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Auswirkungen des Mobilfunks auf Schulkinder |
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Hans Schmidt,
Die Vorsitzende des Elternbeirats der Grund- und
Hauptschule Wolfratshausen, Den Rektor der Grund- und Hauptschule Wolfratshausen, Den Ersten Bürgermeister und Verantwortlichen für
das Schulsprengel Wolfratshausen, Den Landrat des Kreises Bad Tölz-Wolfratshausen, Die Kultusministerin des Freistaates Bayern, Den Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, cc: lokale Presse Sehr geehrte Damen und Herren, wir wenden uns an Sie, weil Sie Verantwortung tragen für das Wohl und die Zukunft unserer Kinder. In den letzten Monaten sind Auswirkungen des Mobilfunks und der Handy-Benutzung bekannt geworden, die Sie wissen sollten: 1. Eine spanische Studie über die Wirkung eines nur zwei-minütigen Handygespräches auf das Gehirn eines 11-jährigen Jungen und eines 13-jährigen Mädchens zeigte, dass das EEG noch bis zu einer Stunde nach diesem kurzen Gespräch verändert war. Führende
medizinische Experten stellten darauf hin den Handygebrauch durch Kinder
überhaupt in Frage. Ärzte fürchten, dass gestörte Gehirnaktivität
zu psychischen Problemen und Aggressivität oder verminderter Lernfähigkeit
führen könnte. 2. Die Schule im schweizerischen Schwarzenberg hatte infolge starker elektromagnetischer Bestrahlung der Kinder 40 Jahre die schlechteste Übertrittsrate des gesamten Kantons Bern in die Sekundarschule, obwohl modernst ausgestattete helle Schulräume, bestes Unterrichtsmaterial und beste Lehrkräfte zur Verfügung standen. Diese Schule liegt 700 m entfernt von einem inzwischen wegen Anwohnerprotesten stillgelegten starken Kurzwellensender. 3. Eine Studie an der Klinik für Kommunikationsstörungen der Universität Mainz ergab, dass bei mehr als 80 % der Versuchspersonen nach einem längeren Handygespräch eine verringerte Wahrnehmung auftrat. 4. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz,
Prof. König, rät Eltern, ihre Kinder von Handys fern zu halten und hält
es für notwendig, Mobilfunk-Standorte zu vermeiden, die bei Kindergärten,
Schulen und Krankenhäusern zu erhöhten Feldern führen. 5. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC),
die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersteht, hat im Juni 2001
elektromagnetische Strahlung in die Liste der Krebs erregenden Faktoren
aufgenommen. 6. Im spanischen Valladolid hat ein Richter
Mobilfunk-Sendemasten direkt neben einer Grundschule still legen lassen,
nachdem drei Schulkinder an Leukämie und eines an Lymphknotenkrebs
erkrankte. Die Antennenbetreiber argumentierten mit der viel zu kurzen
Zeit zwischen Inbetriebnahme der Anlage im Februar 2000 und den
Erkrankungen. Eine interdisziplinäre Kommission an der Hochschule in
Valladolid, die seit dem ersten Krebsfall die Schließung der Sender
fordert, hält dagegen, dass Studien aus dem japanischen Nagasaki
ergaben, dass gerade Leukämie bei Kindern sehr schnell entstehen kann. 7. Das Oberlandesgericht Innsbruck stellte im Januar 2001 fest, dass es einem Mobilfunk-Betreiber nicht gelungen ist, das Gericht von der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Mobilfunkstrahlung zu überzeugen. Ein Gutachter darf weiterhin behaupten, dass Mobilfunkstrahlung ein gesundheitliches Risiko für die anrainende Bevölkerung darstellt, sich negativ auf die Erbinformation auswirkt und zu diversen Gesundheitsschäden wie etwa auch Krebs, Gehirntumor und Missbildungen bei Neugeborenen führt. Wir sind äußerst besorgt über diese Berichte und sehen eine Gefahr für die schulische Entwicklung und die Gesundheit unserer Kinder. Hier geht es nicht um die Zukunft Einzelner, sondern eine ganze Generation wird rücksichtslos und trotz besseren Wissens verstrahlt und einem unkalkulierbaren Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Die Wolfratshauser Grund- und Hauptschule am Hammerschmiedweg liegt nur wenige hundert Meter entfernt von den beiden Mobilfunksendern auf dem Telekomgebäude am Bahnhof, und wir befürchten, dass unsere Kinder auch betroffen werden! Bitte informieren Sie sich und helfen Sie mit, unsere Kinder vor dieser Technologie zu bewahren. Wir erinnern an den Anspruch der bayerischen
Verfassung, Kinder als unser höchstes Gut besonders zu schützen. Mit freundlichen Grüssen P.S.: Von offizieller Seite wird immer noch
abgewiegelt mit dem Argument, dass die Beweislage nicht eindeutig sei.
Wir fordern Sie auf, Ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen und
die sich häufenden Warnungen ernst zu nehmen – zum Wohle unserer
Kinder.
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