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Elektrosmog-Messgeräte

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 Diskussion über Messgeräte für Elektrosmog  

Frage:

Ich beschäftige mich seit Jahren hobbymässig mit Elektrosmog und jetzt zwangsläufig immer mehr mit Mobilfunk. Da ich ein Esmog Handy besitze, ist jetzt unser Gemeinderat (wir sind eine kleine Gemeinde mit knapp 3000 Einwohner im Ostallgäu / Bayern) auf die Idee gekommen, ich könnte doch mal die grobe Situation in unserem Kindergarten ausmessen.

Das mache ich natürlich gerne, nur würde ich gerne die endsprechenden Skalenanzeigen auf meinem Esmoghandy grob einem Wert in Mikrowatt pro Quadratmeter zuordnen können.

Hat da jemand Erfahrungswerte oder Tabellen?

Konrad Fichtl, 24. 1. 2002

 

Antworten:

"Sicher das können Sie. Ich selber habe das HF Digitmeter II, wo auf das Gerät eine Tabelle ist mit Umrechnung van Anzeige nach U eff. in mV oder microV und daneben U p m, dH mV/M oder microVolt/M.

In die Betriebsanleitung steht, dass je Antenne einen Multiplikator von 10 oder 20 verwendet werden soll.

Herr Hengstenberg von Endotronic, 07566-465 oder Fax: 07566-2432, hat mir aber gesagt den Faktor 50 zu verwenden.

Ich rate Ihnen Kontakt mit ihm aufzunehmen. Wenn jemand in de Welt etwas davon weiss, ist es Herr Hengstenberg.

Met vriendelijke groeten,"

Charles Claessens
http://members.rott.chello.nl/cclaessens

 

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Expertentipps
 

"Mit dem Esmog-Handy können Sie folgendes machen:

  1. Die am Empfangs-Ort vorhandenen dominierenden elektromagnetischen Signale hörbar machen (amplitudendemoduliert).

  2. Anhand der Klang- Charakteristik können Sie die empfangenen Signale identifizieren. (Erfahrung im Umgang und anfangs auch die Musikcassette mit Klangbeispielen sind dafür erforderlich.)

  3. Anhand der verwendeten Antenne und der Klang- Charakteristik können Sie grobe Rückschlüsse auf die Frequenzen ziehen.

  4. Sie können feststellen ob ein Sendersignal horizontal oder vertikal polarisiert ist.

  5. Sie können mit (Einschränkungen) feststellen, aus welcher Richtung das Sendesignal kommt.

  6. Sie können die Wirksamkeit von Abschirmmaßnahmen überprüfen.

  7. Das analoge Anzeigeinstrument zeigt ihnen die Summenstörspannung an.

Die Summenstörspannung ist das Gemisch von niederfrequenten Informationen verschiedener Sender, die nach der AM-Demodulation im Lautsprecher des Esmog-Handies hörbar sind. Dies ist vergleichbar mit einer VU-Anzeige an der Stereoanlage. Die Anzeige zeigt also an, wie laut das Signal ist, das aus dem Lautsprecher kommt.

Die Idee dieser Lautstärke-Anzeige ist: Je lauter und unangenehmer das empfangene Signal klingt, umso biologisch wirksamer ist es!

Mit einem Esmog-Handy können Sie keine Aussage über die Feldstärke eines HF- Signals machen.

Dies ist dann eher mit dem HF-Digitmeter, allerdings über den Umweg von Umrechnungstabellen und Berechnungsfaktoren für verschiedene Antennen möglich.

Dies alles ist wichtig zu wissen, damit Sie sich nicht möglicherweise vor Ihrer Gemeinde blamieren....

Ich möchte aber in diesem Zusammenhang nochmals darauf hinweisen, dass die Feldstärke allein keinen Hinweis auf die Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung gibt, sondern überwiegend auch die Art der Modulation (z.B. digital gepulst: DECT, GSM, UMTS; oder auch Radar).

Wenn man solchen Bestrahlungen dauerhaft ausgesetzt ist, spielt die Feldstärke (Stärke des Sendesignals) eine untergeordnete Rolle.

Daher ist der Gebrauch des Esmog-Handies schon richtig, liefert aber keine Feldstärke-Werte."

Dipl.- Ing. Wolfgang Priggen

http://www.baubiologie.de.vu

 

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"Wir können Herrn Priggen nur in allen Punkten zustimmen, spez. mit dem Hinweis:

>Mit einem Esmog-Handy können Sie keine Aussage über die Feldstärke eines HF- Signals machen. Dies ist dann eher mit dem HF-Digitmeter, allerdings über den Umweg von Umrechnungstabellen und Berechnungsfaktoren für verschiedene Antennen möglich.

Dazu ein Hinweis:

unter

http://www.ohne-elektrosmog-wohnen.de/html/grenzwerte.php

steht eine automatische Hilfe zum Umrechnen von V/m auf W/m2 und alle anderen Umrechnungen zur Verfügung, die man sich sogar auf seine eigene Page laden kann.

Wie ich finde, eine sinnvolle Hilfe.

Peter Danell, 25. 1. 2002

peter@danell.de

 

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Es gibt wohl sehr viele Baubiologen, die ein geeignetes Messgerät für gepulste Hochfrequenz suchen, ohne sich gleich für einen Spektrumanalyser in Unkosten zu stürzen. Ich selbst benutze noch ein altes Esmog-Handy. 

Wie schwierig die Suche nach einen geeigneten Messgerät, ist kann man auf der Homepage von ROM-Elektronik nachlesen:

www.rom-elektronik.de/pdm/wundg.html

Dies soll keine Werbung sein, wenn ein Messgerät wie das PDM kein DECT-Telefon anzeigt, bzw nur anzeigt, wenn damit telefoniert wird, halte ich es nur bedingt für baubiologische Messungen geeignet. Mit meinem Esmog-Handy habe ich schon öfter ein DECT-Telefon aus der Nachbarwohnung ausmachen können, das starke Felder im Schlafbereich verursachte.

 

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Eine weitere Mess-Moeglichkeit (tauglich für GSM-Mobilfunktechnik), die auch von Netzbetreibern akzeptiert und genutzt wird, ist die Messung mittels eines GSM-Handys und einer Monitor-Software.

Ich habe diese Methode auf meiner Web-Seite "Elektrosmog, kuenstlich erzeugte elektromagnetische Felder & Wellen" unter Projekte ---> Handy-NetMonitor beschrieben.
 

http://members.tripod.de/elektrosmog/

P.S. Auf dieser Home-Page bemuehen wir uns so objektiv und kritisch wie moeglich zum Thema Elektrosmog zu informieren. 

[Grundlagen - Grenzwerte - Messtechnik (ca. 30 Messgeraete werden vorgestellt) -  Projekte - Tipps&Tricks - Links und mehr]

 

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Ich habe selbst ein Digitmeter II und da ich mit der Bedienungsanleitung nicht klar kam, habe ich ein Seminar bei Herrn Hengstenberg besucht. Da erfuhr ich dann, dass die Bedienungsanleitung sowieso falsch sei und erhielt eine neue und gleichzeitig erfuhr ich, daß die geänderten Multiplikationsfaktoren eigentlich noch mal anders seien, eigentlich müßte man das ganze nochmal mit 10 multiplizieren und dann eigentlich nochmal mit 2,17. 

Und dann noch mit welcher Antenne auf welchem Ausgang? Restlos verwirrt verließ ich die Veranstaltung. Zwischen den Multiplikationsfaktoren der ersten Bedienungsanleitung und der zweiten in Verbindung mit den im Seminar genannten Faktoren liegen mehrere Hunderterstufen.

Mit welchen Faktoren, auf welchem Ausgang und welcher Antenne kommt man in der Praxis annähernd auf Werte die einigermassen sinnvoll sind?

 

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Die  Berechnung von Mobilfunkmasten (GSM)  ist äußerst schwierig. 

Man sollte zunächst ein möglichst kalibriertes Messgerät (möglichst mit annähernd Kugelstrahler wegen Polarisationsverlusten) benutzen, das die Strahlung in dbm anzeigt. 

Dann kann man über die Logarithmus Funktion die Umrechnung nach Watt/qm machen. (Ich habe mir hierfür ein kleines Basic-Programm für meinen Taschenrechner geschrieben). Dieses Ergebnis ist aber nicht endgültig - es muß in der Tat mit zehn multipliziert werden. 

Mobilfunkmasten haben insgesamt 10 "Zeitschlitze". Acht für die Telefonate (pro Zeitschlitz sind 500 Telefonate gleichzeitig möglich, also max. 4000 pro Umsetzer) und zwei für Steuerungszwecke (Frequenzwechsel, Netzkommandos, Anmeldung, Sendeleistung, etc.).

Wer nun noch ganz genau sein will, der kann sein Ergebnis überprüfen, wenn er den Abstand zum Sender und den Freiraumwiderstand kennt. Die Strahlungsleistung von GSM Sendern ist bekannt und ich kann daher wunderbar zurückrechnen - ein bißchen mehr Aufwand- aber dafür ein genaues Ergebnis.

 
Wem die Umrechnung von dbm nach Watt/qm über den Logarithmus zuviel ist, für
den füge ich als besonderen Service eine kleine Excel-Tabelle in der Anlage bei.
Hier kann man über die Tabelle in beide Richtungen die jeweiligen Werte ermitteln.
 
Ich persönlich bin kein Anhänger des E-Smog-Handys. Wenn aber Laien nur Ihre
eigene Belastung abschätzen (!) wollen, so ist das ok. Gewerblich sollte kein
Baubiologe dieses Gerät meiner Meinung nach einsetzen, da es zu ungenau
ist. Auch ist die Polarisation der Antenne unglücklich. Unser Körper fragt nicht,
ob die Wellen direkt vertikal eintreffen, oder horizontal/zirkular über Reflexionen.
Der nimmt jede Welle so, wie sie gerade kommt.
 
Man sollte daher auf jeden Fall das Gerät zur Messung einmal senkrecht, dann
um 45 Grad ablenken und dann um 90 Grad ablenken (horizontal). Der maximale
Wert wäre es dann. Ist der Wert bei 45 oder 90 Grad höher, als der bei senkrechter Haltung, liegt auf jedem Fall eine Reflexion an einem Gebäude, Baum, Berg oder sonst wie vor und keine direkte Einstrahlung. 

Wer meint, die Polarisation spiele keine Rolle - irrt gewaltig. Durch die Phasendrehungen bei Reflexionen können bei falscher Antennenpolarisierung Verluste bis zu 20 db und mehr eintreten!

 
Viel Spaß und guten Erfolg mit der Tabelle! Über Rückmeldungen würde ich mich
sehr freuen!!! Und nicht vergessen: Bei Mobilsendern das Ergebnis in Watt/qm mit
10 zu multiplizieren!
 
30 dbm = 1 Watt/qm = 10 Watt/qm bei GSM
 
Viele Grüße,
W.Nikolaus
Fa. Biowohn
 

 

dbm

Watt

 

dbm

Watt

1 0,01   35 3,17
2 0,01   36 3,99
3 0,01   37 5,02
4 0,01   38 6,31
5 0,01   39 7,95
6 0,01   40 10,00
7 0,01   41 12,59
8 0,01   42 15,85
9 0,01   43 19,96
10 0,02   44 25,12
11 0,02   45 31,63
12 0,02   46 39,82
13 0,02   47 50,12
14 0,03   48 63,10
15 0,04   49 79,44
16 0,04   50 100,00
17 0,06   51 125,90
18 0,07   52 158,49
19 0,08   53 199,53
20 0,11   54 251,19
21 0,13   55 316,23
22 0,16   56 398,11
23 0,20   57 501,19
24 0,26   58 630,96
25 0,32   59 794,33
26 0,40   60 1.000,00
27 0,51   61 1.258,93
28 0,64   62 1.584,90
29 0,80   63 1.995,27
30 1,00   64 2.511,89
31 1,26   65 3.162,28
32 1,59   66 3.981,08
33 2,00   67 5.011,88
34 2,52   68 6.309,00
35 3,17   69 7.943,00
      70 10.000,00
Copyright Fa. Biowohn, 
Hess. Oldendorf
Tel: 05152/96 23 09  
Fax: 05152/96 22 59
 

 

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Das Esmog-Handy, das HF-Digitmeter und der Hell-Receiver basieren alle auf demselben Prinzip: Dem Endotron-Messverfahren. 

Die Geräte bestehen aus sehr breitbandigen Verstärkern, deren Ausgangssignal AM-demoduliert wird (AM = Amplitudenmodulation). Das demodulierte Signal wird wiederum verstärkt und über den Lautsprecher hörbar gemacht. Eine Abstimmung der empfangenen Frequenzbereiche ist ausschließlich über Antennen mit verschiedener Längen und Frequenzbereichen möglich.  

Beim HF-Digitmeter wird die effektive Störspannung gemessen, die breitbandig als Summenspannung von Träger und Modulation oder Impulsfolge- sowie Nebenaktivitäten wie Seitenbandrauschen (UKW) und Interferenz (KW) an einer resonanzfähigen Antenne im Mikrowellen-, UHF-, UKW und KW- Bereich anliegt. 

Was man mit den genannten Geräten machen kann, habe ich im Zusammenhang mit dem Thema Esmog-Handy bereits aufgeführt. Ich verstehe sie als Sensoren für Hochfrequenz, mit denen die meisten Menschen, die, mit Ausnahme der betroffenen elektrosensiblen Mitmenschen, nicht von Natur aus mit solchen Sinnesorganen ausgestattet sind. 

Die digitale Anzeige beim HF Digitmeter ist meiner Meinung nach nur als relative Feldstärkeanzeige zu verwenden (stärker oder schwächer...)  

Herr Hengstenberg sagt dazu in der Bedienungsanleitung des HF- Digitmeters: "Ihr Gerät (HF-Digitmeter) ist ein hypersensibles  Messinstrument und nicht dazu konzipiert, z. B. Grenzwertmessungen durchzuführen." 

Wenn Herr Hengstenberg nun eine Tabelle mit Feldstärkewerten mitliefert, die den Werten der Digitalanzeige zugeordnete werden können, hat das folgenden Grund: "Da offizielle Größenordnungen wie V/m etc. in den Gehirnen fast so stark verankert sind wie das Vaterunser in der Kirche, geben wir auf unserer Tabelle einen Hinweis darauf, wie groß der Wert in V/m sein würde, halten aus Vorgesagtem aber diese Bewertung für unrealistisch." 

Und weiter in der Bedienungsanleitung: "In Fachkreisen ist es dennoch üblich, im hochfrequenten Bereich Spannung einfach auch in Leistung umzurechnen, wir legen hierzu die Laborgrundberechnungen, wie sie in Physikbüchern etc. ausgedruckt zu finden sind, bei, wer solche Umrechnungen vornehmen möchte, um sich halbwegs in anerkannten Parametern auszudrücken oder bewegen zu können, möge dies tun. 

Wir möchten nur darauf aufmerksam machen, dass eine solche punktuelle Messung zulässigerweise sich nicht in eine allgemeine Flächenbelastung umrechnen lässt. 

Die genannten Geräte sind die einzigen mir bekannten Empfänger, die man als Baubiologe oder Betroffener noch bezahlen kann, und die dem geübten Anwender in sekundenschnelle einen Überblick über die am Empfangsort vorherrschenden HF-Belastungen geben!  Das kann ein sehr viel teuerer Spektrumanalyser in so kurzer Zeit nicht leisten. 

Dafür kann man damit die Feldstärken verschiedener Frequenzen exakt bestimmen, vorausgesetzt, man hat das entsprechende Wissen und die Erfahrung im Umgang mit diesem Messgerät.  

Wer eine Beurteilung der HF- Situation nur allein nach Feldstärke- werten akzeptiert, begibt sich auf die Argumentationsebene der Mobilfunkbetreiber, die die nach der thermischen Wirkung festgelegten offiziellen (gesetzlichen) Grenzwerte sicherlich in den meisten Fällen auch einhalten und somit rein rechtlich "aus dem Schneider" sind.

In diesem Zusammenhang möchte ich Herrn Hengstenberg nochmals zitieren (Fax vom 20.3.1997): "Somit ist keinerlei Chance gegeben, mit Hilfe der Messungen, die unsererseits gemacht werden können, eine Gesetzwidrigkeit zu beweisen, da das Tausendfache einer massiv biol. relevanten Strahlung politisch abgesegnet bei uns als Grenzwert vorhanden ist und somit auch richterlicherseits zugrunde gelegt wird. Damit ist von vornherein jeder Weg, über Gerichtsurteile zum Erfolg zu kommen, völlig aussichtslos."  

Ich hoffe, hiermit einige Unklarheiten beseitigt zu haben.  

Dipl.- Ing. Wolfgang Priggen  

http://www.baubiologie.de.vu

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Ich möchte Interessierte auf die Seite

 
 
verweisen.
 
Dort können Sie noch weitere wertvolle Informationen gewinnen.
 
In Ausschnitten will ich hier kurz das Wichtigste zusammenfassen:

GSM Telefone arbeiten im Bereich um 900 Mhz. Im Unterband liegen die Frequenzen zwischen 890 und 915 Mhz, im Oberband von 935 bis 960 Mhz. Im Unterband und im Oberband stehen jeweils 124 Kanäle zur Verfügung, die jweils 200 khz auseinanderliegen.

 
Mobiltelefone benutzen immer zwei Kanäle gleichzeitig: eine im Unterband und eine Oberbandfrequenz. Auf einer wird empfangen, auf der anderen gesendet.
 

...

 

Um Tausende von Mobiltelefonen im Netz telefonieren zu lassen, ist jedes Mobiltelefonnetz in Zellen aufgeteilt. Jede Zelle kann bis zu 16 Frequenzen haben. Die Nachbarzelle verwendet natürlich andere Frequenzen. Auf jedem Kanal sind acht sog.

 

Zeitschlitze untergebracht. Ein Zeitschlitz ist ein kurzer Augenblick, während dem ein GSM Telefon den zugewiesenen Kanal benutzen darf. Den selben Kanal dürfen der Reihe nach auch noch bis zu sieben weitere Telefone benutzen. ... So ist es möglich, auf ein und demselben Kanal acht Telefonate gleichzeitig zu übertragen. Da in einer Zelle max. 16 Kanäle möglich sind mit jeweils 8 Zeitschlitzen, stehen insgesamt bis zu 128 Übertragungswege pro Zelle zur Verfügung. 

So können in einer Zelle bis zu 126 Gespräche geführt werden. Bis zu 4000 Geräte können gleichzeitig in einer Zelle eingebucht sein !

 
... Durch die Vielzahl von Zellen, die im Endausbau der GSM-Netze vorhanden sind, multipliziert mit jeweils bis zu 4000 eingebuchten Geräten, ergibt sich die enorme Netzkapazität von Millionen Teilnehmern.
 
Soweit Nokia. Leider ist dies auch noch nicht der neuste Stand der Technik. Derzeitig befinden wir uns in der sog. GSM Phase 2+.  Die Netzarchitektur ist grundlegend erweitert, da für das kapazitätfressende GPRS bei GSM Erweiterungsbänder ( Extension Bands) bei knapp 1800 Mhz freigegeben wurden. So stehen über das Handover-Verfahren dort weitere 374 Kanäle mit den genannten Zeitschlitzen zur Verfügung.
 
So ergeben sich rechnerisch 124 Kanäle im Unterband plus 374 Kanäle im Oberband macht zusammen = 498 Kanäle. So, nun kommen wieder die besagten Zeitschlitze: Acht an der Zahl, macht unterm Strich rechnerisch maximal exakt 3984 Gespräche.
 

Da die Kanäle im Handover-Oberband allerdings wieder auf Zellen aufgeteilt werden, liegt die tatsächliche Zahl darunter.

 
Im Schnitt sind im Unterband 5 Zeitschlitze gleichzeitig aktiv (vier für Gespräche, einer für Steuerungszwecke), im Oberband ebenfalls fünf (auch vier für Gespräche, einer für die Steuerung), die gleichzeitig aktiv sind. Das macht dann insgesamt zehn Zeitschlitze die durchschnittlich gleichzeitig aktiv sind
 
Daher ist bei relativer Feldstärkemessung in dbm das Ergebnis mit 10 zu multiplizieren. 
 
Wer einen Spektrumanalyzer bei der Arbeit benutzt, braucht dies freilich nicht zu tun. Da er die Maxima für jede Frequenz angezeigt bekommt. Allerdings kann man die Maximum-Werte auch nicht einfach linear addieren, da es bei Zusammentreffen von Wellenberg und Wellental bekanntlich zu Löschungen kommt. Eine relative Feldstärkemessung ist daher dem Analyzer vorzuziehen.
 
Der Multiplikator 10 für die relative Feldstärkemessung hat sich in der Praxis bei mir als gängiger Wert erwiesen und wenn ich über den Freiraumwiderstand und die Entfernung zurückrechne, komme ich immer auf die Strahlungsleistung von GSM Masten. Ich tue dies aus Sicherheitsgründen zur Überprüfung bei jeder Berechnung und habe mir eine Berechnungsroutine mit in mein Basic-Programm
aufgenommen.
Wer gerne mehr zum Thema GSM und Messen erfahren möchte, der kann
mich gerne über meine E-Mail Adresse anschreiben und bekommt auch
eine vernünftige Antwort.
 
Wolfgang Nikolaus
biowohn@gmx.de
Fa. Biowohn  
 

 

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Ich bin kein Wissenschaftler, sondern versuche mit der HF-Problematik praktisch umzugehen. Wenn ich in einem Schlafraum HF-Messungen durchführe, habe ich es in der Regel nicht mit einem homogenen Feld zu tun, sondern mein Messgerät zeigt mir je nach Ausrichtung der Antenne an jedem Punkt im Raum andere Werte an. 

Ich möchte dies kurz an einem Fallbeispiel aus der letzten Woche aufzeigen.

Das Haus, in dem ich gemessen habe, steht nördlich vom Bodensee mit freier Sicht auf die Alpen. Die Anzeige des Digitmeter II zeigten Werte zwischen 2 und 80 an. Sie waren abhängig von dem Messpunkt im Raum und der Ausrichtung der 45 mm Antenne. 

Ebenso unterschiedlich wie die Anzeige waren die Geräusche aus dem Lautsprecher. Eindeutig erkennen konnte ich Radarstrahlen, Radiosender (Musik), TV-Bildsteuersignale, Mobilfunk hier den Organisationskanal, Einwahlsignale und Gesprächssignale. 

Die Richtung, aus der die stärksten Signale mit Werten zwischen 60 und 80 kamen konnte ich ebenfalls bestimmen. Sie kamen aus Richtung Sentis, einem Berg in den Schweizer Alpen, auf dem eine ganze Reihe von Sendeanlagen errichtet sind. 

Nachdem ich diese Ausgangssituation erfasst hatte, habe ich das Fenster mit einem HF-Abschirmgewebe (Picasso, Biologa) zugehängt und die Dämpfung gemessen. Im Bereich des Fenster betrug der angezeigte Wert noch 2 - 10 an der Außenwand (Gasbeton) noch 2 - 20.

Mit einem Spektrumanalyser würde ich für jeden Messpunkt die jeweiligen Feldstärken der einzelnen Frequenzen messen können. Nur was hätte mir dieser Aufwand gebracht? Dass hier offizielle Grenzwerte überschritten werden ist nicht zu erwarten. Sie sollen ja auch nur die thermische Wirkungen (Erwärmung von Körpergewebe) verhindern.

Ich kenne die Feldstärken der einzelnen Frequenzen, wie soll ich aber auf Grund des beschriebenen Wellensalates das Gesundheitsrisiko oder gar eine Gesundheitsgefährdung einschätzen? Ich kenne ja zum Beispiel nicht mal die Frequenzfenster der betreffenden Person! Ich könnte auch nur prüfen, wie sich die Feldstärke durch den Einsatz von Abschirmmassnahmen Dämpfen lässt.

Für meinen Auftraggeber wäre die Untersuchung mit Spektrumanalyser wesentlich teurer. Geld, das nutzbringender in eine Abschirmung investiert ist. Aus diesem Grunde halte ich das Endotron-Messverfahren in der Regel für ausreichend. 

Die Geräteanzeige benutze ich nur als gerätespezifischen Vergleichswert. Ich beschränke mich aber nicht nur auf die Reduzierung der HF-Belastung, sondern Verfahre mit den niederfrequenten und statischen Felder entsprechend. Dadurch kann ich eine Reduzierung der gesamten Elektrosmog-Belastung erreichen.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass die ganze Diskussion um Feldstärken und Grenzwerte zur Zeit den betroffenen Menschen wenig hilft. Es wird in Zukunft immer mehr Menschen geben die unter der Einflüssen der Elektrosmog-Belastung und damit auch der HF-Belastungen leiden. 

Ich denke der drastische Anstieg bei den Krankheitskosten spricht dafür. Wir als Baubiologen und Messtechniker müssen die Rat suchenden Menschen beim Reduzieren der Belastungen unterstützen. Die Wissenschaft und Politik wird aber wohl erst dann wach werden wenn genügend Menschen darunter leiden. 

Wir sollten aber keine Gelegenheit auslassen und vor allem den Politikern auf die Füße treten. Ich denke vor allem das Wahljahr 2002 ist die beste Gelegenheit dazu.

Holger Kirchmaier
g.h.kirchmaier@t-online.de



Ich habe statt des HF Digitmeters das HFR-1 von ROM-Elektronik gekauft, da es dokumentierbare Werte (Leistungsflussdichte, mW/m2) liefert. Das Digitmeter ist ganz schön, um per Lautsprecher die Intensität der Strahlung aufzuzeigen, bringt aber nichts, wenn man die konkrete Belastung an einem Ort mit "Grenzwerten" vergleichen will. 

Zusätzlich ist es günstiger und bietet die Möglichkeit für eine Zusatzantenne, die Richtungsanalysen ermöglicht. Dieses wurde mir von einem Sachverständigen bestätigt, der beide Geräte hat.

Digitmeter und HFR-1 gibt es bei: www.rom-elektronik.de 

Das HFR-1 liefert genauso wie das HF Digitmeter "dokumentierbare Werte". Wobei beim Digitmeter immer umzurechnen ist, wenn man die Leistungsflussdichte in µW/m² haben will. 

Der Hersteller weist auch sehr deutlich darauf hin, dass es sich dabei nur um ganz ungefähre Werte handelt. Nach meiner Abschätzung liegt die Genauigkeit bei mind. Plus-Minus 50 Prozent. 

Das andere Gerät gaukelt einem vor, man hätte einen exakten Messwert. Wer sich mit derart ermittelten Werten auch noch an die Öffentlichkeit wagt und den Bezug zu Grenzwerten oder Vorsorgewerten (z.B. nach dem Salzburger Modell) herstellt begibt sich auf äußerst gefährliches Pflaster. 

Beide Geräte sind lediglich Hinweisgeräte, Schätzeisen, Detektoren. Womit wir wieder bei der alten Diskussion wären. 

Das ganze lässt sich vielleicht auch mit einem Kompass und einem Satelliten-Navigationssystem vergleichen. Einen guten Kompass gibt es für 30 DM, ein Navigationssystem vielleicht für 2000 DM? Nur wer sich hinstellt und behaupten würde er könnte solch ein Navigationssystem auch für 10 DM anbieten würde sich nur lächerlich machen, weil es keiner einfach durchzuführenden Überprüfung standhalten würde. 

Der gute Kompass ist ein hervorragendes Gerät - genau wie das HF-Digitmeter, wenn man die Einschränkungen des jeweiligen Gerätes kennt und berücksichtigt, aber es ist eben kein Navigationssystem bzw. kein Spektrumanalyser. 

Rainer Stasch

Quelle:   eMail-Liste "Elektrosmog" von www.baubiologie-regional.de
Herr Claessens, Niederlande schreibt:

Obwohl es vielleicht vielen schon bekannt ist, moechte ich doch folgende Erfahrung hier mitteilen.

Normalerweise soll die Sonne verschiedene EM Feldern ein wenig absorbieren; deswegen wird geraten Messungen lieber nach Sonnenuntergang vor zu nehmen.

1. Wenn das Wetter regenartig ist, und es anfangt zu regnen, messe ich erheblich hoehere Werte.

2. Wenn ein Handymast, etwa 1 Km entfernt unter ein Winkel von etwa 60 Grad (im horizotalen) auf Baeume und Straeuche strahlt, messe ich direkt gegen der Handymast 84 uW/m2. Wenn ich im Spiegelbild auch unter 60 Grad gegen die Blaetter der Baeume und Straeuche messe, lese ich einen Wert von 260 uW/m2.

Hinter die Baeume und Straeuche messe ich in Richtung Handymast nur 2 uW/m2.

Ich moechte keine Diskussion ueber die exakte Werte, sondern ueber dieses Fenomen.

Ich schliesse daraus, dass die feuchte Blaetter die Strahlung als Abschirmung absorbieren, aber anderseits sie wieder verstaerkt reflektieren.

Ich hatte dies auch mal festgestellt als es nicht geregnet hat.

Charles Claessen
http://members.rott.chello.nl/cclaessens

 

 


Die Empfehlung, HF-Messungen mit dem HF-Digitmeter (oder Esmog-Handy
oder Hell- Receiver) am Abend zu machen, hat den folgenden Hintergrund:

Abends und nachts werden starke Rundfunksignale im Langwellen-, Mittelwellen- und unteren Kurzwellenbereich durch ionisierte Luftschichten über uns reflektiert und können am Empfangsort trotz großer Entfernung zum Sender so stark sein wie eine Sendeanlage in direkter Nachbarschaft. Diese Sendersignale sind überwiegend amplitudenmoduliert (AM) und somit auch biologisch wirksam.

Elektrosensible Menschen können auch dieses wahrnehmen. Messtechnisch könnte man dies mit der Breitband- T- Antenne von Merkel und einem angeschlossenen Datenlogger nachweisen. Hier kann man in der Grafik erkennen, dass nachts die aufgezeichneten Spannungswerte höher sind als tagsüber. Dies gilt aber nur für die ungepulsten Signale im o.g. Frequenzbereich.

Mit der T- Antenne können keine gepulsten Signale erkannt werden. Wenn man am Empfangsort allerdings starke gepulste Mikrowellensignale vom Mobilfunk und/oder DECT-Schnurlostelefonen hat, kann man die nächtlich hinzu kommenden Signale vernachlässigen und eine zusätzliche nächtliche Messung ist damit nicht mehr so wichtig.

Dipl.- Ing. Wolfgang Priggen  
http://www.baubiologie.de.vu

 

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