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Elektrosmog – richtig messen und abschirmen

Elektrosmog Ob Mobilfunknetze, WLAN, Computer oder Hochspannungsleitung – viele moderne GerĂ€te und Anlagen erzeugen den sogenannten Elektrosmog. Er ist nicht sichtbar, wird aber trotzdem vom menschlichen Körper aufgenommen und verursacht gesundheitliche Probleme. Um dich vor der elektromagnetischen Strahlung zu schĂŒtzen, muss diese gemessen und abgeschirmt werden. Unser Ratgeber geht nĂ€her auf die Ursachen, Messverfahren und gezielte Lösungen ein.
Besonderheiten
  • Ursachen der Strahlung
  • gezielte Messverfahren
  • Auswirkungen auf die Gesundheit
  • Schutz vor Elektrosmog

Definition Elektrosmog – Ursachen der elektromagnetischen Strahlung

Elektromagnetische Strahlung hat viele verschiedene Quellen. Sie ist unsichtbar und durch moderne GerĂ€te fast ĂŒberall in den StĂ€dten und Haushalten vertreten. Die Summe dieser Strahlungswerte wird als Elektrosmog bezeichnet, der Einfluss auf die menschliche Gesundheit nimmt. Hier gilt es genauer zu differenzieren. Verschiedene elektrische Felder sind aus der Natur bekannt, beispielsweise in der NĂ€he von Gewitterwolken oder bei einem Blitz. Ein statisches Magnetfeld umschließt sogar die komplette Erde. Mit Elektrosmog haben diese NaturphĂ€nomene jedoch nichts zu tun. Vielmehr geht es um die kĂŒnstlich erzeugten Strahlungsfelder, die sich in ihrer Art und Frequenz unterscheiden. Je mehr technische GerĂ€te, Leitungen und Sender sich in der NĂ€he befinden, desto stĂ€rker fĂ€llt die Verschmutzung der Umwelt durch diese Strahlungsquellen aus.

Hinweis: Der Begriff Elektrosmog ist ein reines Kunstwort. Es setzt sich aus den Teilen „Elektro“ und den englischen Wörtern „smoke“ und „fog“ fĂŒr Rauch und Nebel zusammen. Im Grunde könnte man die Bedeutung mit elektrischem Nebel ĂŒbersetzen, der jedoch nicht sichtbar ist.

Die verschiedenen Felder – mit hoher und niedriger Frequenz

Es gibt verschiedene elektrische und magnetische Feldarten, die sich hinsichtlich der Reichweite und ihrer physikalischen Eigenschaften unterscheiden. Demnach ist auch die Auswirkung auf den menschlichen Organismus verschieden. Elektrosmog ist ein Sammelbegriff fĂŒr diese Felder, auf die wir in den folgenden Abschnitten nĂ€her eingehen wollen:

Elektrosmog ArtenDetails
Elektrische FelderDie elektrischen Felder sind ĂŒberall dort zu finden, wo sich Leistungen und Kabel mit dem Stromnetz verbinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das GerĂ€t gerade in Betrieb oder abgeschaltet ist. Die FeldstĂ€rke erhöht sich mit steigernder Spannung. Außerdem kommt es auf die Umgebung an. Jedes leitfĂ€hige Material im Raum nimmt Einfluss. Gleichzeitig schirmen massive WĂ€nde beispielsweise eine solche Strahlung ĂŒberwiegend ab.
Magnetische FelderEin magnetisches Feld ist dann gegeben, wenn Strom durch die Leitungen ließt. Je mehr Strom benötigt wird, desto grĂ¶ĂŸer ist das Magnetfeld. Daher erzeugen GerĂ€te mit einem hohen Leistungsbedarf und Stromverbrauch auch ein entsprechend stĂ€rkeres Feld um sich herum. Im Gegensatz zu den elektrischen Feldern durchdringen sie viele Materialien und können sich dadurch ungehindert ausbreiten. Nur mit speziellen Werkstoffen ist das Abschirmen ĂŒberhaupt möglich.

GrundsÀtzlich treten die elektromagnetischen Felder nur in der NÀhe ihrer Quelle auf und sind hier am stÀrksten. Je weiter du dich von deren Ursprung entfernt befindest, desto schwÀcher wird die Belastung. Differenziert wird in der Physik noch nach statischen Feldern, die ihre Ausrichtung nicht Àndern und nach Wechselfeldern. Statische Felder besitzen eine Frequenz von 0 Hz und sind bei der Kernspintomografie oder bei einem Dauermagnet zu finden. Wechselfelder wiederum lassen sich nach ihrer Frequenz einteilen.

FrequenzfelderDetails
NiederfrequenzfelderDie Niederfrequenzfelder besitzen etwa 9 Kilohertz und schwingen daher 9.000-mal in der Sekunde. Hier gehören Erdkabel, Hochspannungsleitungen, Bahnoberleitungen und so manche elektrische HaushaltsgerÀte dazu.
HochfrequenzfelderBei den Hochfrequenzfeldern gibt es eine Frequenz bis zu 300 Gigahertz. Dazu gehören Radiosender, Mobiltelefone, Mikrowellen, medizinische GerĂ€te, schnurlose Telefone und andere Funktechniken. Die Felder werden explizit zur FunkĂŒbertragung von Daten verwendet, beispielsweise beim Surfen oder Telefonieren. Aber auch hier nimmt die IntensitĂ€t des Felder mit Abstand zur Quelle rapide ab.

Anbei bekommst du eine Übersicht der Quellen elektromagnetischer Felder, je nach ihrer Frequenz:

FrequenzfelderFrequenzbereichDetails
Niederfrequenzfelder50 – 9 KHz
  • Haushaltsstrom (Steckdose)
  • Hochspannungsleitungen
  • Transformatoren
  • ElektrogerĂ€te
  • hausinterne Elektroinstallation
  • Bahnstrom
Hochfrequenzfelder5 MHz – 300 GHz
  • Flugradar (auch militĂ€risch)
  • Radio- und Fernsehsender
  • kabelloses Internet
  • medizinische GerĂ€te
  • schnurlose Telefone
  • Mobilfunkverbindungen
  • Mikrowellen
  • andere Funkverbindungen

Elektrosmog im Auto – Sitzheizung, Bluetooth und Elektroautos

Mit der EinfĂŒhrung der Elektroautos und immer mehr Technik in herkömmlichen Fahrzeugen stellt sich die Frage, ob auch hier Elektrosmog zu finden ist. Die Gefahr durch Feinstaubpartikeln bei einem Diesel ist seit vielen Jahren bekannt und wird tatkrĂ€ftig bekĂ€mpft. Die Gefahr von Elektrosmog im Auto bleibt weiterhin ein Tabuthema bei den Unternehmen. Der Marktanteil der Elektroautos steigt und vielerorts wird das Problem nicht ernst genommen. Schließlich liegen in einem solchen Fahrzeug alle Arten von Strahlung vor. ZusĂ€tzliche Extras, wie beispielsweise eine Sitzheizung, Bluetooth oder die Freisprecheinrichtung erzeugen eine hochfrequente Strahlung im Fahrzeug.

Ein Kritikpunkt betrifft die Karosserie der Fahrzeuge. Immerhin handelt es sich um einen Faradayschen KĂ€fig, bei dem keine Spannung von außen nach innen dringt, aber auch die erzeugten Felder im Inneren nicht nach außen können. Durch diese Bauweise wird verhindert, dass ein Blitzeinschlag fĂŒr den Fahrer tödlich enden wĂŒrde. Die Strahlungsquellen im Fahrzeuginneren werden jedoch reflektiert. So erhöht die Strahlenbelastung durch die Bordelektronik oder das mitgefĂŒhrte Smartphone.

Wichtiger Tipp: Nicht benötigte GerÀte sollten wÀhrend der Fahrt immer abgeschaltet werden, um nicht noch mehr Strahlung zu erzeugen.

Elektroautos werden zum grĂ¶ĂŸten Teil mit 12 Volt betrieben, benötigen aber eine hohe StromstĂ€rke. Dadurch erhöht sich das magnetische Feld. Die gesamte Antriebskraft muss mittels Strom umgesetzt werden, was natĂŒrlich die Belastung durch Elektrosmog nach oben treibt. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor betrifft die Quelle hauptsĂ€chlich die Bordelektronik. Die Schwachstelle liegt allerdings bei der Verteilung der Strahlungswerte. Diese sind im Elektroauto nicht ĂŒberall gleich. Experten haben herausgefunden, dass sich der meiste Elektrosmog in der NĂ€he der RĂŒcksitzbank befinde – genau der Platz fĂŒr SĂ€uglinge und Kinder. Sie reagieren deutlich empfindlicher auf die Belastung, da sich der gesamte Organismus noch im Wachstum befindet.

Elektrosmog im Schlafzimmer – kein Handy am Bett

Unruhige NĂ€chte und ein andauerndes schlechtes Schlafverhalten kann auf Elektrosmog im Schlafzimmer zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Ursache hierfĂŒr ist meist das Smartphone auf dem Nachtschrank, der Fernseher an der Wand oder der WLAN-Hotspot des Haushalts ist direkt in der NĂ€he. Meist handelt es sich nĂ€mlich nicht um einen gewöhnlichen Fernseher im Schlafzimmer. Viel öfter wird ein Smart TV aufgestellt, der neben dem Fernsehsignal auch mit dem Internet verbunden ist. Selbst im abgeschalteten Zustand ist noch eine enorme Strahlungsquelle vorhanden, die nicht zu vernachlĂ€ssigen ist. Welche Auswirkungen das haben kann und wie du dich am besten vor der Strahlung schĂŒtzt, erklĂ€ren wir in den nachfolgenden Abschnitten noch genauer.

Elektromagnetische Strahlung – Grenzwerte durch Gesetz geregelt

Es gibt verschiedene gesetzliche Richtlinien, die bei Belastung mit Elektrosmog eine wichtige Rolle spielen. Im Jahr 1999 wurde beispielsweise vom Rat der EuropĂ€ischen Union eine „Empfehlung zum Schutz der Bevölkerung bei Einwirken elektromagnetischer Felder“ veröffentlicht. In dieser Empfehlung finden sich Grenzwerte und darauf abgeleitet auch die Referenzwerte in der Stromversorgung. Sie Betonung liegt jedoch auf Empfehlung, da es sich nicht um ein Gesetz handelt. In der EU werden diese Richtlinien deshalb unterschiedlich angegangen. FĂŒr die Stromversorgung von 50 Hz gibt es folgende Referenzwerte:

  • elektrische Felder mit 5 Kilovolt pro Meter
  • magnetische Felder mit 100 Mikrotesla

In Deutschland gilt außerdem die 26. Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Bundes-Immisionsschutzgesetzes–LINK–(https://www.gesetze-im-internet.de/bimschg/) (26. BImSchV) aus dem Jahr 2013. Hier ist beispielsweise hinterlegt, dass die Grenzwerte bei Höchstlast nicht ĂŒberschritten werden dĂŒrfen. Lediglich kleinrĂ€umige Überschreitungen sind erlaubt. Dies gilt jedoch nicht in der NĂ€he von KindergĂ€rten, SpielplĂ€tzen, KrankenhĂ€usern, Wohnungen und Ă€hnlichen Einrichtungen. Ebenso dĂŒrfen keine Hochspannungsleitungen ĂŒber GebĂ€uden installiert werden, in denen sich regelmĂ€ĂŸig Menschen aufhalten. Diese Werte betreffen jedoch nur den Niederfrequenzbereich. Im Hochfrequenzbereich sind eigene Grenzwerte festgelegt worden. Diese gelten jedoch nur fĂŒr ortsfeste Anlagen und Basisstationen im Mobilfunk. Letztere bekleiden also folgende Maximalwerte:

MobilfunknetzElektrische FeldstĂ€rke (V/m)Leistungsdichte (W/mÂČ)
GSM-900425
GSM-1800599
UMTS6110
LTE39-6143742

GerĂ€te fĂŒr den Funk, hĂ€usliche Elektroinstallationen und Smartphones beispielsweise sind von diesen Regelungen nicht berĂŒcksichtigt. Hier gelten international anerkannte Produktnormen, die vom Hersteller einzuhalten sind. Somit soll die Strahlung der GerĂ€te selbst minimiert werden.

Kritik: Bei den festgelegten Grenzwerten fehlt die Vielfalt der Strahlungen. Sie wurden nur im Hinblick auf die ErwĂ€rmung des Körpers durch derart fließende Felder in der Biomasse festgelegt. Hormonelle oder biologische Faktoren wurden dabei aber nicht berĂŒcksichtigt. Elektrosensible Personen leiden deshalb auch unterhalb der Grenzwerte enorm an Elektrosmog. So wirkt sich die elektrische Strahlung immer anders auf den Organismus aus. Schließlich sind in den vergangenen Jahren die gesundheitlichen Probleme in diesem Bereich angestiegen und haben sich durch die eingefĂŒhrten Grenzwerte nicht verbessert.

DarĂŒber hinaus gibt es je nach Wohn- und Arbeitsbereich unterschiedliche Grenzwerte einzuhalten. So darf die Belastung in ArbeitsrĂ€umen wesentlich grĂ¶ĂŸer sein, als beispielsweise in den SchlafrĂ€umen. Folgende Werte sind hier zu unterscheiden.

ArtenSchlafzimmerArbeitsplatzGerÀte
Elektrofeld< 0,1 V/m< 5 V/m< 0,1 V/m
Mobilfunk< 0,4 V/m< 0,2 V/m< 0,02 V/m
WLAN< 0,4 V/m< 0,2 V/m< 0,04 V/m
Rundfunk< 0,4 V/m< 0,2 V/m< 0,04 V/m
Beleuchtung< 1,0 V/m< 1,0 V/m< 1,0 V/m

Weitere Informationen zu diesem Thema liefert dir zusĂ€tzlich das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz–LINK–(http://www.bfs.de/DE/themen/emf/netzausbau/schutz/schutz_node.html). Hier lassen sich elektromagnetische Felder jeglicher Art prĂŒfen und beispielsweise die SAR-Werte von Handys vergleichen. DarĂŒber hinaus gibt es weitere Institutionen, die ĂŒber die Strahlungswerte verschiedener GerĂ€te informieren. Dazu gehören:

  • Institut fĂŒr Baubiologie und Nachhaltigkeit (IBN)
  • Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland
  • Ökotest–LINK–(https://www.oekotest.de/kinder-familie/Ratgeber-Elektrosmog_108412_1.html)
  • Akademie Bauen, Wohnen, Gesundheit, Baubiologie

Weiterhin gibt es nach dem Immissionsschutzrecht noch zusÀtzliche Regelungen und Vorschriften, um elektromagnetischer Felder weiter einzugrenzen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Amateurfunkgesetz
  • Arbeitsschutzgesetz
  • Medizinproduktegesetz
  • Telekommunikationsgesetz
  • Gesetz ĂŒber Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen
  • Gesetz ĂŒber die elektromagnetische VertrĂ€glichkeit von Betriebsmitteln

Grenzwerte bei Handy und anderen GerĂ€ten – SAR Wert

Handys werden nah am Körper getragen und stehen stĂ€ndig unter Empfang. Diese hochfrequenten elektromagnetischen Felder wirken also permanent auf dich ein und können verschiedene Effekte im Gewebe auslösen, beispielsweise eine ErwĂ€rmung. Deshalb stehen die GerĂ€te und einer speziellen Sicherheitsnorm der EU, die eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Strahlenbelastung verhindern soll. Hierbei handelt es sich um die spezifische Absorptionsrate (SAR). Die Grenzwert wurde auf 2 Watt pro Kilogramm festgelegt. Seit 2002 veröffentlicht das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz die SAR Werte aller auf dem Markt verfĂŒgbaren Mobiltelefone und Smartphones.

Die Vor- und Nachteile der elektromagnetischen Strahlung

VorteileNachteile
  • Dient der Stromversorgung
  • fördert den Funkverkehr
  • ermöglicht viele technische GerĂ€te
  • hohe Reichweite
  • erleichtert den Alltag
  • Belastung fĂŒr die Gesundheit
  • Risiken fĂŒr Kinder
  • in jedem Haushalt zu finden
  • auf Grenzwerte achten
  • lĂ€sst sich nicht komplett abstellen

Auswirkungen auf den Menschen – gesundheitliche SchĂ€den

Alle elektromagnetischen Felder besitzen unterschiedliche physikalische Eigenschaften. Daher nehmen sie immer anders Einfluss auf den Menschen. Bisher sind lÀngst nicht alle Auswirkungen bekannt und erforscht genug. In diesen Punkten herrscht bereits Gewissheit:

  • Niederfrequente Felder nehmen Einfluss auf die elektrischen Ströme im Organismus und verĂ€ndern Sinnes-, Nerven- und Muskelzellen.
  • Beim Überschreiten der Schwellenwerte kommt es zu Störungen der Körperfunktionen im gesamten Organismus.
  • Hochfrequente Felder dringen nicht erst tief ein und werden dann direkt in WĂ€rme umgewandelt.
  • Durch thermische Auswirkungen ab einer bestimmten StrahlungsintensitĂ€t kann das Körpergewebe SchĂ€den davontragen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden Grenzwerte eingefĂŒhrt. Es gibt jedoch noch keinen genauen Nachweis, was bei Einhaltung der Werte noch fĂŒr SpĂ€tfolgen oder SchĂ€den bleiben. Wissenschaftler sind sich uneinig, ob auch schwache elektromagnetische Felder eine Auswirkung haben. DarĂŒber hinaus spielt der menschliche Körper und seine Empfindlichkeit eine wichtige Rolle. Manche Personen reagieren deutlich sensibler auf diese Art der Strahlung. Aktuell wird Elektrosmog mit folgenden Beschwerden in Verbindung gebracht:

  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • neurodegenerative Erkrankungen
  • Erschöpfung
  • MĂŒdigkeit und Schlafprobleme
  • Wachstum von Krebszellen
  • Störung bei Herzschrittmachern
  • Einfluss auf medizinische Implantate

Allerdings gibt es noch keine genauen Forschungsergebnisse zu diesen Beschwerden. Ebenso wenig wurde die Auswirkung auf Kinder nĂ€her untersucht. Schließlich sind sie noch im Wachstum und ein Schaden an Nerven- oder Muskelzellen könnte enorme Folgen mit sich bringen. Gerade in Bezug auf die Langzeitwirkungen besteht noch Forschungsbedarf.

Achtung: Aufgrund der unklaren Auswirkung sollten die elektromagnetischen Felder möglichst minimiert werden. Allein im Haushalt gibt es viele Bereiche, in denen sich Elektrosmog zuverlÀssig vermeiden lÀsst.

ElektrosensibilitĂ€t – Wahrnehmung elektromagnetischer Felder

Manche Leute reagieren besonders empfindlich auf den Elektrosmog und behaupten sogar, die Strahlung richtig wahrnehmen zu können. Hier differenzieren sich wieder verschiedene Bereiche. Eine ElektrosensibilitĂ€t beschreibt beispielsweise die unmittelbare Wahrnehmung der Felder. Die ElektrosensitivitĂ€t ist eine vermehrte Reaktion auf die Strahlung, ohne diese direkt wahrnehmen zu mĂŒssen. Noch einen Schritt weiter geht die ElektrohypersensitivitĂ€t. Die Betroffenen geben an, körperlich enorm unter den Strahlungsfeldern zu leiden und Mediziner erkennen hier einen Krankheitsverlauf an. Die Ursache wird jedoch verschieden bewertet. So lösen bei manchen Patienten nicht die Strahlungsfelder selbst die Beschwerden aus, sondern lediglich die unbegrĂŒndete Angst davor, zum Beispiel die Angst vor WLAN Strahlung oder Smart TV Strahlung. Ernst zu nehmen sind allerdings beide Situationen. Neben den typischen Symptomen von Elektrosmog können bei Betroffenen noch grippeĂ€hnliche Symptome auftreten bis hin zu Energiemangel und chronischer Erschöpfung. Zu Beginn kommen die Symptome nur selten vor aber mit der Zeit prĂ€gt sich eine gewisse IntensitĂ€t aus.

Konkrete wissenschaftliche Belege gibt es noch nicht, dass die Beschwerden mit der Einwirkung elektromagnetischer Felder in Verbindung gebracht werden können. Dennoch empfiehlt auch die Gesundheitsorganisation WHO jedem Patienten, die Symptome ernst zu nehmen und sich entsprechend medizinische Hilfe zu suchen. Die Therapie sieht beispielsweise den Ansatzpunkt vor, alle primÀren Quellen von elektromagnetischen Strahlen zu reduzieren oder gar zu entfernen. So bekommt der Körper Zeit zur Genesung.

Elektrosmog Studien – ĂŒber gesundheitliche SchĂ€den

Es gibt mehrere AnsĂ€tzen und Studien zu dem Thema, wie stark Elektrosmog Einfluss auf die Gesundheit nimmt und welche Krankheitsbilder davon abgeleitet werden können. Die Fachwelt ist bisher auf keine genauen Ergebnisse gekommen und die Auswirkungen der Strahlung sind immer noch umstritten. Eine Studie an der UniversitĂ€t in ZĂŒrich bestĂ€tigt beispielsweise, dass elektromagnetische Felder durchaus den Schlaf und den Blutfluss im Gehirn beeintrĂ€chtigen. Die ECOLOG Studie aus dem Jahr 1999 beweist, dass bei einer enormen Belastung durch Elektrosmog das Immunsystem geschwĂ€cht ist und es ein höheres Risiko gibt, an Krebs zu erkranken. Ähnliches bestĂ€tigte die Cherry-Studie, bei der Prof. Dr. Neil Cherry ĂŒber 40 verschiedene Studien zum Thema Elektrosmog zusammenfasste und erkannte, dass elektromagnetische Strahlung ab einem gewissen Wert Krankheiten, wie beispielsweise Krebs, verursacht.

Im folgenden Video spricht Prof. Dr. Nimtz ĂŒber die biologischen Wirkungen des Elektrosmogs:

Elektrosmog erkennen und messen – spezielle GerĂ€te helfen

TĂ€glich bist du elektromagnetischer Strahlenbelastung ausgesetzt, ob zu Hause oder auf dem Arbeitsplatz. Die ersten Symptome sind vielleicht Kopfschmerzen oder MĂŒdigkeit. Kommen jedoch ein unruhiger Schlaf hinzu oder weitere Beschwerden, solltest du den Elektrosmog Quellen auf den Grund gehen. Die Strahlung ist in der modernen Welt allgegenwĂ€rtig, die legt sich auf das vegetative und zentrale Nervensystem und beeinflusst somit die Zellen in deinem Körper. Im schlimmsten Fall fĂŒhrt die Belastung zu Tumoren. Um eine ernsthafte Erkrankung zu vermeiden und auch die anderen Familienmitglieder im Haushalt zu schĂŒtzen, gilt es die Ursachen zu erkennen und dem Elektrosmog zu messen. Folgende handelsĂŒblichen GerĂ€te sind hĂ€ufig die Quelle fĂŒr Elektrosmog in der Wohnung:

  • Mehrfachsteckdosen
  • Radiowecker
  • Infrarotheizung
  • Babyfon
  • Smartphone
  • DECT Schnurlos-Telefon
  • Smart-TV
  • WLAN Hotspot / Router

Du brauchst ein spezielles MessgerĂ€t, da die Strahlenbelastung kaum wahrgenommen werden kann. Sie ist unsichtbar, hinterlĂ€sst keine GerĂ€usche oder andere Anzeichen. Die GerĂ€te selbst sind mit etwa 300 Euro zwar nicht gerade gĂŒnstig, decken aber hĂ€ufig unerkannte Probleme auf und steigern somit deine LebensqualitĂ€t. Mit einem eigenen Modell prĂŒfst du jederzeit den Elektrosmog in deinem Umfeld, anstelle einen Baubiologen damit zu beauftragen. Dieser berechnet alleine schon fĂŒr die Anfahrt Kosten von 500 Euro und mehr. Außerdem prĂŒfst du neu gekaufte elektrische GerĂ€te hinsichtlich ihrer Belastung. DarĂŒber hinaus hast du die Umweltbedingungen besser im Blick, was den nĂ€chsten Mobilfunksender oder die Hochspannungsleitung in der NĂ€hre betrifft. Auch Freunden und Bekannten hilfst du mit diesem gerĂ€t weiter. Finde heraus, in welchem Raum welcher Wert herrscht und ziehe deine SchlĂŒsse. Vor allem im Schlafzimmer brauchst du eine geringe Belastung, damit sich dein Körper ĂŒber Nacht ausreichend erholt. Manche Experten sind von den GerĂ€ten fĂŒr den Heimgebrauch nicht ĂŒberzeugt. Sie seien zu ungenau und könnten keine umfassende Messung ersetzen.

Schutz vor Elektrosmog – wertvolle EigenbemĂŒhungen

Die Einwirkung von elektromagnetischen Anlagen und Felder kann im eigenen Haushalt viel grĂ¶ĂŸer sein, als beispielsweise durch Mobilfunkanlagen in der nĂ€heren Umgebung oder Hochspannungsleitungen. Daher fĂŒhrt der erste Weg zur Neutralisierung von Elektrosmog in deine eigenen vier WĂ€nde. Hier hilft es, nach den Quellen zu suchen und die GerĂ€te oder Anlagen zu mindern oder gar zu eliminieren. Folgende Tipps helfen dir im Alltag zu Hause und im BĂŒro:

TippsHinweise
Headset benutzenJe mehr Abstand zur Quelle besteht, desto geringer fÀllt die Belastung aus. Daher solltest du beim Telefonieren besser ein Headset verwenden, ob nun auf Arbeit oder am Smartphone.
Datenverkehr im Hintergrund abschaltenSowohl Smartphones als auch Computer stehen im stĂ€ndigen Austausch zu verschiedenen Systemen. Emails werden permanent in kurzen Intervallen abgerufen oder Programme auf Updates ĂŒberprĂŒft. Dieser Hintergrunddatenverkehr lĂ€sst sich abstellen. So lĂ€dst du dir die Updates gezielt oder prĂŒfst auf Mails bei Bedarf.
Guten Empfang abwartenWer unterwegs im Internet surft, telefoniert oder E-Mails checkt sollte möglichst guten Empfang abwarten. Die FeldintensitÀt erhöht sich nÀmlich, wenn der Empfang langsam schwÀcher wird und belastet dadurch noch mehr.
Ungenutzte GerÀte abschaltenSofern manche GerÀte gerade nicht verwendet werden, lassen sich diese ganz einfach abschalten. Das bedeutet nicht, in den Stand-By-Betrieb zu gehen. Nur ein komplettes Abschalten hilft hier weiter.
Hochspannungsleitungen meidenNicht nur auf SpaziergĂ€ngen, sondern vor allem bei der Miete der neuen Wohnung oder beim Kauf von HĂ€usern solltest du auf einen großen Abstand zur nĂ€chsten Hochspannungsleitung oder zu Bahnanlagen achten. Das Gleiche gilt natĂŒrlich auch bei der Planung von Neubauten.
Strahlungsarmes SchlafzimmerDer Schlafbereich stellt ein Ort voller Ruhe und Entspannung dar. Deshalb sollten möglichst wenig EinflĂŒsse mit elektromagnetischen Feldern in den Raum gebracht werden. SĂ€mtliche Wecken, Tablets, Smartphones oder Uhrenradios sind entweder in Abstand zu platzieren oder komplett aus dem Raum zu verbannen.
Fachgerechte ElektroinstallationIst die elektrische Hausinstallation fachgerecht verlegt worden, geht nur eine schwache Belastung von ihr aus. Experten achten hier auf sehr kurze Leitungswege und planen sogar Ruhezonen bei einem Neubau ein. Ältere Elektroinstallationen lassen sich trotzdem ĂŒber Netzfreischalter entschĂ€rfen und die Belastung reduzieren.
Labels gezielt prĂŒfenBeim Kauf von neuen ElektrogerĂ€ten sollten die Strahlungswerte und die GĂŒtesiegel entsprechend geprĂŒft werden. Bei Smartphones und Handys ist auf niedrige SAR Werte zu achten. Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ steht beispielsweise fĂŒr strahlungsarme GerĂ€te mit einem SAR Wert von 0,6 Watt pro Kilogramm.
Hochfrequente Felder abschirmenDie Abschirmung von hochfrequenten Strahlungsfelder funktioniert ĂŒber verschiedene Produkte, beispielsweise Wandbeschichtungen oder Gardinen. Allerdings musst du in einem solchen Raum mit schlechterem Handyempfang rechnen, was wiederum die FeldstĂ€rke erhöhen könnte.
Niederfrequente Felder abschirmenElektrische Felder lassen sich ganz einfach durch Materie verschiedener Art abschirmen, beispielsweise durch dickes Mauerwerk. Die Magnetfelder durchdringen diese Materialien jedoch. Hier helfen nur spezielle Metallfolien, die jedoch recht preisintensiv sind und nur fĂŒr bestimme Bereiche ausgelegt.

Die 3 beliebtesten MessgerĂ€te fĂŒr Elektrosmog

LIUMY StrahlenmessgerÀt 7001

( Rezensionen)
LIUMY StrahlenmessgerÀt 7001

Besonderheiten

  • einfache Bedienung
  • fĂŒr Magnetfelder und elektrische Felder
  • intelligenter Alarm
  • Speicherplatz fĂŒr Daten
  • fĂŒr Indoor und Outdoor
Mit diesem GerĂ€t testest du elektrische Felder und Magnetfelder im Innen- und Außenbereich. Kunden sind vor allem von der einfachen Bedienung ĂŒberzeugt. Du brauchst nur den roten Knopf zu drĂŒcken, um das GerĂ€t zu starten und die Messung in Gang zu setzen. Neben den exakten Werten siehst du auf dem LCD-Display einen grafischen Balken. Dieser gibt an, ob sich der Wert noch im Normalbereich befindet oder bereits eine Grenze ĂŒberschreitet. Ein Speicherplatz ist vorgesehen, um diesen Wert zu hinterlegen und mit der nĂ€chsten Messung zu vergleichen. Außerdem gibt es einen intelligenten Alarm, sobald der Grenzwert ĂŒberschritten ist. Dieser Alarm lĂ€sst sich jedoch auch ausstellen.
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PCE-EM29 Elektrosmog MessgerÀt

( Rezensionen)
PCE-EM29 Elektrosmog MessgerÀt

Besonderheiten

  • mit Ballon-Sensor
  • Frequenzbereich bis 3,5 Ghz
  • hohe Genauigkeit
  • einfache Bedienung
  • farbiges Design
Die Besonderheit an diesem MessgerĂ€t ist die 3-achsige Rundsonde. So erfasst du die elektromagnetische Strahlung nicht nur besser, sondern kannst den Ursprung besser analysieren. Im niedrigen Frequenzbereich enttarnst du alle magnetischen Felder, beispielsweise in der NĂ€he von Fernsehern oder Computer-Monitoren. DarĂŒber hinaus lĂ€sst es sich fĂŒr die hochfrequente Strahlung verwenden, beispielsweise fĂŒr WLAN, GSM oder zur Feststellung von Mikrowellenstrahlung. Der Frequenzbereich reicht hier bis zu 3,5 GHz. Die dreiachsige Sonde hat außerdem noch den Vorteil, die Werte fĂŒr die einzelnen Achsen nicht extra umrechnen zu mĂŒssen. Auf dem Display werden die Zahlenwerte angezeigt. Einen GeigerzĂ€hler-Effekt gibt es jedoch nicht. Zudem bemerken die Kunden in ihren positiven Kommentaren, dass der Akku recht lange hĂ€lt.
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Meterk digitales StrahlenmessgerÀt

( Rezensionen)
Meterk digitales StrahlenmessgerÀt

Besonderheiten

  • fĂŒr elektrische Felder und Magnetfelder
  • mit Speicherplatz
  • LCD-Anzeige
  • ca. 107 Gramm schwer
  • mit Temperaturanzeige
Dieses GerĂ€t von Meterk ĂŒbernimmt die genaue Messung von elektrischer Feldstrahlung oder Magnetfeldstrahlung. Dabei ist das Modell mit einem Strahlungssensor ausgestattet und gibt die entsprechenden Werte ĂŒber die LCD-Anzeige aus. Es handelt sich um einen einachsigen induktiven Kopf, der im niedrigen Frequenzbereich arbeitet. Hier nimmt er die Werte mit einer Abweichung von 5% auf. Gleichzeitig kann die Umgebungstemperatur bis zu 50°C mit angezeigt werden. Die Abtastrate liegt bei 0,5 Sekunden. Ist ein Grenzwert ĂŒberschritten, kommt es zu der Anzeige „HI“ im Display. Die Kunden sprechen von einem zuverlĂ€ssigen und vor allem preiswerten GerĂ€t. Betrieben wird es mit AAA-Batterien die nicht zu oft gewechselt werden mĂŒssen. Außerdem zeigt sich das GehĂ€use handlich und praktisch.
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Elektrosmog abschirmen und verringern – Strahlenbelastung neutralisieren

Ziel in diesem Themenbereich sollte sein, den Elektrosmog zu verringern und vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Durch die Reduzierung der allgegenwĂ€rtigen Strahlung kommt es fĂŒr alle Beteiligten zu einem Gewinn. Der Körper bleibt lĂ€nger gesund, Menschen bekommen ihre VitalitĂ€t zurĂŒck und sind deutlich leistungsfĂ€higer. Außerdem wird das Gesundheitssystem langfristig entlastet. Es gibt verschiedene Varianten und Vorgehensweisen, sich dem Elektrosmog zu entziehen oder ihn aus dem Haushalt auszusperren. In den folgenden Abschnitten gehen wir genauer darauf ein, die Strahlung effektiv abzuschirmen und die Belastung damit möglichst gering zu halten.

Bauliche Themen – WĂ€nde, Fenster und Dach abschirmen

Äußere StrahlungseinflĂŒsse lassen sich durch WĂ€nde, Fenster und das Dach aussperren. DafĂŒr spielen die Baustoffe eine wichtige Rolle, wie beispielsweise Kalksandstein, Stahlbeton oder Ziegel. Derartig gebaute und dicke WĂ€nde bieten eine enorme Abschirmung nach außen hin bei Belastung durch Rundfunksender, Mobilfunk oder Hochspannungsmasten. Sie wirken aber auch im Haushalt selbst und absorbieren einen Großteil der Strahlung. Dadurch wird sie unschĂ€dlich gemacht und nur ein geringer Prozentsatz bleibt noch ĂŒbrig.

Fenster benötigen am besten eine WĂ€rmeschutzverglasung mit einer Metallschicht. Diese ist seit den 90er Jahren ĂŒblich und schirmt fast 100% Elektrosmog von außen ab. Ältere Fenster lassen sich mit metallischen Fliegengittern oder VorhĂ€ngen besser sichern. Die Fensterrahmen sollten dabei Alu-Profile oder Kunststoff mit Metalleinlage vorweisen. Das Dach muss wiederum gesondert abgeschirmt sein. Einfache Ton- und Betondachziegel reichen nicht aus. Hier gibt es Dampfsperren mit Alubeschichtung oder abschirmende Schutzplatten und Tapeten, die verwendet werden können.

Abschirmung im Haushalt – Farbe, Bodenbelag und Bettauflagen

Das Abschirmen setzt sich im Haushalt aus verschiedenen Maßnahmen zusammen. Die Strahlung ist in kurzer Entfernung am stĂ€rksten, weswegen du die elektrischen GerĂ€te mit einem möglichst großen Abstand zum Wohnbereich und vor allem zu deinem Bett aufstellen solltest. GerĂ€te mit Funk oder gar das eigene Smartphone sind am besten komplett aus dem Schlafzimmer zu verbannen. FĂŒr die Matratze gibt es spezielle Auflagen aus Kupfer oder auch spezielle Decken, die zusĂ€tzlich den Elektrosmog neutralisieren. Die Abschirmstoffe sind dann immer mit metallischen FĂ€den durchzogen und fĂŒhlen sich trotzdem angenehm auf der Haut an. Außerdem können die Stoffe ganz leicht auf Reisen mitgenommen werden.

Wichtig: Der Kopf ist beim Schlafen jedoch nicht unter Decken oder Kissen verborgen. Daher empfiehlt sich, die Maßnahmen der Abschirmung gerade im Schlafzimmer miteinander zu kombinieren.

Wer vielleicht gerade renoviert, kann eine sogenannte Abschirmfarbe in Betracht ziehen. Sie hĂ€lt die elektromagnetische Strahlung komplett ab. Ähnlich funktioniert ein Abschirmvlies unter dem Bodenbelag. In Bezug auf WLAN und andere Funksignale sollte die Einstellung so getroffen werden, dass die Sendeleistung möglichst gering ausfĂ€llt. Über Nacht lassen sich viele GerĂ€te komplett abschalten, ohne nur in Stand-By zu gehen. Auch das unterstĂŒtzt einen erholsamen und gesunden Schlaf. Weitere Tipps zum Abschirmen sind:

TippsHinweise
Netzabkoppler einbauenDie sogenannten Netzabkoppler oder Netzfreischalter werden in den Sicherungskasten integriert. Dadurch verÀndert sich die Wechselspannung auf eine sichere Gleichspannung, wenn keine Abnahme erfolgt.
Stecker richtig herum einsteckenAusgeschaltete ElektrogerĂ€te können trotzdem Elektrosmog abstrahlen, wenn beispielsweise der Stecker falsch eingesteckt wird. So darf bei einem einpoligen Schalter nicht die Phase unterbrochen werden, sondern der Neutralleiter. GeprĂŒft werden kann das mit einem einfachen Multitester, ob der Stecker richtig in der Dose steckt.
Geschirmte Steckdosenleisten verwendenEine Steckdosenleiste mit einem zusĂ€tzlichen Schalter sorgt immer dafĂŒr, dass alle eingesteckten GerĂ€te zuverlĂ€ssig vom Netz getrennt werden. Alternativ kannst du diese natĂŒrlich direkt von der Steckdose abziehen, wenn sie nicht mehr im Gebrauch sind.
Auf DECT Standard achtenBeim Kauf eines neuen Telefons oder Babyfons solltest du auf den DECT-Standard achten. Letztere mĂŒssen ohne gepulste elektromagnetische Strahlung funktionieren. Bei einem Basistelefon wiederum sollte die Station nicht dauerhaft senden. Die StrahlungsintensitĂ€t dieser Module wird schnell ĂŒberschĂ€tzt.

Zehn ZusĂ€tzliche Hinweise – einfach wissen und umsetzen

  • VerteilerschrĂ€nke und SicherungskĂ€sten weit entfernt von SchlafplĂ€tzen
  • Nur geschirmte Elektroinstallation nutzen
  • Auf geschirmte Anschlusskabel fĂŒr GerĂ€te achten
  • Metallfreie Tische im BĂŒro nutzen
  • Bildschirme und Fernseher mĂŒssen sich komplett deaktivieren lassen
  • Externe kabelgebundene Tastatur und Maus nutzen
  • Notebooks ĂŒber USB-Kabel erden
  • Smartphone möglichst hĂ€ufig im Flugmodus verwenden
  • HandygesprĂ€che immer kurz halten oder Headset verwenden
  • EndgerĂ€te nicht direkt am Körper tragen

Wer mit einem Elektroauto unterwegs ist oder gern die Sitzheizung verwendet, kann sich zusĂ€tzlich mit abschirmender Kleidung schĂŒtzen. Hier ist keine große Distanz zur Quelle möglich. Die Hemden und Unterhosen sichern vor allem die wichtigen Zonen des Körpers, wie die Fortpflanzungsorgane und den Brustbereich.

Wer sich eine effiziente Abschirmung fĂŒr sein Handy selbst bauen will, sollte sich die Anleitung im folgenden Video genauer anschauen:

Elektrosmog und 5G – Sorge um neue Mobilfunktechnik

Der Mobilfunk arbeitet kĂŒnftig mit dem neuen 5G Standard, um Daten noch schneller laden zu können und in Echtzeit miteinander zu kommunizieren. Kritikern zufolge erleichtert der neue Übertragungsweg aber nicht nur den Alltag, sondern belastet die Gesundheit. Vor allem elektrosensible Menschen können stark auf das 5G Netz reagieren. Das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz hat hier bereits interveniert und sieht hier keine zusĂ€tzliche Gefahr. Mitarbeiter gehen davon aus, dass es bei der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zu keinen Risiken kommt. Außerdem betrifft das alle genutzten Technologien und elektromagnetischen Felder und nicht nur die 5G-Netze. Schließlich werden auch hier Ă€hnliche Frequenzen genutzt, wie bei den bisherigen Mobilfunknetzen. Daher gibt es keinen großen Unterschied zwischen den Feldern, meint das Bundesamt.

Ein Punkt treibt die Strahlenbelastung trotzdem weiter nach oben. Mit dem Ausbau der 5G-Netze sollen immer mehr GerĂ€te mit dem Internet verbunden sein. Dazu gehören Fahrzeuge oder gar interaktive Brillen. Viele weitere HaushaltsgerĂ€te sind geplant und werden dabei selbst zu einer Art Mobilfunksender. Wichtig ist hier, sich selbst noch RĂŒckzugsorte zu schaffen und die Strahlenbelastung immer im Hinterkopf zu behalten. Die steigenden AktivitĂ€ten im Bereich der Verbundenheit bringen deutlich mehr elektromagnetische Felder mit sich. NaturschĂŒtzer und Kritiker stellen sich noch enorm dagegen die 5G-Frequenzen ĂŒberhaupt erst zu verkaufen. Hat die Regierung diesen Bereich freigegeben, könne man den Ausbau wohl kaum stoppen.

Wissenschaftler hingegen sind mit der weiteren Forschung beschĂ€ftigt. Schließlich soll die Frequenz im 5G-Netz weiter nach oben gehen und sich im Millimeterwellen-Bereich liegen. Enorme VerĂ€nderungen bei der gesundheitlichen Auswirkung sind jedoch nicht zu erwarten. FĂŒr viele Forscher ist es deshalb voreilig, so frĂŒh Alarm im Rahmen der 5G-Technologie zu schlagen.

Fazit – Elektrosmog möglichst abschirmen und meiden

Elektrosmog ist nicht zu sehen oder zu hören und trotzdem umgibt er uns im Alltag. Wissenschaftler und Experten diskutieren immer noch darĂŒber, wie schĂ€dlich die Strahlungswerte fĂŒr den menschlichen Körper wirklich sind. Betroffene wiederum beschreiben Kopfschmerzen, MĂŒdigkeit und ein gestörtes Schlafverhalten. Wer sich diesen gesundheitlichen Risiken nicht aussetzen will, sollte den Kontakt zu Strahlungsquellen meiden oder diese besonders gut abschirmen. DafĂŒr musst du die Belastung in deinem eigenen Haushalt kennen und die strahlungsstĂ€rksten GerĂ€te ausfindig machen. Mit ein paar einfachen Tricks fĂŒr den Alltag reduzierst du den Elektrosmog fĂŒr dich und deine Familie.

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