Liste auf der Internetseite des IZMF (www.izmf.de, dann Navigation - Gesundheit - FAQ)

 

Frage: 

Meine Wohnung liegt in Sichtweite einer Mobilfunkantenne. Hat dies gesundheitliche Auswirkungen?

IZMF:

Nein. Es besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Leistung dieser Basisstationen und die damit verbundenen elektromagnetischen Felder so klein sind, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Anwohnern auszuschließen sind. 

Die Standortbescheinigung ist die Voraussetzung für den Betrieb einer Funkstation. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) erteilt diese Bescheinigung nur, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Deshalb sind gesundheitsschädliche Wirkungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder nicht zu befürchten - und zwar auch nicht bei ganztägigem Aufenthalt und ebenfalls nicht für Schwangere, Kranke und Kinder.

 

Was sagt die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (www.dgkj.de) dazu?

 

"Stellungnahmen zu pädiatrischen Fragen

Die Umweltkommission der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. erklärt:

Mobilfunk und Elektromagnetische Felder

Betrieb von Basisstationen

Bei der Belastung durch Ausstrahlungen von Sendemasten ist zu bedenken:

Von der Installation von Basisstationen in der Nachbarschaft von Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern ist dringend abzuraten, einerseits wegen der Ungewissheiten hinsichtlich der Gefährdung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, andererseits - und insbesondere - wegen der vorhersehbar entstehenden Befürchtungen und Diskussionen mit den Anrainern. "

Quelle:    www.dgkj.de/mobilfunk.htm

 

Was sagt das Umweltinstitut München e.V. dazu?

"Sind nähere technische Daten zur Mobilfunk-Basisstation nicht bekannt, sollte der Abstand zu Basisstationen/Sendeanlagen (Wohnung in oberen Stockwerken mit Blickkontakt zum Sender) zumindest 100 Meter betragen, quer bzw. schräg zur Strahlrichtung (also senkrecht nach unten bzw. untere Wohnungen in Nachbarhäusern) mindestens 10, besser 20 m. 

Somit sind Mobilfunkbasisstationen auf Dächern von nicht freistehenden Wohnhäusern bei Verwendung kurzer Masten in der Regel als problematisch anzusehen. "

Quelle: www.umweltinstitut.org/frames/all/m151.htm

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Frage: 

Kann eine Basisstation in der Nähe einer Arztpraxis die diagnostischen Apparate beeinflussen? Und wie sieht es mit der Beeinflussung von anderen Geräten wie PC oder Fernseher aus?

IZMF:

Eine solche Beeinflussung ist ausgeschlossen, da die Basisstationen nur mit geringen Leistungen arbeiten und die elektromagnetischen Felder mit zunehmender Entfernung zur Basisstation schnell abnehmen und auch die Gebäudewände die Funkwellen stark dämpfen. 

Deshalb werden sowohl diagnostische Apparate in Arztpraxen als auch Computer oder Fernseher selbst durch Mobilfunksender auf dem Nachbardach nicht gestört. Handys sollten aus Sicherheitsgründen in unmittelbarer Nähe empfindlicher Apparaturen ausgeschaltet bleiben.

 

Was sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu:

Fact Sheet Nr. 193

Juni 2000

Elektromagnetische Felder und öffentliche Gesundheit

Mobiltelefone und ihre Basisstationen

"zusätzliche lokale Einschränkungen der Nutzung von Mobiltelefonen, um Störungen durch elektromagnetische Felder zu vermeiden:

Mobiltelefone können bei bestimmten elektromedizinischen Geräten, wie z.B. Herzschrittmachern und Hörhilfen, Störungen hervorrufen

Auf den Intensivstationen von Krankenhäusern können Handys eine Gefahr für Patienten sein und sollten deshalb in diesen Bereichen nicht benutzt werden. 

Ebenso sollten Mobiltelefone nicht an Bord von Flugzeugen benutzt werden, da sie hier Störungen der Navigationssysteme hervorrufen können."

Quelle:  www.who.int/peh-emf/publications/facts_press/gfact/gfs193.htm

 

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Frage: 

Sind Mobiltelefone gefährlich für die Gesundheit?

IZMF:

Die Hersteller von Mobilfunktelefonen verpflichten sich, die von ICNIRP und der WHO empfohlenen Grenzwerte für die Geräte einzuhalten. Bei Einhaltung dieser Grenzwerte besteht keine Gefahr für die Gesundheit.

 

Was sagt die WHO wirklich dazu?

Fact Sheet N° 182

Oktober 1997

ELEKTROMAGNETISCHE FELDER UND ÖFFENTLICHE GESUNDHEIT

Physikalische Eigenschaften und Auswirkungen auf biologische Systeme

"Die durch elektromagnetische Wellen hervorgerufenen biologischen Wirkungen können manchmal, aber nicht immer, zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen."

Quelle: www.who.int/peh-emf/publications/facts_press/gfact/gfs182.htm

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Frage: 

Wie lange darf ich maximal am Tag mit dem Handy telefonieren?

IZMF:

Rund um die Uhr, denn die deutschen Grenzwerte, die auf den Grenzwertempfehlungen der unabhängigen Organisationen ICNIRP und WHO beruhen, gehen von der Annahme aus, dass ein Handy-Nutzer auch rund um die Uhr telefonieren kann. Die gültigen Grenzwerte berücksichtigen deshalb diesen Fall.

 

Was sagt das Bundesamt für Strahlenschutz dazu?

Die elektromagnetischen Felder, die beim Telefonieren mit Handys auftreten, sind im Allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man z.B. durch benachbarte Mobilfunkbasisstationen ausgesetzt ist. Daher hält das BfS es für besonders wichtig, die Felder, denen die Nutzer von Handys ausgesetzt sind, so gering wie möglich zu halten und empfiehlt:

- Telefonate per Handy sollten kurz gehalten werden. Falls die elektromagnetischen Felder beim Telefonieren mit Handys ein gesundheitliches Risiko bewirken sollten, kann ein kürzeres Gespräch zu einer Verringerung dieses möglichen Risikos führen.

Quelle:  www.bfs.de/presse/aktuell/txt0105.htm

 

Was sagt die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (http://www.dgkj.de) dazu?

Stellungnahmen zu pädiatrischen Fragen

"Die Umweltkommission der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. erklärt:

Folgende Empfehlungen sind dabei zu beachten:

• Die Sprechzeiten sollen so kurz wie möglich gehalten werden.

Kinder und Jugendliche brauchen nur in sehr seltenen Ausnahmesituationen Mobiltelefone für wichtige Telekommunikation. Von unnötiger, häufiger und langer Benutzung muss dringend abgeraten werden. "

Quelle: http://www.dgkj.de/mobilfunk.htm

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Frage: 

Gibt es Bedenken bei der Verwendung von schnurlosen Telefonen, die nach DECT-Standard arbeiten?

IZMF:

Schnurlose Telefone für Haus und Garten (Reichweite bis 300 m) übertragen die Sprache aus dem normalen Telefonnetz von der Telefon-Basisstation im Haus per Funk zum Hörer. Die verwendeten Sendeleistungen sind dabei noch geringer als beim Mobiltelefon, so dass die Grenzwerte weit unterschritten werden. 

Bedenken gegen die Verwendung dieser Geräte bestehen deshalb nicht - auch nicht für empfindliche Personen oder für Kinder.

 

Was sagt das Umweltinstitut Muenchen e.V. (www.umweltinstitut.org) dazu:

Tipps

Prüfen Sie, ob der Einsatz von DECT-Schnurlos-Telefonen in Ihrer Wohnung notwendig ist. In vielen Wohnungen ist das DECT-Signal stärker, als die Signale der Mobilfunk-Netzbetreiber. 

DECT-Basisstationen sollten vorzugsweise nicht im Schlafzimmer betrieben werden. In den anderen Räumen empfiehlt es sich, Abstände unter 1,5 m für höhere tägliche Einwirkung (z.B. auf dem Schreibtisch) zu vermeiden. 

Im Falle eines Neukaufs sollten Sie Geräte nach dem CT1+ -Standard bevorzugen. Diese senden eine wesentlich weniger kritische Signalform.

 

Quelle:  www.umweltinstitut.org/frames/gift/hochfrequent.htm
  

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