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Informationsbroschüre

 

Dürfen Träger von Herzschrittmachern mit Handys telefonieren?

    Mobilfunkgeräte können die Funktion von Herzschrittmachern beeinflussen. Deshalb sollte zwischen den Antennen der Handys und dem Herzschrittmacher ein Mindestabstand von etwa 20 cm eingehalten werden. Schrittmacherträger dürfen also mit Handys telefonieren; sie sollten jedoch das Mobiltelefon nicht betriebsbereit in der Brusttasche direkt über dem Schrittmacher tragen.

    Bei schnurlosen Telefonen ist auch bei geringerem Abstand als 20 cm zwischen Antenne und Herzschrittmacher keine Gefährdung zu erwarten.

    Weitere Aussagen zum Thema entnehmen Sie bitte dem BfS-Infoblatt "Wie sind Störungen von Herzschrittmachern durch elektrische und magnetische Felder zu vermeiden?" (Infoblatt 5/97).

 

Darf mit dem Handy aus dem Auto telefoniert werden?

    Wenn aus dem Fahrzeug heraus mit einem Handy ohne Außenantenne telefoniert wird, kann es zu einer sehr ungleichmäßigen Feldverteilung in der Umgebung des Handys kommen. Die Stärke des elektrischen und magnetischen Feldes im Innern des Kraftfahrzeuges hängt dabei stark von der Konstruktion des Gerätes sowie von Größe, Form und Material des Autos ab. Bedingt durch den raschen Wechsel der Mobilfunk-Basiszellen beim Fahren und die Notwendigkeit, aus dem Inneren heraus die abschirmende Wirkung der Karosserie zu überwinden, müssen die Handys oft mit voller Sendeleistung "powern", um den notwendigen Kontakt zur Basisstation herzustellen. Reflexionen im Fahrzeug selbst können zu einer räumlich begrenzten Verstärkung des elektromagnetischen Feldes im Auto führen. Dabei können im Fahrzeuginneren beim Betrieb des Handys höhere Feldstärken auftreten als im freien Raum.

    Dieser Effekt wird durch die Verwendung einer Außenantenne vermieden. Bei Benutzung einer Außenantenne sind Personen im Fahrzeug nur sehr geringen Feldstärken ausgesetzt, die deutlich unterhalb der Intensitäten ohne Außenantenne liegen. Zusätzlich wird das Risiko einer Beeinflussung der komplizierten Autoelektronik durch das Feld des Handys verringert.

    Um Risiken durch die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks zu verringern, sollte auf das Telefonieren im Auto ohne Außenantenne verzichtet werden.

    Und ganz unabhängig von strahlenhygienischen Aspekten: Verzichten Sie - wann immer möglich - auf das Telefonieren, wenn Sie am Steuer eines Fahrzeugs sitzen! So leisten Sie einen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Darf mit Handys in Krankenhäusern telefoniert werden?

    Die Benutzung von Handys in Krankenhäusern kann vor allem zu Problemen der elektromagnetischen Verträglichkeit elektronischer Geräte untereinander führen. Vereinzelt wurden Störungen empfindlicher medizinischer Geräte in 1 bis 2 Metern Abstand beobachtet.

    Der Besucherstrom in Krankenhäusern lässt sich häufig nur schwer kontrollieren. Deshalb liegt es im Ermessen der jeweiligen Krankenhausleitung, Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass empfindliche medizinische Geräte in ihrer Funktion nicht gestört werden und somit diese Ursache für mögliche Gesundheitsfolgen ausgeschlossen werden kann. Dies erfolgt in vielen Fällen durch ein Verbot des Telefonierens mit Handys. Aufgrund der nicht auszuschließenden Wechselwirkungen zwischen Handys und medizinischen Geräten rät das BfS dringend von der Handy-Benutzung in Krankenhäusern ab.

 

 

Quelle: http://www.bfs.de/service/faq/a_mf.htm#03

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