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| Gutachten Prof. Semm | |
Gutachten im Auftrage von Herrn Gerd Zesar
Prof. Dr. rer. nat. Peter
Semm
Universität Frankfurt
Zoologisches Institut
priv. Simrockstr.16c 65187
Wiesbaden
Wissensstand vom März 2001
Kopieren ist zwar erwünscht, aber das
Gutachten darf jedoch vor Gericht
nur in Abstimmung mit Prof. Semm verwandt werden!
Modulierte
elektromagnetische Felder, die von Mobiltelefonen und Sendeanlagen ausgehen,
rufen in biologischen Systemen Reaktionen hervor, die es wahrscheinlich machen,
dass es im Falle des Menschen zu gesundheitlichen Störungen kommt.
Besonders im Bereich des Zentralnervensystems ist die Empfindlichkeit für eine
solche Einflussnahme besonders ausgeprägt. Es kommt zu Störungen des
Hormonbaushaltes insbesondere des Pinealhormons Melatonin, und der vegetativen
Balance (Schlafstörungen, Nervosität, Unwohlsein, Kopfschmerzen). Auch
speziellere Einwirkungen, wie z.B. beim Tinnitus (akustisches System), sind wahrscheinlich,
da die entsprechenden Hirngebiete direkt unter der Schädeldecke lokalisiert
sind und somit durch die Felder direkt beeinflusst werden können.
Die
bis jetzt gemessene Schwelle für die elektromagnetische Beeinflussung von
einzelnen Nervenzellen bei Tieren liegt bei ca. 200 nW/cm . Es ist jedoch
wahrscheinlich, das eine größere Empfindlichkeit vorliegt (vergleiche
Magnetsinn bei Vögeln liegt bei 20 nanoTesla) und dass eine elektromagnetische
Dauerbelastung das Zentralnervensystem im Sinne einer fortdauernden Allergie
sensibilisiert. Es ist zu beachten, dass Nervenzellen bei Mensch und Tier
nach dem gleichen elektrochemischen Prinzip funktionieren und gleichartig
aufgebaut sind. Aus diesem Grunde sollte man sich von Sendeanlagen mindestens
(für kürzere Zeit) 50 m entfernt aufhalten. Für längere Zeiten sollte ein
Abstand von 500 Metern gewahrt werden.
Spätestens
seit den Vorbereitungen zum Bau der ersten Atombombe muss sich
verantwortungsbewussten Sachkundigen - die grundsätzliche Frage stellen, ob die
menschliche Gesellschaft es sich leisten kann, die schnell fortschreitende
Technisierung zu akzeptieren und zum eigenen Vorteil zu nutzen, ohne vor der
Installation überprüft zu haben, ob soziale und gesundheitliche Schäden
wahrscheinlich sind und wie mit den eventuellen Folgen umgegangen werden
kann. Die Technologiegeschichte der vergangenen Jahrzehnte macht
deutlich, dass die Begeisterung über den erzielten Fortschritt in den meisten
Fällen die eigentlich notwendige und kluge Vorsicht dominiert hat oder aber
mögliche Folgen einfach auf Grund der naturgegebenen beschränkten
Einsichtsfähigkeit des Menschen nicht erkannt wurden.
Einerseits
könnte das simple Fazit sein, dass die Spezies Homo sapiens zu selbstsüchtig
und nicht intelligent genug ist, um mit sich selbst und dieser Welt behutsam
und vernünftig umzugehen. Den Biologen erschreckt dies wenig, da mehr als
90 Prozent aller Lebewesen im Laufe der Erdgeschichte ausgelöscht wurden.
Für das Gesamtgefüge, soweit wir es erkannt und verstanden haben, ist dies
unerheblich. Andererseits könnte das Prinzip Hoffnung aber in dem Sinne
greifen, dass wir nicht "zurück zur (schon teilweise zerstörten Natur)
nach Rousseau" auf unsere Fahne schreiben, sondern humane Erkenntnis und
pragmatisches, folgerichtiges Handeln walten lassen. Wissenschaftliche
Arbeit ist ein Versuch, diesen Weg zu beschreiten. Dabei wurde bei dem hier
behandelten Thema die reine, akademische Grundlagenforschung durch angewandte,
zum Teil industriell geförderte oder beauftragte Forschung abgelöst. Dies
bringt neue Sachzwänge, teilweise Abhängigkeiten und die Notwendigkeit zum
interdisziplinären Arbeiten. In diesem Zusammenhang ist die zur Zeit
geführte Diskussion über die eventuellen Folgen des "Elektrosmog" zu
sehen.
Schon
seit den sechziger Jahren werden mögliche Wirkungen von Magnetfeldern,
elektrischen Feldern und elektromagnetischen Feldern auf ihre biologischen
Effekte hin untersucht, und es gibt weltweit genügend Studien zu diesem Thema,
die eine biologische Wirksamkeit und damit gesundheitliche Folgen
wahrscheinlich machen. Die US Regierung hat in einer offiziellen
Verlautbarung diesen Zusammenhang zumindest für den niederfrequenten Bereich
anerkannt (bei der Beschlussfassung des Department of Energy war ich selbst
1995 in Palm Springs anwesend). Wie später ausgeführt, gibt es eine
Gleichsetzung zwischen niederfrequenten Feldern und solchen, die niederfrequent
moduliert werden.
Elektrische
Felder können statisch oder als Wechselfelder vorkommen. Das gleiche gilt
auch für Magnetfelder . Bei Wechselfeldern verändert sich die Polung mit der
Zeit. Aber es gibt auch den Fall, dass ein Wechselfeld oder ein
eigentlich statisches Feld zeitliche Intensitätsschwankungen zeigt. Diese
zeitlichen Änderungen können regelmäßig (periodisch) sein oder auch
unregelmäßig.
Technische Wechselfelder sind meist sinuskurvenförmig und regelmäßig,
Sie können jedoch auch in der Amplitude (Intensität) mit einer anderen,
niedrigeren Frequenz moduliert sein, die dann, wie sich vielfach deutlich
herausgestellt hat, eine starke biologische Wirkung hat. Dies ist zum
Beispiel der Fall bei den digitalen Mobilfunknetzen DI, D2, Viag Intercom und
E-plus sowie bei Fernseh- und Rundfunksendern und beim Radar.
Natürliche
Wechselfelder (bei Gewitter, durchziehenden Wetterfronten, durch
Sonneneinflüsse) sind in ihrer Intensität meist unregelmäßig oder
impulsartig. Natürlichen Wechselfeldern ist oft gemein, dass man nicht
eindeutig von einer bestimmten Frequenz ausgehen kann, sondern vielmehr von
einem charakteristischen Spektrum (Frequenzgemisch). Allerdings gibt es
auch künstliche Energiespektren.
Die Zuordnung eines Wechselfeldes zu
elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Wechselfeldern kann
mitunter schwierig sein, da jede Verschiebung von Ladungsträgern zu einem
elektrischen Strom führt, der immer von einem Magnetfeld begleitet ist.
Wechselfeldern
einer bestimmten Frequenz ( Feldwechsel / sec) können wir eine bestimmte
Wellenlänge zuordnen. Die Wellenlänge Lambda ist dabei die
Ausbreitungsgeschwindigkeit in einem bestimmten Medium (z.B. Luft)
geteilt durch die Frequenz. Bei Entfernungen weit unter der Wellenlänge zur Strahlungsquelle
lassen sich elektrische und magnetische Komponente des elektromagnetischen
Feldes voneinander unterscheiden. Man spricht in diesem Fall vom
Nahfeld. Bei größerer Entfernung, also im Fernfeld, lässt sich diese
Unterscheidung nicht mehr so einfach machen. Man spricht hier nur noch
vom elektromagnetischen Feld. Das erklärt das Phänomen, warum
frequenzabhängig auch die Einheiten wechseln, mit denen die Feldstärke gemessen
wird.
Grundsätzlich
kann bei den Wirkungen von elektromagnetischen Wechselfeldern auf einen
Organismus zwischen thermischen und nicht-thermischen Wirkungen unterschieden
werden. Thermische Wirkungen: die zugeführte Energie führt zu einer
Erhöhung der Temperatur im Gewebe und löst so eine Wirkung aus. Die
Wirkung lässt sich dann sofort feststellen. Schon während des 2.
Weltkrieges gab es Berichte über Verbrennungen bei Technikern durch starke
Radaranlagen. Gefürchtet sind heute zum Beispiel Augenlinsenschäden, da
Linsen schlecht durchblutete Organe sind, und die zugeführte Energie schlecht
abführen können. Jedes Organ hat für einen bestimmten Frequenzbereich
eine bestimmte spezifische Absorptionsrate SAR, die in Watt/Kg gemessen wird.
Nichtthermische
Wirkungen: hier
lassen sich wegen der geringeren Energie bzw. schlechterer Übertragung auf den
Organismus keine thermischen Wirkungen beobachten. Wirkungen treten meist
mit einer Verzögerung auf. Zu den nichtthermischen Wirkungen gehören Änderungen
der räumlichen Anordnung von Molekülen, des zellulären Stoffwechsels,
Veränderungen der Zellkommunikation, Einflüsse auf Nervenbahnen, auf die
DNA-Synthese und den Hormonhaushalt
Natürliche,
hohe elektrostatische Felder finden sich zum Beispiel bei Gewittern.
Niedrigere Werte finden sich in de Natur immer durch den Potenzialunterschied
zwischen Erdboden und Ionosphäre, der bei etwa 300 KV liegt. Die
gemessenen Werte am Erdboden schwanken täglich (um 40 %) sowie im Laufe
der Jahreszeiten, und werden durch Pflanzen und Gebäude teilweise abgeschirmt.
Elektrostatische
Felder scheinen einen Einfluss auf das Zellwachstum zu haben, und es gab in der
Vergangenheit Versuche auf diese Weise das Pflanzenwachstum in der
Landwirtschaft zu beschleunigen. In der Literatur werden elektrische
Felder für Ratten als Stressoren betrachtet (Harkness 1980).
|
Elektr. Gleichfeld der
Erde |
130-270 V / m mit
starken Schwankungen (Leitgeb N) |
|
Gewitter |
bis etwa 20 KV / m |
|
Aufreißen
eine Kunststoffpackung/ |
10 KV / m bis mehrere
100 KV / m Leitgeb N) |
|
Feldstärke
im synaptischen Spalt |
107
V / m
|
Künstliche, also vom Menschen geschaffene elektrische Wechselfelder sind häufig von entsprechenden Magnetfeldern begleitet, denen eine größere Wirkung zugeschrieben wird. Wechselfelder im ELF-Bereich und mit einer Feldstärke von 2-40 KV/m führen nach einer 21 -tägigen Exposition zu einer verminderten Serotonin-NAT-Aktivität der Zirbeldrüse und folgender Hemmung der pinealen Melatoninsynthese bei der Ratte (Wilson BW bioelectromagnetics 1981,1983). Die Hemmung wurde ab einer Mindestfeldstärke von 2 KV/m beobachtet (Ratte).
Die Prolaktinsekretion wird auch beeinflusst (Leung 1988). 10 Hz Felder haben eine starken synchronisierenden Effekt auf unsere innere Uhr, und können in einem Bereich von +/- 1 Stunde den circadianen Rhythmus beeinflussen (RA Wever). Bei Isolationsversuchen stellte sich heraus, dass Versuchspersonen, die sich in (gegenüber EMF) abgeschirmten Räumen befanden, und die sich über die Uhrzeit nicht informieren konnten, eine längere endogene Periodendauer zeigten gegenüber Versuchpersonen, die in nicht abgeschirmten, aber sonst identischen Räumen isoliert waren (zumindest von 1964-1968). Wever folgerte daraus, dass nicht wahrnehmbare ENT die "autonomous period" verkürzen und interindividuelle Unterschiede zwischen Versuchspersonen vermindern (in "the circadian system of man" 1979).
Interessant ist in diesem Zusammenhang der 10 Hz Peak (Alphawellen) im menschlichen EEG sowie die Anwesenheit eines natürlichen elektrischen Wechselfeldes mit einer ähnlichen Frequenz (und anderen Frequenzen im 10 KHz-Bereich bekannt als Schumannstrahlung). Dieses Feld ist allerdings ein EMF. (siehe weiter unten)
|
Im
Haushalt: |
20 – 40 V/m |
|
Extremwerte |
1 – 1000 V/m |
|
Grenzwert DIN/VDE: |
20 KV/m an
Arbeitsstellen |
|
Grenzwert
DIN/VDE |
7 KV/m übrige
Bevölkerung |
|
Grenzwert
WHO/IRPA |
5 KV/m |
Maßeinheit: A/m und Tesla ( früher
Gauss G und Oerstedt Oe )
1
A / m entspricht 1,25 MikroTesla (in Luft) 1 Gauss
= 100 MikroTesla
1
Tesla = 10. 000 Gauss
Magnetfelder kommen als statische MF oder als Wechselfelder (MWF) vor, bzw. auch als Überlagerung beider Formen. Daneben lassen sich auch pulsierende Magnetfelder erzeugen.
Das bekannteste Magnetfeld ist das Erdmagnetfeld, das ein statisches Magnetfeld ist und das einigen Tieren zur (zusätzlichen) Orientierung dient, und dem der Mensch seit seinem Erscheinen immer ausgesetzt war, und dem er sich anpassen konnte bzw. von dessen Präsenz physiologische Vorgänge abhängen. Die amerikanische Kompasspflanze (Silphium lacinatum) soll ihr Wachstum nach den magnetischen Feldlinien des Erdmagnetfeldes ausrichten.
Heute ist es unumstritten, dass Magnetfelder einen Einfluss auf die Epiphyse und die Melatoninfreisetzung haben. Plötzliche Magnetfeldwechsel auch geringer Intensität über mehrere Stunden andauernd, fuhren zu einer Herabsetzung der Aktivität des synthetisierenden Enzyms NAT (N-Acetyltransferase) und der Melatoninsekretion in der Nacht, sowie zu einem Anstieg des Serotonins (als Vorläufer des Melatonins und Substrat der NAT). Typischerweise stehen Melatonin und Serotonin im Pinealorgan in einem umgekehrten Mengenverhältnis zueinander. Die von außen einwirkenden Magnetfeldstärken können dabei im Bereich der Feldstärke des Erdmagnetfeldes von ca. 40-50 MikroTesla liegen und eine Wirkung erzielen. Reuss beschreibt 1985 ein "magnetic-window', das einzig eine Wirkung erzielen würde.
Zu schwache, aber auch zu starke Felder (z.B. Kernspintomographie mit 1,5 Tesla) haben keine Wirkung. Olcese und Kollegen beobachteten 1985 dass die Hemmung der Melatoninsynthese durch MF nur bei Tieren mit einem intakten visuellen System zu beobachten ist. Bei erblindeten Ratten war es nicht mehr möglich S-NAT (Serotonin-NAT) Änderungen oder Melatoninveränderungen durch NW zu beobachten. Dies deutet auf die Bedeutung der Augen und insbesondere auf die Retina für einen Einfluss von MF auf das Melatoninsystem. Allerdings haben viele (nicht alle!) Blinde einen circadianen Melatoninrhythmus, von dem ja bekannt ist, dass er über die Netzhaut vom Tageslicht synchronisiert wird. Einzelne Neurone im visuellen System von Vögeln zeigen Reaktionen auf Magnetstimuli (Semm P, Demaine C 1986).
1986 wurde außerdem berichtet, dass NW nur dann pineale Enzyme der Melatoninsynthese hemmen können, wenn schwaches rotes Licht anwesend ist (Reuss S 1986 neurosci lett). In völliger Dunkelheit gelang es nicht die Melatoninsynthese durch eine Verlagerung der horizontalen Komponente des statischen Magnetfeldes zu beeinflussen. Die Autoren vermuten einen Einfluss von MF auf Photorezeptoren nach einem von MJM Leask 1977 vorgeschlagenen paramagnetischen Mechanismus [1] (nature Heft 267 1977).
Braihim Selmaoui und
Kollegen untersuchten im Jahre 1996 die Wirkungen von einem pulsierenden 50 Hz
- Magnetfeld von 10 MikroTesla (zusätzlich zu 47 MikroTesla Erdmagnetfeld) auf
32 Probanden in der Nacht. Beim Menschen ließ sich auf diese Weise kein
Effekt auf Melatonin im Serum oder auf die Ausscheidung von
Melatoninmetaboliten nachweisen (1996 life sciences).
Höchstwahrscheinlich
ist der die Melatoninsynthese begrenzende Einfluss u.a. in induzierten
elektrischen Strömen (eddy currents) zu suchen. Es handelt sich dabei
um Induktionsströme nach dem Faraday'schen Gesetz, deren Stromstärke von
Entfernung, Feldstärke und Geschwindigkeit der Feldstärkeänderung abhängt.
Beim Menschen konnte eine Verminderung des 6-Hydroxymelatonins im Urin von Versuchspersonen beobachtet werden, die gegenüber Vergleichspersonen 10 Wochen lang auf Heizdecken schliefen, die ein stärkeres Feld aufwiesen als konventionelle Heizdecken (Wilson BW 1988). Bekannt ist auch, dass die Bildung von cAMP bei Ratten magnetfeldabhängig ist. Der cAMP-Spiegel spielt bei der Melatoninsynthese eine wichtige Rolle.
Ob von außen einwirkende
Magnetfelder nur auf die Pinealis oder zusätzlich über andere Organe, oder
vielleicht sogar ausschließlich über andere Organe (z.B. die Netzhaut)
einwirken, ist zur Zeit noch nicht geklärt. Beispielsweise wurden
nächtliche Serotoninschwankungen bei Ratten im Bereich des Hirnstamms nach
Magnetfeldstimulation gefunden. Möglicherweise beeinflussen die oben
genannten Induktionsströme die sympathische Innervation des Pinealorgans, oder
aber direkt den Pinealisstoffwechsel.
Diese Versuche sind insofern sehr wichtig, als - wie später
beschrieben - die niederfrequente Modulation der Handy - und auch der Felder
der Basisstationen- der entscheidende Faktor bei den biologischen Reaktionen
ist - und nicht der hochfrequente Anteil. Insofern sind diese Ergebnisse
vergleichbar.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, dass
elektromagnetische Felder auch über die Augen einwirken können. Die als "Magnetophosphene"
oder Phosphene bekannten visuellen Reize treten beim Menschen allerdings
erst bei sehr großen Magnetfeldstärkeänderungen auf, und zwar ab etwa 2 T/s - 5
T/s. Eine andere Beobachtung ist auch interessant: Magnetfelder können
auch die synaptische Übertragung beeinflussen; beispielsweise können
elektromagnetische Felder zu einem "nach innen wandern" von
-Rezeptoren der Zellmembran führen. Auch über eine Beeinflussung der DNA
- Synthese durch Magnetfelder wurde berichtet.
Starke Magnetfelder führen auch zu
einer Beeinflussung des somatischen Nervensystems, sodass es zu unwillkürlichen
Bewegungen im Feld kommt.
Die
NAT-Aktivität wird durch Magnetfelder wechselnder Intensität negativ
beeinflusst (Welker 1983 exp brain res). Mit einer Wirkung ab 1 - 10
MikroTesla muss gerechnet werden (der übliche Wert in Wohnhäusern liegt bei
etwa 0,2 MikroTesla, berufliche Exposition kann sehr viel höher sein).
Allerdings
gibt es auf der Erde keinen Ort an dem wir nicht in irgendeiner Weise
Magnetfeldern oder sog. Sferics ausgesetzt sind. Täglich finden
weltweit zur gleichen Zeit etwa 6000 Gewitter statt, die seit Urzeiten zu
unserer natürlichen Umwelt gehören (Leitgeb 1990: 1000-2000). Sie
erzeugen, bedingt durch Resonanzen mit der Erde, die sog. Schumannstrahlung mit
diversen Maxima im elektromagnetischen Spektrum bei wenigen Hertz (ca. 7 - 10
Hz bzw. 30.000 Km Wellenlänge), aber auch im 10 KHz-Bereich (30 Km Wellenlänge)
im nanoTesla-Bereich. Einzelne Blitzeinschläge dauern etwa eine halbe
Millisekunde und können noch als elektromagnetische Impulse in 1000 Km
Entfernung gemessen werden. Es gibt Hinweise für eine physiologische
Bedeutung dieser Wechselfelder. So zeigten zwei Studien aus Giessen, dass
derartige Signale (hier 50 nTesla) unser EEG beeinflussen können (Schienle A
1996 int j psychophysiol, 1997 int j neurosci).
Wetterfühlige
Menschen zeigten in den Versuchen ein verändertes Reaktionsmuster
(Veränderungen im Alpha- und Betabereich) im EEG. Magnetfeldfreie Räume
sind dagegen als künstliche, vom Menschen geschaffene Räume anzusehen. In
US-Raumkapseln, in denen ja das Magnetfeld der Erde wegen der Entfernung zur
Erdoberfläche keinen Einfluss mehr hat, erzeugt die NASA ein künstliches
Magnetfeld, um irdische Verhältnisse nachzuahmen. Das ubiquitär
vorhandene Erdmagnetfeld unterliegt schwachen circadianen, circaannualen und
anderen Schwankungen im Jahrhundertbereich (sogar Umkehrungen in der
Vorzeit). Der Sonnenwind hat einen schwachen Einfluss auf das Erdmagnetfeld.
Bei uns kommt es bis Mitternacht zu einer Abnahme des Feldes um etwa 30- 1 00
Nanotesla, was etwa maximal 2 % des Flusses ausmacht. Des weiteren kommt
es zu täglichen Verschiebungen der Deklination und auch der Inklination (Skiles
DD 1985). Neben diese circadianen Schwankungen des Erdmagnetfeldes kommt
es in unregelmäßigen Abständen zu größeren Schwankungen im MikroTeslabereich.
(sog. Magnetstürme)
Seit 1997 vertritt RJ Reiter von der Universität San Antonio in Texas die Meinung, dass Magnetfelder die pineale Melatoninsekretion nicht negativ beeinflussen, sondern stattdessen die Aufnahmegeschwindigkeit von Melatonin in Körpergewebe erhöhen, und so zu einer Senkung des Plasmamelatonins fuhren. Dies würde sich dann auf die Elimination von Radikalen negativ auswirken. ( siehe auch Grota LJ, Reiter RJ 1994 bioelectromagn ) Takahashi zeigte in 1986 durchgeführten Experimenten, dass MF eine stimulierende Wirkung auf die DNA-Synthese beim chinesischen Hamster haben. Ein Effekt konnte nur bei Feldstärken im "magnetic window" - Bereich des Erdmagnetfeldes beobachtet werden (Takahashi K 1986 experientia ).
Brandislav
D Jankic, der 1990 Versuche mit kleinen unter die Kopfhaut implantierten
Dauermagneten (600 Gauss) bei Ratten machte, konnte feststellen, dass die
Magnete zu einer Thymusvergrößerung nach 24 oder 34 Tagen führten.
Implantierte nichtmagnetische Metallkörper derselben Größe wie die Magnete
zeigten diesen Effekt nicht. Dieselben Versuche zeigten bei den Ratten
auch eine Zunahme der CD4+ Lymphozyten, und eine Abnahme der CD8+ Zellen, sowie
einen Einfluss auf die Arthus-Reaktion. Jancic vermutet einen Einfluss
auf die Zirbeldrüse hinter diesen beobachteten Wirkungen konstanter
Magnetfelder, oder aber einen Einfluss auf das Opioid-System (Jancic BD
1991 int j neurosci). Ab 0,3 T zeigt sich eine Zunahme der T-Welle im
EKG, bei 2 T etwa erreicht die T-Welle den 4-fachen Wert. Die
T-Wellenerhöhung setzt sofort ein und verschwindet sofort nach dem Abschalten
des Feldes. Starke Magnetfelder können eine Vagusreizung bewirken und es
kann sich so eine Beeinflussung der Pulsfrequenz zeigen.
Ab etwa 2 T/sec können magnetische Phosphene
auftreten. Es handelt sich um eine Reizung des Nervus optikus und (oder)
der Retina, und äußert sich als Lichtblitz bei der betroffenen Person in diesem
starken Magnetfeldgradienten.
Tabelle: Typische Magnetfeldstärken in unserer
Umwelt (Effektivwerte bei veränderlichen Felder):
|
Feld |
Frequenz |
Feldstärke |
|
Magnetfeld
peripherer Nerven |
|
5 fT |
|
Evoked
cortical activity |
|
50 fT |
|
Menschliches
herz (R.Zacke) |
|
50 pT |
|
Erdmagnetfeld
(natürlich) |
0 -
statisch |
30 – 70
MikroTesla |
|
Erdmagnetfeld
am Äquator |
0 -
statisch |
etwa 30
MikroTesla |
|
Erdmagnetfeld
am Magnetpol |
0 -
statisch |
etwa 60
MikroTesla |
|
Magnetfeld
Oberfläche der Sonne |
statisch
|
10
MikroTesla |
|
Feld
eines Kernspintomographen |
statisch
+ HF- |
1,5
Tesla (1.500.000
MikroTesla -2 T) |
|
Im
Eisenbahnwagen bei 180 km/h |
16,66 Hz |
5
MikroTesla |
|
Im
Eisenbahnwagen bei maximaler Beschleunigung |
16,66 Hz |
22
MikroTesla |
|
außerhalb
des Zuges |
16,66 Hz |
3 – 100
MikroTesla |
|
an
einigen Arbeitsplätzen (Bahn) |
16,66 Hz |
Einige
MilliTesla! |
|
Wohnraum
|
5o Hz +
Oberwellen |
0,05 –
0,2 MikroTesla * |
|
Magnetfeldexposition
eines deutschen „Durchschnittsbürgers“ |
50 Hz + |
0,1
MikroTesla (BfS 1999) |
|
In der
Nähe von Elektrogeräten |
50 Hz + |
0,5 – 30
MikroTesla |
|
Unter
Hochspannungsleitung (1 KA) |
50 Hz + |
8 – 16
MikroTesla |
|
Unter
Hochspannungsleitung, in 50 m |
50 Hz |
1 – 3
MikroTesla |
* Kaune WT 1987 bioelektromag: bis 3
MikroTesla
Elektromagnetische Felder
werden nach ihrer Frequenz (oder Spektrum) unterschieden (bzw Wellenlänge).
|
ULF
ultra low frequency |
bis 3 Hz |
|
ELF extremely low
frequency* |
3 Hz bis 3 KHz |
|
VLF very low frequency |
3 KHz bis 30 KHz |
|
HF high frequency /
Hochfrequenz** |
ab 30 KH |
**Manche Quellen
rechnen Frequenzen ab 100 KHz zur Hochfrequenz, andere sprechen schon ab 300 Hz
von IF. *ELF Bereich wird auch mit 10- 150 Hz angegeben. Sendeanlage
8.217
In
diesem Bereich liegen Felder von Eisenbahn (16,66 Hz), Haushalt und Industrie
(50 Hz) sowie manchen Spektren natürlicher elektromagnetischer Strahlung wie
(Atmo)-sferics, Schumannstrahlung. Wechselfelder mit 50 Hz (USA/Japan 60 Hz)
finden sich z.B. unter Hochspannungsleitungen, in der Nähe stromführender
Kabel, in der Nähe von Transformatoren, in der Nähe elektrischer Geräte wie
Rasierer und über eingeschalteten Heizdecken.
Wahrscheinlich ist im Nahfeld die magnetische Komponente von niederfrequenten
elektromagnetischen Feldern von größerer Bedeutung als die elektrische
Komponente.
Es gibt in der Literatur
unterschiedliche Angaben zur unteren Grenzfrequenz des Hochfrequenzbereichs.
Bei
HF-Feldern muss zwischen Daueraussendungen ( continous wave CW oder z.B. FM
moduliert ) und gepulster bzw. amplitudenmodulierter Abstrahlung (AM)
unterschieden werden. Das alte C-Netz der Telekom arbeitet z.B. FM-moduliert,
während die neueren D- und E-Netze HF-Impulse benutzen mit einer Pulsfrequenz
von 217 Hz (Basistationen 217 Hz bis ca. 1800 Hz). Dabei steht die kurze
Aussendezeit im Verhältnis 1: 8 oder 1: 16 zur längeren Empfangspause (Abb.2).
Des weiteren ist die jeweilige
Frequenz, oder das Spektrum zu beachten sowie die abgestrahlte Leistung,
Polarisation und ihre Verteilung im Raum.
Hochfrequente
Felder erzeugen im Gewebe Wirbelströme, die zur Erwärmung führen.
IHF-Felder könnten nach mehreren Studien zu einer höheren Krebsinzidenz bei
Exponierten fuhren.
In
der Umgebung des Kurzwellensenders Schwarzenburg bei Bern konnte in einer
Studie (größtenteils an Beschäftigten des Senders) in den Jahren 1992 und 1993
Auswirkungen auf den Schlaf und das Wohlbefinden beobachtet werden, obwohl
sämtliche Grenzwerte eingehalten wurden. Die Effekte ließen mit
wachsender Entfernung nach und zeigten sich deutlicher bei älteren Menschen.
Bei
sehr hohen Frequenzen im GHz-Bereich kann es bei hohen Leistungen zu
Linsentrübungen als einem thermischen Effekt kommen. Die schlecht
durchblutete Linse kann zugeführte Energie schlecht abführen. Die
Kataraktbildung soll dabei ab 43 Grad stattfinden.
Tabelle:
Möglicherweise beeinflusste andere Systeme durch MF / EMF
|
-circadiane Rhythmen und Schlaf (beim
Mensch: Wever 1968 Andechs Bunker) -Immunsystem -Hormonhaushalt: Melatonin, Prolactin -Veränderte Neurotransmittersynthese
und Freisetzung -Melatoninhaushalt und mögliche
Folgen (Schlaf, Immunsystem...) -Affekt: Depressionen häufiger in
Wohnungen mit hohen Magnetfeldern -Suizide häufiger in der Nähe von
hohen elektr. Feldern (Ehret 1980) -Orientierungsinn bei Vögeln |
|
Frequenz
|
Elektrisches
Feld |
Magnetische
Flussdichte |
|
Unter
16,66 Hz |
|
|
|
16,66 Hz
|
10 KV /m
|
300
Mikrotesla |
|
50 Hz
(Haushalt/Industrie |
5 KV /m |
100
Mikrotesla |
|
10 – 400
MHz |
27,5 V/
m |
73 mA/m
– x Wurzel aus Freq. |
|
400 –
2000 MHz |
1,375
V/m –x Wurzel aus Frequenz |
3,7 mA/m
– x Wurzel aus Frequenz. |
|
2-200
GHz |
61 V/m |
160 mA/m
|
Abkürzungen
EF
Elektrisches (statisch oder als Wechselfeld)
MF Magnetfeld
EMF Elektromagnetisches Feld
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
SAR Spezifische Absorptionskonstante
Mit den epidemiologischen Studien von Wertheimer und Leeper
[1979, 1982] traten mögliche Beeinflussungen (leichte Erhöhung der Leukämierate
bei Kindern, Hirntumore etc.) durch technisch erzeugte niederfrequente (50/60
Hz u.a.) elektrische und magnetische Felder in das Blickfeld der
Wissenschaft. Diese durch Hochspannungsleitungen und elektrische Geräte
hervorgerufenen Felder erreichen den Menschen nur mit geringen Intensitäten.
Das bedeutet: aufgrund der geringen Energie können die Felder nicht dadurch
wirken, dass sie biologisches Gewebe erwärmen (thermische Reaktion), sondern es
wurde vermutet, dass so genannte athermische Wirkungen elektromagnetischer
Felder existieren müssten, d. h. eine Reaktion ohne physiologisch relevante
Wärmeentwicklung. Diese athermischen Wirkungen stießen jedoch aus
physikalischen Gründen (z. B. Thermodynamik, Elektrodynamik, physikalische
Chemie) auf Erklärungsschwierigkeiten.. Diese Schwierigkeiten sind heute durch
Berechnungen unter Zuhilfenahme der Quantentheorie weitgehend behoben. Es
existieren jedoch noch keine befriedigenden biophysikalischen Modelle für
athermische Wirkungen, obwohl diese in der Wissenschaft als nachgewiesen
gelten. Mit der verstärkten Entwicklung und Verwendung der Mikrowelle etc.,
erstreckte sich die Vermutung der Gesundheitsbeeinträchtigung durch
elektromagnetische Felder nahezu folgerichtig auf die hochfrequenten Felder.
Wissenschaftliche Untersuchungen zur thermischen Wirkung von Radiosendern und
der zur Erwärmung von Speisen konstruierten Mikrowellengeräte führten relativ
bald zur Entwicklung von Sicheiheitsvorschriften bei der Nutzung dieser Felder.
Der
Aufbau der digitalen Mobilfunktelefonnetze ist direkt abhängig von der flächendeckenden
Einrichtungen von mehreren tausend Basisstationen, die eine Leistung im Bereich
von 50 bis 200 Watt aufweisen ( in bestimmten Situationen können 560 Watt
gebündelt auftreten; die equivalente Strahlung liegt weit höher). Die
Abstände, die über die entsprechenden Normen bisher zu Wohn-, Büro- und
Krankenhäusern und sonstigen öffentlich zugänglich Arealen vorgeschrieben und
wohl auch eingehalten wurden, verhindern sicherlich technische Wirkungen
vollständig. Der athermische Bereich ist hiervon jedoch nicht
berührt.
Im
Labor wurden athermisch bedingte biologische Effekte schwacher
elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme bereits seit einiger Zeit
untersucht und nachgewiesen. Für das biologische Experimentieren im
hochfrequenten elektromagnetischen Feld ist ein intensives Kooperieren
verschiedener Disziplinen notwendig. Erst im Laufe der Zeit wurde dies
von medizinischen und biologischen Experimentatoren erkannt. Nur die sehr enge
interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Biologen und Medizinern einerseits
und Hochfrequenztechnikern und Physikern andererseits kann zu technisch
einwandfreien und artefaktbefreiten Ergebnissen führen.
Die
Tatsache, dass die feldbedingten Effekte von einer Reihe biologischer und
physikalischer Faktoren abhängen, erfordert eine besonders sorgfältige
experimentelle Konzeption, Durchführung und Auswertung der Experimente.
Es hat sich gezeigt, dass z.B. genaueste Charakterisierung der Frequenzen
oder der Intensitäten der verwendeten Felder sowie des gesamten elektronischem
Expositionsequipments einerseits und dem biologischen Status der untersuchten
Organismen andererseits von ganz entscheidender Bedeutung für die
Reproduzierbarkeit und Verlässlichkeit der Ergebnisse ist. Hinzu kommt,
dass offensichtlich die Hintergrundaktivität des Erdmagnetfeldes bzw. die
Auswirkung der untersuchten biologischen Systeme relativ zum Erdmagnetfeld von
Bedeutung ist. Gleiches könnte für das elektromagnetische
"Hintergrundrauschen im Experimentierfeld gelten. Werden diese technischen
Bedingungen nicht ausreichend dokumentiert oder werden elektromagnetische
Parameter nicht beachtet, gemessen und beschrieben, sei es in der
Versuchsbeschreibung von Originaldaten in Publikationen und oder bei der
Reproduktion von publizierten Daten, vermindert sich die Chance auf ein
erfolgreiches Experiment.
Inzwischen sind die biologischen Reaktionsschwellen für den
athermischen Bereich bekannt und so kann die Frage nach eventuellen
pathologischen Reaktionen des Menschen im sehr schwachen elektromagnetischen
Feld auch außerhalb der Sicherheitszone der Basisstationen beantwortet
werden.
Ich
möchte dies an einem Beispiel aus unserem Laboralltag beschreiben. Seit
mehreren Jahren beschäftigen wir uns mit der Reaktion einzelner Nervenzellen
von Vögeln und Insekten auf schwache hochfrequente elektromagnetische
Felder. Es werden dabei mit 217 Hz gepulste Felder appliziert, wie sie
für Handies typisch sind. Wir sehen deutliche feldbedingte Änderungen in
der Sprache der Nervenzellen, der elektrischen Aktivität
(Aktionspotenziale) bei beiden Tierarten und zwar ausschließlich auf die
gepulsten Signale.
Die
neuronalen Reaktionen setzten erst nach einigen Minuten ein und konnten die
eigentliche Feldexposition um ca. 30 min überschreiten.
Die Schwelle für die neuronalen Reaktionen lag bei 0.00004
mW/cm². Dies sind annähernd die Werte, wie sie auch in Wohnbereichen außerhalb
der Sicherheitszone von Sendeanlagen zu messen sind. Es ist zu erwarten.
dass Nervenzellen eine noch größere Empfindlichkeit besitzen. Dies kann
jedoch nur in abgeschirmten Experimentierräumen gemessen werden. Unsere
Messungen wurden in der Nähe des großen Frankfurter Sendeturms ausgeführt d.h.
das Hintergrundsrauschen war erheblich und dazu zeitlich variabel.
Es ist demnach sehr wahrscheinlich,
dass gerade bei einer bestimmten Sensibilität im Zentralnervensystem des
Menschen z.B. Epilepsie, Schlafstörungen, vegetative Dystonie) oder bei anderen
zentralnervösen Alterationen - wie beim Tinnitus die dauernde Befeldung zum
Krankheitsbild selbst oder zu einer Verschlimmerung, eines bestehenden Leidens
führt.
Belegt wird dies dadurch, dass Patienten, die sich zeitweise
in eine strahlungsärmere Zone Besserung ihrer Beschwerden erfahren. Bei
einer Rückführung in die alte Umgebung setzen diese wieder ein.
Wahrscheinlich sind auch Synergieeffekte mit (UV-Licht, Smog,
Stresssituationen, Belastungen durch das Stromnetz, Rundfunk, Fernsehen etc).
Letztendlich möchte der Biologe noch
darauf hinweisen, dass natürlich nicht nur Menschen, sondern auch Haustiere
und andere Mitgeschöpfe von der beschriebenen Strahlenbelastung betroffen sein
müssen.
Verzeichnis der
Wichtigsten Fachausdrücke
|
Ableitung: |
Messung
bioelektrischer Größen, z.B. Membranpotenziale, Muskelpotenziale. |
|
Aktionspotenzial: |
Potenzialänderung von
Nerven oder Muskeln. Aktionspotenziale |
|
AM: |
amplitudenmoduliert (Amplitudemaximale Auslenkung einer Schwingung
moduliert verändert). |
|
Antikörper: |
Körpereigenes Molekül,
das an eine Substanz spezifisch bindet; |
|
Befeldung: |
Bestrahlung eines bestimmten Objekts mit definierten |
|
biogene Amine: |
eine Gruppe von
Neurotransmittern, die als chemisches, |
|
circadian: |
Ungefähr 24 Stunden,
endogene Rhythmen, die ungefähr mit dem Tagesablauf schwanken, wie z. B. die
Körpertemperatur, bezeichnet man daher als circadianen Rhythmus. Diese
Rhythmen werden vom Organismus selbst erzeugt und mit Hilfe eines äußeren
Zeitgebers - wie z. B. der Photoperiode - ständig abgeglichen. Es wird
angenommen, dass eine Störung der endogenen Rhythmik gesundheitliche Schäden
verursacht. |
|
elektrische Spontanaktivität: |
Es gibt Nervenzellen, die
in bestimmten Abständen eigenständig Aktionspotenziale erzeugen.
Kennzeichen ihrer Ruheaktivität sind daher rhythmische Entladungen (syn.
spontane elektrische Entladungsfrequenz), die durch die Einwirkung eines
Reizes in der Frequenz angehoben oder gesenkt werden können. |
|
Enzym: |
Eiweißkörper (syn.
Protein), der in der Lage ist, bestimmte Stoffwechselfunktionen
auszulösen. Enzyme sind als Biokatalysatoren die "Werkzeuge des
Stoffwechsels und reagieren mit bestimmten Stoffen (Substraten), ohne selbst
umgewandelt zu werden. |
|
exzitatorisch: |
Erregend (Gegenteil: hemmend, inhibitorisch). |
|
Ganglion: |
Ansammlung von Nervenzellkörpern. |
|
gepulst: |
Ein-, Ausschaltvorgang mit einer Pause (syn. getaktet). |
|
Hormon: |
chemischer Botenstoff, der von endokrinen Drüsen ausgeschüttet, über den
Blutkreislauf im Körper verteilt werden und an den entsprechenden Zielorten
bestimmte Wirkungen auslöst. |
|
Ionen: |
Elektrisch geladene Teilchen. |
|
lonenkanäle: |
Membranproteine, die durch ihre Form Kanäle bilden, durch die Ionen
hindurchtreten können. |
|
lnhibition: |
Hemmung; man spricht zum
Beispiel von lnhibition, wenn der von dem vorgeschalteten Neuron
ausgeschütteten Neurotransmitter durch die Bindung an die Rezeptoren des
nachgeschalteten Neurons dessen Feuerfrequenz senkt. |
|
Kohlendioxyd: |
Kohlenstoffmolekül, an
das zwei Moleküle Sauerstoff gebunden sind; Kohlendioxyd entsteht - zusammen
mit Wasser - beim oxidativen Abbau von organischer Substanz, also zum
Beispiel beim Glucoseabbau. Das im Gewebe anfallende Kohlendioxyd wird
durch das Blut zur Lunge transportiert und von dort ausgeatmet. Im
Gehirn entsteht durch die Aktivität der Neurone ständig Kohlendioxyd, dass
durch die Bluthirnschranke ausgeschleust und zur Lunge transportiert werden
muss. Dies geschieht im Austausch gegen Sauerstoff, den die Zellen zur
Oxidation der Glucose benötigen. |
|
Konzentrationsgradient: |
ein Unterschied (Gefälle) der Konzentrationen von bestimmten Stoffen
(Molekülen, Atomen, Ionen etc.) |
|
Latenz: |
Verzögerung im Bezug auf ein Ereignis oder einen Reiz. |
|
magnetische lntensitätsreize: |
künstliche
Veränderung der magnetischen Intensität |
|
Melatoninproduktion: |
Herstellung (Synthese)
des Aminosäurederivats Melatonin, die vorwiegend in der Epiphyse
stattfindet. Melatonin ist ein Hormon, das in einen cardianen
Syntheserhythmus gebildet und ins Blut abgegeben (sezerniert) wird. |
|
neuromodulierend: |
Als neuromodulierend
werden Substanzen bezeichnet, die zwar nicht wie ein Neurotransmitter
Nervenzellen zur Ausbildung von Aktionspotenzialen veranlassen können, aber
dennoch den Aktivierungszustand von Neuronen beeinflussen. Sie
modulieren daher die Wirkung der Neurotransmitter. |
|
Neurone: |
Nervenzellen. |
|
Neurotransmitter. |
chemischer
Überträgerstoff, der die elektrische Erregung zwischen Nervenzellen
vermittelt. Transmitter werden von spezialisierten Endstrukturen der
Nervenzellen (Synapsen) auf einen elektrischen Impuls hin ausgeschüttet und
von der nachgeschalteten Zelle aufgenommen. Dort bewirkt der
Neurotransmitter wieder eine Veränderung der elektrischen Aktivität. |
|
Noradrenalin: |
Neurotransmitter gehören
zusammen mit Dopamin und Adrenalin zu den Katecholaminen. Ähnlich wie
dopaminerge Verknüpfungen verteilen sich auch noradrenerge Projektionen über
das gesamte Gehirn. Noradrenalin wird daher eine allgemein erregende
Wirkung zugeschrieben. |
|
Nuclear-Magnetic- |
Kernspin-Tomograph; diagnostisches Gerät in der Medizin; Bei diesem
Verfahren werden starke Magnetfelder verwendet. |
|
Photoperiode: |
die Zeit des Hell- und Dunkelseins innerhalb von 24 Stunden; in mittleren
Breiten verschieben sich die Hell- und Dunkelanteile der täglichen
Photoperiode über das Jahr, d. h. im Sommer ist die Heilphase länger, während
im Winter die Dunkelphase länger ist. |
|
Photorezeptoren: |
Zellen der Netzhaut, die
Lichtreize in elektrische Impulse des Nervensystems umwandeln. Als
Photorezeptoren bezeichnet man alle Zellen, die spezielle Strukturen
besitzen, um Licht wahrnehmen zu können. |
|
Pinealozyten: |
Zellen des Pinealorgans; das Pinealorgan (synonym: Epiphyse, Zirbeldrüse)
ist ein Teil des Zwischenhirns. |
|
Reversion des horizontalen
Magnetfeldvektors: |
Drehung der horizontalen
Komponente eines Magnetfeldes um 180'. Dabei kehrt sich die
Nord-Süd-Richtung um. |
|
sympathisch: |
Das sympathische System
ist Teil des autonomen Nervensystems, durch das der Zustand der inneren
Organe (Drüsen, Verdauung, Exkretion, Herzschlag etc.) Kontrolliert
wird. Es wirkt als Gegenspieler zum parasympathischen
Nervensystem. Der sympathische Anteil des autonomen Nervensystems
bewirkt allgemein erregend, wird also zum Beispiel infolge von Stress
aktiviert. |
|
Synapse: |
spezialisierte
Endstruktur von Nervenzellen, an der Transmitter ausgeschüttet werden.
Mit Hilfe der Synapsen kommunizieren die Zellen des Nervensystems
miteinander. Der Begriff Synapse bezeichnet vorwiegend die funktionelle
Verknüpfung zweier Nervenzellen (Signalweiterleitung). Dabei wird die
Seite der Synapse, an der das Aktionspotenzial eintrifft als praesynaptisch,
die gegenüberliegende Seite als postsynaptisch bezeichnet. |
|
Synchronizität: |
zeitgleicher Ablauf (stabile Phasenbeziehung) |
|
Thorax: |
Brustraum |
|
Zeitgeber |
Externer Referenzpunkt mit dessen Hilfe ein Organismus seine endogenen
Rhythmen abgleicht; z. B. können circadiane Rhythmen mit Hilfe des
Sonnenlichts jeweils nachgestellt werden. |
|
ZNS: |
Zentrales Nervensystem |
Als Beispiel einer fachgerechten
Bevormundung der elektromagnetischen Situation möchte ich eine Stellungnahme
des BUND anfügen.
BUND-Untersuchung fordert
Schutz vor Elektrosmog
Bonn,
9. Februar 1999 Der Arbeitskreis Immissionsschutz des Bundes Umwelt- und
Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine Literaturstudie zu
Forschungsarbeiten über Elektrosmog erstellt. Danach ist es erwiesen,
dass künstliche elektromagnetische Felder die menschliche Gesundheit
beeinflussen. Der BUND leitet daraus Forderungen zum Schutz vor
Gesundheitsschäden ab.
Der Studie zufolge sind bisher hauptsächlich die Wärmewirkungen der
elektromagnetischen Felder auf den Menschen untersucht worden. Wichtiger
erscheinen dem Umweltverband jedoch die nichtthermischen Wirkungen, die
allgemein als Elektrosmog bezeichnet werden. Nachgewiesene Wirkungen des
Elektrosmogs sind: 1. Die Bildung des Zirbeldrüsen-Hormons Melatonin wird
beeinflusst. Melatonin regelt unter anderem die "innere biologische
Uhr" von Wirbeltieren, also auch des Menschen. Die Studie nennt
Melatonin-Wirkungen auf die Immunabwehr und die Sexualität.
2. Elektrosmog verändert die Aktivität der
Nervenzellen.
3. Die Calcium-Zellregulierung im Körper wird
verändert.
4. Eine bereits vorhandene Krebserkrankung wird
verstärkt.
5. Die Blut-Gehirn-Schranke, über die der
Stoffaustausch zwischen dem Blut und dem
Zentralorgan des Nervensystems geregelt wird, wird beeinflusst.
Die Formulierungen weisen darauf hin, dass die Wirkungen des
Elektrosmogs noch weiterer Erforschung bedürfen. In dieser Situation wäre
normalerweise besondere Vorsicht angezeigt, bis Genaueres bekannt ist. Wie
der BUND kritisiert, nehmen staatliche Stellen die Situation jedoch zum Anlass
großer Sorglosigkeit. Geltende Grenzwerte bieten weder Schutz, noch sind
sie Ausdruck vorsorglichen Handelns.
Als typisches Negativ-Beispiel dient dem BUND die Haltung des Bundesamtes
für Strahlenschutz. Eine wissenschaftliche Arbeit stellte z.B.
fest, dass Elektrosmog bei Mäusen zu einer bestimmten Krebsart fährt, die beim
Menschen nicht vorkommt. Das Amt verbreitete daraufhin, Menschen seien
nicht gefährdet. Das war jedoch eine wissenschaftlich unzulässige
Interpretation. Ziel der Arbeit war gewesen, herauszufinden, ob überhaupt
bei elektromagnetischer Strahlung Krebs auftritt. Und genau dies hatte
sich bestätigt.
Aufgrund der vorhandenen Erkenntnisse stellt der Umweltverband 14
konkrete Forderungen an Politik und Wirtschaft zum Schutz vor Elektrosmog auf.
Die wichtigsten Forderungen: Stopp für neue Sendeanlagen und Wohnbauten unter
Hochspannungsleitungen, bis genauere Kenntnisse vorliegen; generelles
Minimierungs- und Optimierungsgebot für alle Geräte, die Elektrosmog
verursachen; wer elektromagnetische Felder erzeugt, muss Beschäftigte und
Verbraucher über Details der Belastung informieren; Anlagen und Einrichtungen,
die Elektrosmog verursachen, müssen ein Genehmigungsverfahren durchlaufen, bei
dem die Öffentlichkeit mitredet. Um der wissenschaftlichen Erkenntnis
voranzuhelfen, fordert der BUND schließlich die Einrichtung eines unabhängigen
und interdisziplinären Forschungsrates zur Untersuchung von Elektrosmog.
Weitere Informationen: Die BUND-Broschüre 'Elektromagnetische
Felder", Umfang 35Seiten, kostet 5 DM. Bestelladresse: BUND-Laden,
Im Rheingarten 7, D-53225 Bonn, T 0228-4642 71, Fax 364418.
Ergebnisse einiger
Studien zum Thema: (Einzelheiten wie Polarisation,
Kurvenform, Tiergeschlecht, Beleuchtung etc nichtberücksichtigt)
|
Autor(en) |
Jahr |
Lebewesen |
Feld |
Frequenz |
Dauer |
Wirkung |
|
Wilson |
1999 |
Hamster |
50/100 |
60 Hz |
akut 16 bis 42 Tage |
Melatonin erniedrigt bei einmaliger oder |
|
Selmaoui B, |
1999 |
junge und alte Wistar-Ratten |
100 MikroTesla MWF |
50 Hz |
1 Woche |
Melatonin erniedrigt NAT erniedrigt. (nur junge
Tiere) |
|
Akerstedt T |
1999 |
18 gesunde |
1 MikroTesla |
50 Hz |
- |
keine Wirkung auf Melatoninwerte aber Schlaf
beeinträchtigt |
|
Löscher, |
1998 |
Ratte(Sparague- Dawley) |
10 MikroTesla |
50 Hz |
13 Wochen |
keine Wirkung auf Melatoninwerte |
|
Wood, |
1998 |
Männer |
20 MikroTesla |
50 Hz |
Belastung vor dem Melatonin-peak(abends) |
Melatonin steigt verzögert (+30 Min) an und ist
leicht erniedrigt. |
|
Lerch l A, |
1998 |
Forelle (Fische) |
40 MikroTesla |
1 Hz |
3 Wochen |
erhöhte Melatoninkonzentration sowohl in der
Zirbel als auch im Serum |
|
Karasek M |
1998 |
Männer mit |
2,9 MikroTesla |
40 Hz |
3 Wochen |
Alle Männer hatten erniedrigtes nächtliches
Melatonin |
|
Juntilainen |
1997 |
Menschen |
1 MikroTesla |
(50 Hz) |
berufliche |
Melatonin bei stärkerer Belastung und |
|
Rapoport SI |
1997 |
Menschen mit KHK in |
Störung des |
|
|
Korrelation zwischen Störung des MF der Erde und
Melatoninsekretion |
|
Mevissen M Lerch l , Löscher |
1996 |
Ratte |
10 MikroTesla |
50 Hz |
91 Tage |
Melatonin nächtlich durch das MFW erniedrigt |
|
Reif, Burch |
1996 |
Arbeiter der Energiever- |
|
|
berufliche Exposition |
höher belastete hatten nach 2 und 3 Tagen
niedrige Melatoninwerte |
|
Yellon SM |
1996 |
Hamster |
1 Gauss |
60 Hz |
15 Min |
Melatoninsekretion wird beeinflusst |
|
Selmaoui |
1996 |
Junge Männer |
10 MikroTesla |
50 Hz |
9 Stunden |
keine Wirkung auf Melatoninwerte |
|
Rogers, Reifer |
1995 |
Primaten |
MWF 50- |
60 Hz (langsames Ein- und Ausschalten |
6 Wochen |
keine Wirkung auf Melatoninwerte |
|
Selmaoui, Touitou |
1995 |
Wistar Ratten |
MWF 1-100 |
50 Hz |
12Stunden und30Tage |
Melatonin wurde im 12 Std. Versuch nur ab 100
MikroTesla erniedrigt, nach 30 Tagen schon ab 1 MikroTesla. NAT beeinflusst. |
|
Löscher, Mevissen |
1994 |
Ratte (Sprag-Dawl) |
MWF 0.3 bis 1 MikroTesla |
50 HZ |
91 Tage |
Melatonin signifikant |
|
Kato M |
1994 |
(Albino) |
MWF |
50 HZ |
6 Wochen |
Melatoninwerte in Zirbeldrüse oder Plasma
erniedrigt |
|
Yellon SM |
1994 |
Hamster |
1 Gauss |
60 Hz |
15 min |
Melatoninwerte erniedrigt auch bei Wiederholung
6Monate später |
|
Schneider, Thalau, Semm |
1994 |
Zugvogel |
- 46 MikroTesla |
SMF |
30 Min |
Melatonin erniedrigt |
|
Kato M |
1993 |
Wistar King |
1-250MikroTesla |
50 HZ |
6 Wochen |
nächtliches Melatonin signifikant erniedrigt bei
Flussdichten über 1 MikroTesla |
|
Yaga K, |
1993 |
Ratte |
MF |
? |
? |
pineales NAT und Melatonin erniedrigt in
Abhängigkeit von der Beleuchtung |
|
Richardson |
1992 |
Ratte |
0,4 Gauss |
Pulsierendes
Magnetfeld |
1 Std / 2 |
NAT und Melatonin erniedrigt |
|
Yellon |
1991 |
Hamster |
100 MikroTesla |
60 Hz |
2 Stunden |
Melatonin erniedrigt |
|
Randall W |
1990 |
Inuit |
- |
|
11 Jahres |
Melatoninwerte und Geburtenrate beeinflusst durch
Sonnenaktivität auf das MF der Erde |
|
Rondolph |
1988 |
Wistar |
0,15 G SMF, |
- |
1 Stunde |
pineales cAMP erniedrigt |
|
Cremer- |
1984 |
? |
Beeinflussung des Erdmagnet- |
- |
|
HIOMT und NAT beeinflusst |
|
Demaine C, Semm P |
1986 |
Taube |
Beeinflussung des Erdmagnet- |
SMF |
1 Std |
Beeinflussung der Melatonineinwirkung auf
Purkinjezellen |
|
Reuss, |
1983 |
Ratte |
SMF- |
- |
< 1Minute |
Veränderung der elektrischen Aktivität der
Pinealozyten |
|
Welker, |
1983 |
Ratte |
SMF |
- |
15Min bis 15Stunden |
NAT und Melatonin erniedrigt |
|
Semm, |
1980 |
Meerschweinchen |
SMF 0,5 Oe Stimuli |
|
25 Min. |
Veränderung der elektrischen Aktivität der Pinealozyten
(Abnahme) |
|
Wilson |
1980 |
Ratte |
EF |
- |
1 Monat |
Melatonin erniedrigt |
|
Wever |
1968 |
Mensch |
25 mV/cm |
10 Hz |
1 Woche |
Beeinflussung des circadianen Systems |
|
|
|
|
|
|
|
|
MWF = magnetisches Wechselfeld
SMF = statisches Magnetfeld
EWF = elektr. Wechselfeld
SEP = statisches elektrisches Feld
oder langsames ein- und ausgeschaltet, um schnelle Feldänderungen zu vermeiden
[1] Anmerkung
von Dr. Schreiber:
Verschiedene Stoffe sind verschieden magnetisch.
1. Diamagnetische Stoffe sind z.B. Quecksilber neben Silber und Wasserstoff
sie
geben Magnetismus ab.
2.
paramagnetische Stoffe sind: Palladium, Aluminium, Chrom, Magnesium, Kalium,
Sauerstoff
sie
nehmen Magnetismus auf.
Silber und Quecksilber wirken daher zusätzlich schwächend auf das schon
seit den letzten 500 Jahren um 50% abgesunkene Magnetfeld der Erde.
Auch zivilisatorische Maßnahmen sorgen dafür, dass es absolute
Nullpunktstellen gibt, wie durch Betonbauten; Straßenasphaltierungen oder das
Absinken des Grundwasserspiegels.
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