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Elektroinstallation

 

 Elektroinstallation ringförmig oder sternförmig?  

 

Die ringförmige Installation nach VDE hat den Nachteil, dass sich bei Kabeln jedweder Art Induktionen durch Hochfrequenz ergeben können (Rundfunksender, CB-Funk, Handys, etc..). Selbst von Empfangseinrichtungen (Kabelfernsehen, Sat-Anlagen) können Mantel- wellen ausgehen, die durch Induktion auf andere KAbel "übergehen" können und sich so im Haus verbreiten. 

Diese Induktion wird dadurch erheblich erleichtert, wenn Kabel parallel zueinander verlaufen. Dies ist bei der ringförmigen Anordnung immer der Fall. So kann es passieren, dass sich Funkwellen über die gleiche Stromphase munter ausbreiten können. 

Bei Mehrfamilienhäusern sind oft alle Wohnungen an der gleichen Phase geschaltet, selbst bei Einfamilienhäusern hat man oft die gleiche Phase im Haus, wie Nachbarhäuser. Auf diese Art und Weise kann man sich wunderbar Hochfrequenz ins Haus holen, mit der man gar nicht gerechnet hat. 

Bei der sternförmigen Installation ist das Problem der Induktion im Prinzip gleich Null. Allerdings hat die sternförmige Installation erhebliche Nachteile. Bei jedem Bohren oder Einschlagen eines Nagels muß man vorher messen, ob sich an dieser Stelle zufällig ein Kabel befindet, da die Kabel kreuz und quer durch alle Räume gehen. 

Dazu ist die Installation nicht VDE gerecht und ich habe Zweifel, ob es überhaupt Elektriker gibt, die diese Installationen ausführen, da sie eigentlich nicht fachgerecht sind. Dies kann bis zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. 

Ich empfehle einen Mittelweg: 

Bevor man ein Haus baut, sollte man sich über die Anordnung der Möbel im klaren sein. Dann werden die Kabel mit großem Abstand um Sitzgruppen in der Stube und Betten herumgeleitet. 

Bei Elektrosmog ist Abstand mit Abstand   ; )  der beste Schutz.  Ideal ist es, wenn man Kabel so hoch es geht an der Decke entlang führt. Da man nur im Sitzen und im Liegen längere Zeit verweilt, hat man so generell den besseren Schutz, als wenn Kabel am Fußboden verlegt werden. 

Zur Ausfilterung der Hochfrequenzanteile kann man in einem Steckergehäuse leicht einen Filter konzipieren, der einfach in eine beliebige Steckdose gesteckt wird und Hochfrequenz nach Masse ableitet. Der Kondensator wird so gewählt, dass der Fehlerstromschutzschalter soeben nicht anspringt. Jeder halbwegs begabte Elektrobastler kann so ein Teil in ein paar Minuten selbst zusammenbasteln.

Ich halte dies für einen wesentlich besseren Schutz, als bei sternförmiger Verlegung, da es hier passieren kann, dass eine Leitung quer unter dem Bett verläuft. Dies kann fatale Folgen haben. 

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, verlegt viele Leerrohre in seinem Haus. Dann kann man bei anderer Nutzung der Räume oder Umstellen der Möbel, nach seinen Wünschen vorhandene Kabel entfernen und einen neuen Kabelweg führen, ohne die Wände aufzuhacken. Viele Leerrohre sind das A&O im modernen Hausbau und aus baubiologischer Sicht absolut empfehlenswert. Die Mehrkosten kann man Angesichts des hohen Nutzenfaktors leicht verschmerzen. 

Um E-Felder gering zuhalten, kann man zusätzlich im Schlafbereich auf Niederspannungstechnik ausweichen. Bei uns im Haus habe ich in allen Schlafbereichen 230 Volt Kabel entfernt und setze 12 Volt Niederspannung mit verdrillten Kabeln ein. Als Birnen und Fassungen nehme ich Artikel aus dem KFZ Bereich.

Sogar auf einen Radiowecker brauche ich nicht zu verzichten, da ich das vorhandene Modell von 230 Volt auf 12 Volt umgebaut habe. Dieser ist noch gut eine Armlänge vom Kopf entfernt und das E/H-Feld ist gleich Null im Kopfbereich. 

So spare ich mir einen Netzfreischalter und habe bei allem Komfort dennoch einen "störungsfreien" Schlaf. 

Man kann mit etwas Intuition und know-how auf leichte Art und Weise die Felder niedrig halten. Wichtig ist immer eine gute Planung und nicht einfach drauf los bauen. Im Zweifel sollte man sich von einem Baubiologen bei der Planung im Hausbau beraten lassen. Dieser weiß, worauf er achten muß und die Kosten stehen in keinem Verhältnis zu einer späteren Änderung, die viel teurer kommt. 

Für Rückfragen und Anregung stehe ich gerne unter meiner E-Mail Adresse zur Verfügung. 

W. Nikolaus 

www.biowohn.de

 

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