Gemeinden müssen bei Standortwahl besser eingebunden werden
Die Verunsicherung in der Bevölkerung im
Zusammenhang mit der Frage von gesundheitlichen Auswirkungen des
„Elektrosmog“ ist groß.
Ich habe daher die Bundesregierung
aufgefordert, durch verstärkte Forschungsanstrengungen die tatsächlichen
gesundheitlichen Auswirkungen des „Elektrosmogs“ rasch
aufzuklären. Darüber hinaus muss die Bundesregierung umgehend
eine Informationsoffensive starten und die Bürgerinnen und Bürger
über die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zu den
elektromagnetischen Auswirkungen des Mobilfunks
unterrichten.
Weiter fordere ich, dass Bürgerschaft und
Gemeinden rechtzeitig vor Inbetriebnahme einer Sendeanlage
informiert werden müssen, damit mögliche Einwände auch
vorgebracht und bei der Standortwahl auch berücksichtigt werden
können. Denn: „Mehr Vertrauen vor Ort kann nur geschaffen
werden, wenn die Kommunen bei den Standortentscheidungen für
Sendeanlagen der Mobilfunkbetreiber besser eingebunden
werden.“
Nachdem aus Gemeinden im Landkreis Bayreuth
zunehmend Beschwerden über die schlechte Informationsarbeit zum
Thema „Elektrosmog“ laut geworden waren, habe ich mich an
die Bundesregierung gewandt und gefragt, inwieweit diese bereit
sei, ihre Informationspolitik über mögliche Gefahren von
Elektrosmog durch Mobilfunksendeanlagen zu verbessern.
In der enttäuschenden Antwort der
Bundesregierung räumte die Parlamentarische Staatssekretärin
beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, Simone Probst MdB, ein, „dass es erhebliche
Kommunikationsprobleme zwischen Bürgern und Betreibern gibt“.
Zugleich jedoch gab Staatssekretärin Probst keinerlei konkrete
Hinweise, wie die Bundesregierung dieses
„Kommunikationsproblem“ konkret lösen möchte. Sie erklärte
nur lapidar: „Es ist geplant, das Informationsangebot weiter
zu intensivieren.“
Diese Antwort zeigt, dass die Bundesregierung
offensichtlich nicht bereit ist, die Ängste und Bedenken der
Bevölkerung vor elektromagnetischer Strahlung ernst zu nehmen.
Seit fast zwei Jahren kündigt Bundesumweltminister Trittin an,
die Vorsorge zum Schutze der Bevölkerung vor
elektromagnetischer Strahlung zu verbessern.
Geschehen ist bislang allerdings nichts. Mehr
noch: Die Bundesregierung lässt die Städte und Gemeinden sowie
die Mobilfunkbetreiber mit dieser Aufgabe allein. Dringend
erforderlich aber ist eine umfassende Informationsoffensive über
mögliche Auswirkungen der Mobilfunktechnologie. Diese Aufgabe können
die Betreiber und die Kommunen alleine nicht leisten. Diese
Informationsoffensive sollte aus den Versteigerungserlösen der
UMTS-Sendelizenzen finanziert werden.
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