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Handyfreie Zonen

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 Handyfreie Zonen in Schulen einrichten   

BAYERISCHER LANDTAG
ABGEORDNETER
VOLKER HARTENSTEIN

P R E S S E M I T T E I L U N G
Mit der Bitte um Veröffentlichung


MdL Volker Hartenstein:
Handyfreie Zonen in Schulen einrichten 

München/Ochsenfurt (10. 01. 2002)

Zu einem zunehmenden Problem wird die Nutzung von Handys in Schulen. Diese Auffassung vertritt der parteilose Landtagsabgeordnete Volker Hartenstein (Ochsenfurt) in einer Pressemitteilung. Nach Auskunft des Umweltschutzpolitikers verfügen immer mehr Schülerinnen und Schüler über ein mobiles Telefon, das in die Schule mitgebracht wird. 

Was viele dabei nicht wissen: Eingeschaltete Handys nehmen in gewissen zeitlichen Abständen - auch ohne dass ein Gespräch geführt wird - über Funksignale Kontakt zur nächstgelegenen Basisstation auf. In einem Klassenzimmern mit 30 Schülern komme es auf diese Weise zu “nicht akzeptablen Strahlenbelastungen” für alle Personen. 

Aktuelle Studien, so Volker Hartenstein, “weisen darauf hin, dass gepulste Hochfrequenzfelder unterschiedliche Effekte in den Gehirnen der Menschen auslösen. In Tierversuchen wurde ferner wiederholt eine Abnahme der Lernleistung festgestellt.” 

Auf eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung, wie sie die Gefährdung der Schülerinnen und Schüler in den Klassenzimmern beurteile und was sie dagegen unternehmen werde, antwortete Gesundheitsminister Eberhard Sinner: “Nach derzeitigem wissenschaftlich gesicherten Kenntnisstand ist bei Einhaltung der genannten Normen keine Gefährdung der Gesundheit des Menschen gegeben.”

Sinner betonte ferner, dass die Schule keinen Einfluss auf das Mitführen eines ausgeschalteten Handys nehmen könne. “Ein eingeschalteter Apparat (dagegen, d. Red.) gilt grundsätzlich als ein störender Gegenstand, auch wenn er stumm geschaltet ist. Bei Zuwiderhandlungen kann das Handy einbehalten werden.”

Hartenstein hält die Aussagen des Staatsministeriums für nicht überzeugend. Die Schulen könnten  über ihre Hausordnungen sehr wohl handyfreie Zonen einrichten, betont der Landtagsabgeordnete. Entsprechende Beschlüsse sollten im Sinne eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes gemeinsam mit den Schülermitverantwortungen und den Elternbeiräten gefasst werden. Auch die vorgegaukelte Sicherheit bei Einhaltung der Normen sei brüchig. 

Der Abgeordnete verweist in diesem Zusammenhang auf laufende Prozesse in den Vereinigten Staaten. Kopf-Tumor-Patienten versuchen dort den Nachweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und Erkrankung zu erbringen. 

Im spanischen Valladolid hätten Richter ferner erst vor einigen Tagen die Abschaltung von Mobilfunksendeanlagen in der Nähe einer Schule verfügt, weil unter den Schülern eine stark erhöhte Anzahl von Leukämie- und anderen Krebsfällen aufgetreten sei. Und in der Schweiz gebe es eine erste rechtskräftige Gerichtsentscheidung, in der einer 40-jährigen Frau auf Grund ihrer Elektrosensibilität eine Arbeitsunfähigkeitsrente zugestanden worden sei. 

Volker Hartenstein: “Es wird höchste Zeit, die warnenden Signale aufzunehmen und politische Konsequenzen zu ziehen.”


Mit freundlichen Grüßen, 

gez Volker Hartenstein


Ismaninger Str. 7 Roßhirtstraße 11
81627 München 97199 Ochsenfurt
Telefon (089) 4126-2414 Telefon: (09331) 2825
Fax: (09331) 803189

Fax: 01212/5-132 53 270 

Volker.Hartenstein@bayern.landtag.de

 

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 Mobilfunk und Schulen 


Landtag von Baden-Württemberg 
13. Wahlperiode 10. 04. 2002

Antrag der Abg. Dr. Walter Witzel u. a. GRÜNE
 
und

Stellungnahme
des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport

  • Mobilfunk und Schulen 

 

Hier ist der Text der Stellungnahme   >>>

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 Handyverbot für Kinder in Bangladesh  



Ob die von Mobiltelefonen oder den für ihren Betrieb nötigen Sendemasten emittierten Strahlen nun schädlich sind oder nicht, ist nach wie vor heftig umstritten. Immer öfter jedoch entscheiden Behörden im Zweifel gegen den Angeklagten: 

Im fernen Bangladesch gibt es nun das erste gesetzliche Handyverbot für Minderjährige. 

Als Yameen Bakth, Umweltminister von Bangladesch, vor die Presse trat, diktierte er den anwesenden Medienvertretern eine ganze Reihe von Konjunktiven in die Blöcke. Nichts genaues wisse man. Sicherlich, es gebe nur Hinweise, aber immerhin wäre es doch möglich, dass Handys den Hirnen Heranwachsender Schaden zufügen könnten. 

Besser sei es da, meinte Bakth, präventiv ein Verbot auszusprechen: Bangladesch bereitet nun ein Gesetz vor, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren den Gebrauch von Mobiltelefonen verbietet - und mag damit einen Trend einleiten. 

Die Proteste der Industrie folgten umgehend, die Handy-Betreiber fürchten um ihre Umsätze. Weltweit sind es gerade die Jüngsten, die mobil telefonieren und SMS'en, als gäbe es kein Morgen. 

Die damit möglicherweise verbundene Gesundheitsgefährdung alarmierte bereits in etlichen Ländern Ärzte, Technik-Experten, Politiker und Erzieher, die hier und da entsprechende Empfehlungen erwirken konnten, Heranwachsenden Handys vorzuenthalten. Zu einer gesetzlichen Regelung ist es dagegen bisher nirgendwo gekommen. 

Ob "Handystrahlen" dem Menschen nun schaden oder nicht, ist hoch umstritten. Einzig ein so genannter "Wärmeeffekt" konnte bisher auf die vom Handy abgestrahlten Mikrowellen zurückgeführt werden: Auf der "Telefonierseite" kommt es zu einer minimalen Erhöhung der Gewebetemperatur bis hinein ins Hirn. 

Die meisten Mediziner bezeichnen diese Temperaturerhöhung als so minimal, das sie als nicht relevant zu deuten sei. Skeptiker befürchten dagegen mögliche Langzeitschäden und empfehlen zumindest, Kindern Handys vorzuenthalten. 

Korrekturen:

Das Handyverbot in Bangladesh ist noch nicht in Kraft (wird noch im Parlament behandelt) und Yameen Bakth ist nicht Umweltminister, sondern Sprecher des grössten Mobilfunk-Anbieters in Bangladesh.

(Vielen Dank für den Hinweis an Joachim von Geisau)

Quelle:  Spiegel Online, 04. 06. 2002, http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,199163,00.html 

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